globale Erwärmung

So ist das also, seit dem IPCC-Sonderbericht (siehe u. a. hier) steht fest: +1,5°C würden der Erde und – vor allem! – uns den Ar*ch retten?! Wer’s glaubt! Andererseits wird die Sau ja durch alle Medien getrieben; es muß also stimmen. :-/

Ist denn diese Festlegung von „maximal +1,5 grd” nicht ziemlich willkürlich getroffen worden? Auf welchen Start- bzw. Zielwert bezieht sich die Angabe überhaupt? Die allwissende Tante Wiki hält ein Bildchen bereit, dem zu entnehmen ist, daß der Bezugswert ein spezieller Mittelwert von Land- und Ozeantemperaturen ist, der für den Zeitraum von 1951 bis 1980 erhoben wurde (Quelle). Mit anderen Worten: Wenn die global gemittelte Temperatur um 1,5 grd höher liegt als in den Jahren um 1965 herum, droht Ungemach. Darf man eine derartige Ontologisierung der Willkür tatsächlich Wissenschaft nennen und ihr dann auch noch trauen?
Andererseits gab es genügend viele und verheerende Wettererscheinungen auch schon aktuell, also bei gegenwärtig etwa +1 grd. Wer weiß, um wieviel sich die Anzahl der Unwetter und deren Ausmaß ändern, wenn die globale Temperaturerhöhung ab jetzt noch 0,2 oder 0,4 oder 0,8 grd beträgt? Wer legt fest, daß gerade die Restspanne von 0,5 grd erträglich bleibt? Zudem handelt es sich um Mittelwerte. Die Füße in siedendem Wasser und den Kopf in der Tiefkühltruhe, das ergibt einen durchaus kuscheligen Mittelwert.

Unwissenheit (siehe hier) und Willkür (siehe oben), wo man hinschaut. Wie sollte es einem da um die Zukunft bange werden?

8 Kommentare zu „globale Erwärmung

  1. Wer sich mal um die Vergangenheit bemüht und nur mal ein paar Jahrzehnte zurück liest in der Geschichte, wird sehen, dass es schon damals immer hies: „Es ist fünf vor Zwölf“. Aber es hat sich kaum was getan und der Zustand der Welt erinnert mich an diese Geschichte von Heinrich von Kleist, wo alle in der Burg regungslos verharren und so tun, als wäre nichts, obwohl der übermächtige Feind anrückt.

    Aber es erinnert auch an eine Geschichte von Edgar Poe, wo alle sich in der Burg verschanzen und einen Maskenball geben, um sich selbst zu feiern, doch der Tod schon unter ihnen ist, aber sie ihn nicht erkennen unter all den Kostümen. Der Tod ist keine Verkleidung: Er ist echt in seinem schwarzen Kapuzenmantel.

    Ich sehe die Situation ernst und auch Jostein Gaarder hat in seinem Werk „2084 – Noras Welt“ darauf hingewiesen. Am Ende wird das Eis schmilzen und das Wasser holt sich zurück, was es einst freigab. Wir müssen wieder Flossen entwickeln oder eine Arche bauen. Mag sein, dass ich übertreibe, aber ich hab früher Satiren geschrieben, also bitte um Nachsicht. LG PP 😉

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    1. Nein, wozu Nachsicht? Es stimmt doch alles. So will es mir zumindest scheinen. Allerhöchstens möchte ich noch zwei Gedanken anfügen.

      Da ist zum einen, daß die Welt und speziell ihr Klima beileibe nichts Statisches ist. Der Mensch sieht es so und es drängt sich ja auch die Vermutung auf, das alles schon immer so war, wie wir es heute erleben. Nur es ist nicht an dem. Es gab schon immer Eiszeiten und Wärmeperioden (schon lange vor dem Auftritt des Menschen auf der Erde). Insofern ist es ein schwerwiegender Trugschluß, den Iststand zu verabsolutieren für alles Vergangene und vor allem alles Zukünftige. Die daraus abgeleiteten Aktionen sind an Blödsinnigkeit kaum zu übertreffen (siehe „+1,5°C”-Gefasel).
      Und zum anderen: nicht nur das Wasser holt sich zurück, was es kriegen kann. Auch die Atmosphäre unterliegt den gleichen physikalischen Ambitionen. Ein Großteil des Kohlenstoffs, der heute im Erdmantel oder am Meeresgrund lagert und somit gebunden ist, war im Laufe der vergangenen Milliarden Jahre als Kohlenstoffverbindung ein Bestandteil der Atmosphäre, sei es nun Kohlenmonoxid, CO2, Methan (ein viel wirksameres Treibhausgas als CO2) etc pp. Somit könnte man sagen, was man aus politischen Erwägungen heraus niemals tun sollte, daß das Freisetzen von CO2 an die Atmosphäre (was wir im wesentlichen durch Verbrennen fossiler Brennstoffe betreiben) nur einen Zustand wiederherstellt, der dermaleinst völlig normal war…

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      1. Man könnte jetzt auch sagen, dass sich im Gegenzug zur Erderwärmung ja die Erde immer ein wenig von der Sonne entfernt und sich somit sowieso abkühlt.

        Man könnte auch von der Eiszeit reden und dass heutige Bergseen früher einmal Gletscher waren, die wesentlich höher ragten, als ihr derzeitiger Wasserspiegel.

        Die Welt ist immer im Umbruch gewesen und wird es immer sein. Aber wenn mir die Wissenschaftler jetzt sagen, dass der künstliche Giftausstoß jetzt dran schuld ist, dass die Pole ihr Eis verlieren, dann muss ich das doch glauben oder nicht?

        Ist das Lüge?

        LG PP

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        1. Der steigende Wasserspiegel gibt den Wissenschaftlern aber Recht. Manche Bewohner kleinerer Inseln und Landstriche mussten schon ihren Besitz verlassen, weil das Wasser alles überspült und es immer weiter steigt .. Was sagst du dazu ???

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        2. Unschön & bedauerlich. Nur es beweist nichts. Es gab mal (aller Wahrscheinlichkeit nach) eine Zeit, da war die Erde komplett von Wasser bedeckt (in Form von Eis, aber immerhin). In dieser Zeit hätten Menschen – sofern es damals schon welche gegeben hätte – es als größtes Unglück empfunden, auf festem Land siedeln zu müssen.

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        3. Aber wenn sie es als Unglück empfanden, warum haben sie dann aus Flossen Hände und Beine und Füße entwickelt? Warum sind sie ans Land gekrochen?

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        4. Wahrscheinlich, weil es Mutationen gab, die es möglich machten. Einen Sinn (oder eine Absicht) sollte man bei diesem Schritt der Evolution nicht unterstellen. Es war biologisch/technisch möglich und ließ für eine Zeitlang einen Lebensraum bewohnen, der (noch) keine Freßfeinde und/oder Nahrungskonkurrenten beherbergte.

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