W oder F?

Wozu braucht es im deutschen Alphabet das V? Es ist so schrecklich unzuverlässig in dem, was es sagt. In „clever“ klingt es wie ein W, in „Vorschlag“ wie ein F.

Clewwerer Textforschlag: Sofiel dafon, wie der Fetter des Weterinärs mit fiel Niwau meinem Fater für seine fielfältigen Ferdienste auf der zum Forbau der ferstecktliegenden Willa gehörenden Weranda eine Wase mit wioletten Feilchen ferehrte.

22 Kommentare zu „W oder F?

  1. Es mag in der Aussprache keinen Unterschied machen, im Schriftbild erzeugt es aber eine Art „optischen Klang“, wenn f und v beibehalten werden, bzw. einen Unterschied im optischen Klang. Für manche Leser klänge es evtl. schöner wenn nur f statt v stünde, für andere wäre die Beibehaltung des V lieber, ist also subjektiv, wie der Leser es jeweils empfindet. Mir wäre das V beizubehalten allerdings wichtig, da es in sehr vielen Fällen doch auf die ursprüngliche Herkunft eines Wortes hinweisen kann – positiv, negativ, objektiv, Dativ, / windschief, Stimmungstief.
    Auch in der Aussprache macht es manchmal einen Unterschied, wie bei „wovon und davon“. Demgegenüber „Wofon und dafon“ zu schreiben, gäbe zwar auch einen Klang, jedoch nur noch in Form eines Klingeltons, denn in der direkten Frage- Antwortfolge „Wovon? Davon!“ würde es doch eher an den Internetprofider Wodavon erinnern.
    Letztlich soll uns das V aber auch daran erinnern, daß wir das Alfabet (besser alphabet, um die Herkunft zu erkennen: griech. und später lat.) von den Lateinern übernommen haben, die das V wiederum auch als U benutzten, bzw. zunächst kein U hatten, usw. Jedenfalls wäre desweiteren zu erkennen, daß sie ihr alphabet auch wieder nur übernommen, bzw. insgesamt zusammengeklaubt und klambüsert hatten, so daß wir dann bei den Griechen, bzw. Etruskern und Phöniziern (glaube ich) ankommen würden.
    Deren Schriftzeichen wiederum erinnern (mich jedenfalls) an gewisse Lautbuchstaben aus Vorzeiten und all dieses nur noch schwer bestimmbare Abstrakte scheint mir manchmal in unserer Schrift-Sprache und ihrem optischen Klang noch (leider nur noch minimal) verborgen zu liegen. Für die Studierten können es sogar hilfreiche Hinweise sein, auch wenn manche schon so reduzirt worden sind, daß sie zunächst verwirren könnten, aber eben daher sollten wir unsere Schriftsprache keinesfalls noch weiter verkürzen und verstümpeln, über welche Zerhackstückelung sich dann wohl vor allem die Genderlogen mit ihrer angeblich geschlechtergerechten, tatsächlich aber geschlechterfeindlichen Sprachmethodik am meisten freuen würden.

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      1. Ironie rührt ja auch nicht unbedingt aus der Absicht der puren Spaßmacherei heraus. Aber ich stimme zu, die Offenbarung meines Mangel an akademischer Bildung geht zu Lasten des möglicherweise ansonsten besser vorhandenen Witzes.
        Beides im gleichen Maße noch desto gekonnter auszudrücken, dazu bietet sich der sehr ausgeprägte Variantenreichtum unserer Sprache allerdings an; kann aber im gescheiterten Fall zu Polemiken führen oder gar besser ins Absurde hinausdeuten, wo ein gewisser Kern von „Wahrheit“ uns kopfstand macht und uns dabei gewitzt die Zunge rausstreckt, und u.a. an diesen Grenzen verrichtet der Autor dieses blogs ja seine Arbeit, was mir als Ansatz* eben gut gefällt.
        (*bin noch relativ neu hier)

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        1. Hm, zu erfassen was mit diesem Bildnis nun gemeint sein könnte, dazu bin ich offenbar zu blöde. Oder ist da ein politisches Bedenken mit dabei, daß durch die Sorge des Turniervogts, der als ein Richter ja sozusagen auch die Richtung vorgibt, die hier aus der Sicht der Lanzenträger jeweils die rechte Bahn zu sein hätte, ihnen beiderseits dann der Gegner von der linken entgegen geritten käme?
          Dann würden wir uns allerdings vom Thema, das im Artikel vorgegeben wurde, noch mehr entfernen. Es müßte also weiterhin mit der Sprache etwas zu tun haben, doch ich erfasse die Bedeutung nicht.

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  2. Herrschaftszeiten, soeben wird mir erst gewahr, daß Ansicht768643 nicht etwa ein Kommentator, sondern der Autor höchstselbst ist! Ich sagte ja, ich bin zu blöde, nun aber wird das Bild etwas deutlicher. Verstehe ich es richtig, daß er als Autor also in diesem Bild die Rolle des Voigts inne hätte, der für die bessere Ausrichtung und Ausgewogenheit gegenläufiger Themen (und sich sonst bloß ausstechender Themen) Sorge trägt? So daß die Themen die aufeinanderzuhoppelnden Duellanten wären und nicht, wie ich befürchtete, die beiden sich dazu etwas gegenseitig Schreibenden, also wir?

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        1. Nun, das ist ein dramatischer Aufschrei! Danke für das Vertrauen, den Link hier herzusetzen.
          Ich schätze – hoffentlich habe ich es nicht falsch aus Deinen Zeilen herausgelesen –, daß Dein Ehrgeiz, einen gigantischen Fragenberg im Alleingang abtragen zu wollen, immer wieder im Frust endet. Das dürfte beinahe zwangsläufig so sein, weil auf einen klug herausgearbeiteten Gedanken zehn Anfeindungen kommen von Leuten, die sich mit einer Sache überhaupt nicht auseinandersetzen, sondern nur dümmliche oder wahlweise ätzende Sprüche absondern wollen…
          Vermutlich ist ein doch recht anonymes Portal kaum effizient genug, um Gleichgesinnte zu finden. Das geht wahrscheinlich nur im richtigen Leben, wo das Gegenüber mit allen Sinnen erfaßt werden kann und wo Spaß und Ernst viel leichter unterscheidbar sind, da nicht jede Äußerung – auf Textportalen als geschriebenes Wort und daher von größter Bedeutung – als kategorische Grundfeste gemeint ist…

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