Stereotypen

Was in der Commedia dell’arte die stereo­typen Figuren sind (z. B. Arlecchino, Colom­bina oder Pantalone), sollte es auch für das gioco della bizzarra vita geben. Für mich könnte ich mir den zornigen alten Mann recht gut vorstellen, wobei das mit dem Zornigen nicht so recht klappen will. Wann und wie fand mein Rollen­wechsel vom verträumten Schwärmer hin zum melan­cholischen Ursachen­sucher statt?

5 Kommentare zu „Stereotypen

  1. Wann und wie?
    …als der Sockel aus geplatzten Träumen hoch genug war, um von dort aus über den Rand des ersten eigenen Tellers zu schauen und die Sockel auf den anderen Tellern zu erkennen – je nach individueller kognitiv-intellektueller Grundausstattung und umgebender Lebensschwere gelangt man zu dieser Erkenntnis zwischen dem Ende der Kindheit und dem Lebensende, oder auch nie. Letztere Leute möchte man aber gar nicht kennen.

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    1. Nun, mein Lebensende ist noch nicht erreicht. Glaube ich zumindest – beweisen kann ich es nicht. Also nehme ich mal an, meine Kindheit sei vorbei. Schade auch! Andererseits hat mir eine Kollegin – nein, es war eine Chefin! – mal gesagt, ich würde nie erwachsen werden. 😉 Also sollte ich meinen Status als postpubertär bezeichnen!?
      Hmm ja, könnte passen. ☺

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      1. Ich weiß nicht so recht – vielleicht kannst Du (sind wir eigentlich hier beim Du, oder beim Sie?) meinen Eindruck bestätigen oder falsifizieren – aber ich habe subjektiv den Eindruck, dass der Anteil dieser „Stehengebliebenen“ an der Gesamtbevölkerung gestiegen ist, oder? Wenn ich mich 10, 20 Jahre zurück erinnere, dann waren das damals nicht derartig viele… Oder meine Sinne waren damals noch nicht so geschärft, dass mir das Ausmaß des Ganzen entsprechend bewusst wurde (mein eigener „Sockel“ war vielleicht noch nicht hoch genug)?

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        1. Es würde mir zur Ehre gereichen, Sie Duzen zu dürfen. Und ich meine beileibe nicht das Mode-Du, das allerorten grassiert…

          Für für oder wider die Beobachtung des ‘gestiegenen Anteils an Stehengebliebenen’ habe ich – auch nur Beobachter, der ich bin – freilich keine Fakten zu bieten. Ich zitiere an solcher Stelle lediglich das Effizienzkonzept: »Natura non facit saltus«. Es wird derzeit (mehrheitlich in den „Hochkulturen” Mitteleuropas) nicht mehr honoriert, eher noch bestraft, seine Individualität vervollkommnen zu versuchen. Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Insofern nehme ich gern an, daß der „Trend” nicht wesentlich davon verfälscht ist, daß man die Welt vor ein paar Jahren freilich in einem anderen kognitiven Umfeld wahrnahm.

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