Schule oder Leben?

Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir. So heißt es in einem von Seneca überlieferten Ausspruch. Später wurde daraus: Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.
Möglicherweise gab es dermaleinst Zeiten, in denen letztgenannter Spruch Gültigkeit hatte. Heute sind wir jedenfalls weit, weit von diesem Ideal entfernt. Was man in der Schule lernt, hat unmittelbar mit Lebensfähigkeit kaum etwas zu tun. Allenfalls lernt man ein paar Grundfertigkeiten, um in der aktuell en vogue seienden „Industrie 4.0”-Welt ein humanoides Bedienelement darstellen zu können.

8 Kommentare zu „Schule oder Leben?

        1. Hmm, also eher – wenn ich das mal kühn interpretiere – Bewußtwerdung?! Allerdings fürchte ich, den Erfolg eines die Schule und das Leben betreffenden Sinnspruchs kann man persönlich nur retrospektiv einschätzen. Ist es nicht so, daß man erst einmal Bewußtheit entwickelt haben sollte, ehe man Sinn oder Hohlheit einer Lebensmaxime bewerten kann? Ist eine solche vordem nicht bloß wahlweise Gängelband oder autoritätsbasiertes Nachplappern?

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        2. Vertrauen ist eine unbedingt wichtige „Zutat”. Nur kann man, um wieder näher an den Ausgangsartikel zu gelangen, Vertrauen in jemanden haben, der (♀♂) seine Bestrebungen unter einem höchst zweifelhaften Motto praktiziert?

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        3. Mal zurück gefragt … gelingt Lernen fürs Leben nur, wenn der Lehrende sich selbstlos um positive Lernergebnisse bei seinen Schülern bemüht? Lernen im Alleingang mit geringer menschlicher Rückmeldung ist möglicherweise ein Lernen ohne Tiefgang …

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        4. Du hast die Antwort freundlicherweise gleich selbst gegeben. 🙂

          Aber scheint es nicht wirklich so zu sein, als ob unsere Kultusminister und gar viele der in ihrer Dienstauffassung von jenen abhängen, nämlich der Lehrenden, das Lernen als etwas monolithisches ansehen? Als ob sie vergäßen, daß ein Eleve zunächst belernt wird (ganz bewußt so geschrieben, belehrt ist was anderes). Vielleicht bis zu dem Punkt, an dem er (♀♂) freiwillig (wenn auch wahrscheinlich unterbewußt) sein Aufgabenpensum für Lernarbeit hält. Und nur wenigen ist es gegeben, tatsächlich Lernende zu werden. Diese jedoch – siehe Ausgangsartikel – treffen auf eine durch und durch lebensfeindliche Welt…

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