40 Kommentare zu „Influenza ICD10.j10

    1. Ich schätze, die meisten Menschen, in unserem Kulturkreis die allermeisten Menschen können politisch sehr wohl etwas verbessern. Zumindest verändern. Politisch nichts zu vermögen ist eine recht gewagte Behauptung, beweisbar ist sie überhaupt nicht. Allerdings sind die Freiräume für politische Veränderungen – so sind die Spielregeln durch die Obrigkeitskaste festgelegt – nur superschmal (beispielsweise durch juristische Haarspaltereien zu erlangen) und nicht etwa breit und für Massenbewegungen ausgelegt wie achtspurige Autobahnen…

      btw: Das Thema Blog-Therapie hatten wir vor einer Woche schon berührt (vgl. hier). Ergänzend zu meiner damaligen Anmerkung möchte ich zu bedenken geben, daß man mancher Therapie für lange Zeit folgen muß, ehe sie in gewünschter Weise anschlägt. Da ist Durchhaltevermögen gefragt. Doch mitunter ist der Grund, warum die Therapie praktisch keine Wirkung zeigt der, daß es sich um die falsche handelt. Nur weiß man das am Anfang meistens (noch) nicht. Ich drücke Dir die Daumen, daß die geeignete Therapie die erhoffte Wirkung bringen mag.

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      1. Ich bin jetzt nicht sonderlich depressiv. Nur mich nimmt es außerordentlich mit, wenn ich Ungerechtigkeiten erlebe oder von ihnen erfahre. Wenn du mal zu viel gute Laune hast, kann ich dir diese Doku empfehlen: http://www.3sat.de/page/?source=/ard/198537/index.html
        Und weil ich diesen Schmerz verspüre, schreibe ich hier diesen Block. Ich glaube nicht daran, dass die Gesellschaft dadurch wieder gerechter wird, aber zumindenst kann ich mir den Schmerz von der Seele schreiben. Jetzt wo ich sehend bin, wünsche ich mir meine Blindheit zurück.

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        1. Oh, der angegebene Link ist inspirirend (wußtest Du, daß sich den dort sparsam angegebenen Zahlen entnehmen läßt, daß die Statistiker alle Spareinlagen unter rund 9 Tsd.€ als nicht existent ignorieren und daß sie den k-Wert der zu unterstellenden Pareto-Verteilung bei etwa 1,10878 ansetzen?). 🙂

          Was ich nicht verstehe, sind Grad und Gefahr der Annahme, sich sehend zu wähnen, wenn man sich die Blindheit zurück wünscht. *grübel*

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        2. Interessante Details. Aber wenn andere einige Milliarden besitzen, kannst du auch Vermögen unter 9k auch gegen 0 approximieren. Für den k-Wert bräuchte ich noch etwas Statistik Nachhilfe um die Dimenion davon zu verstehen.

          Genau dies sind diese Ungerechtigkeiten, von denen ich gesprochen haben, welche mich wie Drogen runterziehen. Und ich wünschte mit dem Konsum gar nicht angefangen zu haben. Ein klarer Kopf ist die härteste Droge.

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    2. Interessanterweise hatte ich gestern genau die gleiche Diskussion mit meiner Frau: „Unsere“ „Demokratie“ beschränkt unseren Einfluss auf die Staatsgeschäfte auf das Abgeben eines Kreuzes alle vier Jahre. Das war’s. Veränderungen sind nicht möglich, da die „großen“ Parteien sich alle zu ähnlich sind und die Parteien, die etwas ändern würden, eh nicht groß gewählt werden.
      Dieses System ist sinnlos und eben genau dazu da, unseren Einfluss quasi verpuffen zu lassen. Seine Zeit da rein zu stecken, sich über die aktuelle Politik zu informieren, um ein mündiger Bürger zu werden und Einfluss auszuüben, ist somit Zeitverschwendung. Außer man ist „süchtig“ danach (so wie du) oder macht das aus Unterhaltung oder schlicht Interesse.
      Privat im kleinen Kreis kann man vieles tun, was einem sinnvoll erscheint, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Und alle kleinen Veränderungen ergeben dann zusammen eine große Veränderung. So wird ein Schuh draus.
      Parteien und „ihr“ politisches System kann man sich IMHO abschminken.

