dreister Raub

Neulich hat mein Händi ein Software-Upgrade aus irgend­einem „geheimen” Winkel des elek­tro­nischen Paradieses gesogen und instal­liert. War vordem die Bedienung des Kommu­nikations­kist­chens annehmbar komfortabel, zeichnet sich die aktuelle Version durch einige Schwach­stellen aus.
Es läßt sich zwar einstellen, daß Standby „dunkler Bild­schirm” heißt (was nicht zuletzt den Energie­bedarf redu­zieren würde), aber diese Vorgabe wird schmählich ignoriert. Es läßt sich auch die sogenannte „adaptive Helligkeit” einstellen, nur wird auch sie nicht wirksam etc.

Und nun frage ich mich, ob auch der gewählte Para­meter „Standort nicht kommuni­zieren” bei den Einstel­lungen zwar angezeigt, ansonsten aber auf schänd­liche Weise ignoriert wird. Werde ich permanent ausspio­niert, abgehört, als unfrei­williger Lieferant von Informationen mißbraucht? Welche Inhalte, in welchem Umfang? Wenn Wissen Macht ist, wie nennt man dann den dreisten Raub von Wissen?

18 Kommentare zu „dreister Raub

  1. Ich bin mir relativ sicher dass man permanent ausspioniert wird. Ich war heute morgen auf einer Softwarehersteller Seite , bekomme von dort immer einen Newsletter die Seite heißt Abelssoft, hab mich dort geschaut aber nichts weiter geschrieben. Kurze Zeit später bekam ich eine Mail, ich hätte meine Bestellung noch nicht abgeschlossen. Das dazu.

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    1. Genau das macht mir Angst: Der Abgrund ist – metaphorisch gesprochen – dort hinten schon deutlich zu erkennen; und die Lemminge stürzen darauf zu und verbuchen es gar noch als Erfolg, die anderen in ihrem Unterfangen sogar noch zu überrunden.

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  2. So ist es und danke dass Du meinen Schreibfehler oben berichtigt hast. Und wenn ich in den Spamordner sehe bin ich auch davon überzeugt dass man ausspioniert wird. Die Nachrichten im Spam beziehen sich größtenteils auf Artikel die ich mir auf unterschiedlichen Webseiten angesehen habe. Ich hab sogar schon Telefonanrufe von irgendwelchen Firmen bekommen, mit denen ich nie was zu tun hatte.

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  3. Wir sind bereits „Gläserne Menschen“ – ob wir das wollen, oder nicht. Irgendwelche Apps, Tracker und Cookies spionieren immer – bei Apple-Produkten vielleicht noch am wenigsten, dank des geschlossenen Betriebssystems. Rede ich mir zumindest ein, „im Walde pfeifend“… 😉

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        1. Nun, in der Vielzahl der Möglichkeiten kann man sich auch wunderbar verstricken, während die Klarheit und Einfachheit des „anderen“ Weges…
          Ehm, wieder ein altes Thema!!
          Wahrheit und auch Liebe ist ergo einfach einfach – und die Klarheit der Power gibt dann doch mehr Möglichkeiten kreativ zu sein und vor allem konstruktiv…

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        2. Es ist in der Tat so, daß an manchen Themen der „schon gehabt”-Orden haftet. 😯
          Ob das möglicherweise daran liegt, daß diese Themen allgegenwärtig sind?
          Oder müssen wir leise weinend eingestehen, daß unsere Kreativität so langsam bis zur Bilge gelenzt ist? ☺

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        3. Ach was, Bartmaschinen?! Sooooo lang ist der Bart ja nun doch nicht. Und wenn doch, so wird – nix Maschine – jedes Barthaar einzeln ausgerissen (ein guter Haarspalter kennt keinen Schmerz). Auch noch Strom verbrauchen?! Nichts da! Die Energie darf allerhöchstens von einem Windrad stammen, das in liebevoller Bastelarbeit selbst geschnitzt wurde). Eine biegsame Welle kann da Wunder wirken. Andererseits würde es manchmals bereits ausreichen, das struppige Kinn einfach in den Wind zu halten…

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        4. Ach, ich könnte mir vorstellen, daß, wer bei Coffeeshops so wunderbar kreativ ist, auch bei CO2-neutralen Rasuren nicht von der Pfiffigkeit verlassen wird. Notfalls können wir ja einen Wettbewerb ins Leben rufen, wer die gründlichste Rasur direkt an den rasend rotierenden Rotorblättern der holländischen Windkraftmaschinen hinkriegt.

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  4. Ja, sobald man ein Gerät in Betrieb hat, mit dem man eine Internetverbindung herstellen *kann*, ist man unter Beobachtung, das zeigt selbst ein flüchtiger Blick in die einschlägigen IT-Sicherheitsportale. Wann und wobei diese Beobachtung stattfindet, in welchem Umfang meine Daten wohin übertragen werden usw., das alles kann ich als normaler IT-Anwender nicht mit vertretbarem Aufwand feststellen. Und mir selbst ein Minimum an Anonymität zu erhalten, wenn ich online unterwegs bin, ist ebenfalls so aufwendig und mit so vielen funktionalen Einschränkungen verbunden, dass die Mehrzahl der Internetbenutzer darauf verzichtet (oder erst gar nichts davon weiß).

    Leider denken erschreckend viele intelligente, gebildete Leute noch immer, dass sie nichts zu verbergen haben. Den Wert ihrer Privatsphäre werden sie erst zur Kenntnis nehmen, wenn sie keine mehr haben.

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    1. Den Satz mit den ‘intelligenten, gebildeten Leuten’ kann ich nur unterstreichen, gebe aber zu bedenken, daß es mit Intelligenz und Bildung in wenigstens einem entscheidenden Bereich vielleicht doch nicht allzu weit her ist… 😉

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