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      1. Meiner Meinung nach sind nicht die Parteien oder die Wirtschaft das Problem, sondern das Großkapital. Mittlerweile ist die Realwirtschaft nur noch etwa 26% so groß wie die Finanzwirtschaft.

        Mittlerweile können sich umdemokratisch legitmierte Superreiche wie Feudalherren aufspielen. Das gefährdet die Demokratie.

        Meine Demokratiesucht wird wenigstens durch gutes Kabarett belohnt.
        https://haimart.wordpress.com/2018/11/20/wir-haben-den-krieg-nicht-begonnen/

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        1. So langsam komme ich zu dem Schluss, dass die Zeit der Parteien vorbei ist. Mag ja sein, dass sie für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg notwendig waren, in dieser Zeit noch wirklich was bewegen wollten und konnten, aber mittlerweile sind die Parteien selbst das Problem. Ich kenne niemanden, der mit Auslandseinsätzen, Rüstungsexporten, Stuttgart 21 einverstanden ist … außer die Politiker großer Parteien.
          Parteien dienen mittlerweile nur noch dazu, genau wie Medien und Mainstream-Presse, den Volkszorn zu kanalisieren und verpuffen zu lassen bzw. die Bevölkerung von den wichtigen Dingen abzulenken.
          Im Hintergrund läuft alles nach den Interessen des Kapitals/der Eliten/der Hochfinanz oder wie man sein persönliches Feindbild auch sonst nennen möge.
          Parteien hindern uns an den notwendigen Änderungen, ja sie lassen uns sogar völlig hilflos auf der Suche nach Alternativen im Stich. Dabei sollten doch genau sie es sein, die uns zum Beispiel aus dem Kapitalismus befreien.

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        2. Ja, heute ist es so. Früher klang das mal so:

          „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen.“

          Wer hat’s gesagt? Kommt ihr nie drauf: Die CDU anno 1947 im „Ahlener Programm“ [1] (Motto: „CDU überwindet Kapitalismus und Marxismus“). So was wäre ja fast schon wählbar. Heute stehen solcherlei Feststellungen bei den Parteien nicht mehr auf der Agenda. Vor siebzig Jahren war man mal weiter als heute. „Frischer“ möchte man fast sagen in diesem Zusammenhang.

          [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahlener_Programm

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        3. … und dennoch sollte nicht vergessen werden, daß es sich auch dabei nur um Politikerblabla handelt, das der Obrigkeitskaste Freiraum gibt, indem es das gemeine Stimmvieh sediert. Am Wesen hat sich nichts geändert, höchstens nur an den Äußerlichkeiten der Auftritte, des Sprachgebrauchs und der Kommunikationswege.

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        4. Wie könnte denn eine Alternative zum Kapitalismus aussehen? Der Sozialismus in den Oststaaten war auch sehr geprägt von der Partei und Unterdrückung. Wahrscheinlich ging es den Rentnern in der DDR besser als denen heute in Griechenland, aber das System ist trotzdem gescheitert.

          Zusätzlich stellt sich nich die Frage wie wir dahin kommen. Also 1918 die Soldaten die Revolution gestartet haben, hat sich die SPD auch nicht getraut mit den Mächtigen anzulegen. Und heute ist das Großkapital mächtiger als je zuvor.

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        5. Ich bin zu unbelesen und ungebildet, um darauf eine brauchbare Antwort geben zu können. Von Kritikern des Kommunismus las ich kürzlich, die Partei an der Spitze sei das Problem des Kommunismus gewesen. Müssen wir halt die Partei loswerden und einen Sozialismus ohne Partei an der Spitze installieren (was auch immer das bedeuten mag).
          Oder gibt es noch irgendwelche anderen ökonomischen Systeme, die eine genauere Betrachtung verdient hätten?

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        6. Die Piraten hatten ein ganz interessantes Konzept zur dazu. Jeder Teilnehmer kann selbst entscheiden, wie weit er seine eigenen Interessen wahrnehmen will, oder wie weit er von Anderen vertreten werden möchte. Insbesondere kann der Delegat jederzeit sein dem Delegierten übertragenes Stimmrecht zurückfordern, und muss hierzu nicht bis zu einer neuen Wahlperiode warten. Es ergibt sich somit ein ständig im Fluss befindliches Netzwerk von Delegationen.
          https://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy

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  1. Man kann sich ja Anti-Körper inji-zieren lassen, auch geistig – und den Beipackzettel mal wieder nicht lesen…
    Vielleicht sind ja ein paar Blogger Infuencer oder es sind kleine Krämer mit ihrem „eigenen Laden“.
    Mag sein, daß sie auch nur Erinnerer sind, also Rememberer oder
    Anstoßer, ganz gleich, wie anstößig sie sein mögen – wenn etwas „Knigge“ herrscht, können wir hier, in der Blog-Welt, selbst entscheiden, wieviel Stöße wir vertragen oder ob wir diese gar gebrauchen können, um z.B. aus unserer festgetretenen Umlaufbahn heraus zu kommen.

    Oder ist es einfach nur ein genialer Treffpunkt, die Vielfalt kennen zulernen –
    den Tellerrand zu minimieren und auch weiter zugehen.
    Ergo ein Treffpunkt um gemeinsam loszugehen, nicht mit beeinflußender Intention, sondern mit kreativer und entwickelnder Aussicht … auf – was immer wir mögen und darüber hinaus.

    Liebe Grüße und Dank für die wenigen und doch knackigen Worte,
    Raffa.

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    1. Das wär doch mal was: Ehe man die WordPress-Website „betreten” kann, wird obligatorisch eine Warnseite „… Nebenwirkungen: Horizonterweiterung, Vorurteilsdämpfung, Phantasieanregung etc.” eingeblendet. Doch da das für viele Blog-Beiträge (bzw. deren Verfasser) verunglimpfend wäre, dürfe die Warnung als Minimalkonsens höchstens heißen: »Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren«. Doch wird diese Warnung seit Dantes Zeiten nicht konsequent ignoriert? 😉

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      1. Diesen Eingangs-Passus findet man ja auch auf diversen Seiten – seitens des „Betreibers“, manchmal auch als wohlgemeinter Selbstschutz seiner, wie auch der Besucher.
        Wirkt vielleicht auch wie ein Nadelöhr – ja, habe jetzt auch an Dromedare gedacht!(;-)

        Never give up – Anfield Road : You never walk alone… Bei dem „Verein“ klappt das, sogar mit Gänsehaut für den Intim-Fußball-Feind.
        Neben-Bemerkung: Warum sponsorn soviele Scheichs den Football??

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        1. O Fußball!? Vermintes Gelände – tödlich, wenn man da ohne Plan rumstolpert, also für mich… 🙂

          Wenn ich Deine Frage aber nicht ausschließlich auf Football beziehe, sondern auf kostspieligen Unterhalt einer Mannschaft in einem prestigeträchtigen Metier, würde ich spontan auf Potenzprotzerei tippen.

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        2. Vielleicht. Fragt sich allerdings, ob so ein armes vereinsamtes Grippevirus Grippe kriegen kann? Verschnupft dürfte es über die mißlichen Umstände sein, aber gleich Grippe? 😉

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        1. … Traditionen zum Beispiel nehmen Einfluss auf zukünftige Generationen … die lebende Generation trägt etwas vom geistigen Bewusstsein der vorherigen … Beeinflussung, die Wirkung zeigt, berücksichtigt sicherlich, dass die Gegenwart von Zukunft und Vergangenheit eingerahmt ist.

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        2. Tja, wer wollte da wohl widersprechen? Außer vielleicht, daß die Gegenwart von Zukunftserwartungen zehrt und von jeweiligen Geschichtsauslegungen über die Vergangenheit. Und daß es freilich die Gegenwart als solche gar nicht gibt, sondern nur als abstraktes Konstrukt, in dem keine Menschen leben (können), das das Nichts bezeichnet, das zwischen Vergangenheit und Zukünftigen gedacht werden kann.

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