Gedankensplitter

Ostermontag. Der Blick schweift über das kleine Oster­arrange­ment: Ein flaches schalen­förmiges Körb­chen mit etwas (stili­siertem) Moos, darin zwei Eier und eine schlank aufra­gende Hasen­figur. Ganz ehrlich, das hat was Phallisches!

Knapp zweitausend Jahre früher: Marias Sohn könnte ja das Hand­werk seines Ernährers (wenn schon nicht Vaters) fort­führen und als Zimmer­mann (oder wie immer man τέκτων über­setzen mag) seine Bröt­chen verdienen. Aber nein, er wandert herum, verdirbt die CO2-Bilanz durch vieles und langes Reden und heischt Auf­merk­samkeit durch kleine „Kunst­stückchen”. Deren letztes scheint irgendwie in die Hosen gegangen zu sein. Nach der Bekun­dung, vom Glauben abge­fallen zu sein (siehe hier), zog er sich in eine Höhle zurück, um nach drei Tagen doch wieder aufzustehen.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist?! Ich werde ganz gerührt zur Feier des Tages die Oster­montags­früh­stücks­eier als Rührei zu mir nehmen.

12 Kommentare zu „Gedankensplitter

  1. Vergesse nie, der Heiland ist um alle Sünden von uns zu nehmen stellvertretend für uns Alle auf den Scheiterhaufen gestiegen! Seinem Opfer gedenken wir heute noch mit den Osterfeuern… Und mit dem Osterhasen, weil Pontius Pilatus noch das Haustier Jesu, Zwergkaninchen „Judas“, mit ins bereits brennende Osterfeuer geworfen hat… Amen.

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    1. Ach, richtig, da war ja was mit Sünden…
      Derjenige, der frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein. Aber auch Jesus warf diesen ersten Stein nicht. Also hat das heilige Dreigestirn erst einmal für die Entsündigung eines Drittels von sich, Jesus genannt, gesorgt? Und das Osterfeuer ist das (vorweggenommene) Purgatorium? Und weil man sich – einmal ist keinmal – nach dieser einen Kreuzigung nicht sicher sein konnte (zumal nach der Mordtat der corpus christi das corpus delicti plötzlich verschwand), wird seit Hunderten von Jahren immer wieder osterfeuerlich gezündelt?
      Jau, jetzt macht es Sinn! 😉

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  2. Dein Link führte mich mit meinen Scheuklappen zu diesen 10 Worten:

    „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“
    Meine Gedanken schweifen ab, zu den Irr-Lehren von Kirchenmänner und auch humanistischen Glanzleistungen.

    Was bleibt da, in dem Moment, in unserer Zeitepoche sich an den zu wenden, welcher uns irgendwie verlassen hat oder haben könnte.

    Der reale Blick auf die Jetzt-Zeit zeigt, wie zerstörerisch und hilflos zu gleich wir agieren…
    Ein Teufelskreis gar… und ich frage mich, ob der Typ dafür sorgt, daß wir von ihm abfallen – oder sorgt er nicht dafür, über Verführung und Verblendung, daß wir (ihm) verfallen sind.

    Wie ketzerisch mag dann das nun folgende Wortensemble klingen?:
    Phallische Osterassoziationen und ein paar bunte Eier…

    Tsetsetsetsetse

    Gruß,
    Raffa.

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    1. In der Tat ist das (nach breit akzeptierter Reihenfolge) erste Kreuzes-Wort auch schon das ketzerischste. Die Bibelexegeten werden nicht müde, die untrennbare Einheit von Vater-Sohn-hlg. Geist zu predigigen, ungetrennt selbst während der Kreuzigung. Warum macht INRI also die Hälfte seiner anderen Wesenheit auf diese Trivialität aufmerksam: »[…] sie wissen nicht, was sie tun«? Will er diesen schwachen Haufen, der weder wissen noch verstehen will, etwa in Schutz nehmen? Dann hätte er aber wirklich Sünde auf sich geladen, aber nicht unsere, sondern ein hübsches Päckchen eigener(!) Sünde…

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      1. Hmm,
        das INRI war doch schon hochmodern:
        Stammt es doch von einem gewissen PP, fehlt nur noch der Hashtag davor
        und hat die Wirkung eines neumodischen Wortes wie „Verschwörungstheoretiker“ —
        wieso kommt mir jetzt auch noch JFK in den Sinn…? Doch da ist die CSI Dallas zuständig.

        Betreff der Exegese: Es mag zu sehr in die Tiefe gehen – jedoch ist dieser Deal zwischen dem Chef und dem „Vatermörder“ zu berücksichtigen… -> eine Beweissicherung der anderen Art, von daher auch die Trennung und das „eigene Päckchen tragen“ – eben bis es vollbracht ist.

        … auch für die Sünder und Verführten.
        Den „schwachen Haufen“, dessen Geist desöfteren schwächelt, wie z.B. bei mir.
        Ergo, hilf mir auf die Sprünge betreff „hübsches Päckchen eigener(!) Sünde…

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        1. Jetzt hast Du mir also das Bällchen wieder in mein Spielfeld getrudelt?! Von wegen ‘Sprünge betreffs eigener(!) Sünde…’, aber das sind doch nach Athen eilende Eulen. Ist denn Väterchen Gott nicht ziemlich brachial? Sintflut, Feuerregen über Sodom und Gomorrha etc. pp. Und nun entpuppt sich sein mißratenes Jüngelchen – warum wohl mußte der Ate ein Neues Testament verfassen? – selbst als sündig (sonst hätte er höchstselbst den ersten Stein geworfen). Und so wurde eine weitere Sintflut verhindert – diese Sünde lastet auf den hängenden Schultern des am Kreuz Hängenden…

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        2. Wie weit bist du in der Materie,
          ergo im ordinären Erzähl-Strang
          betreff Sintflut oder und Sodom und Gomorrha?
          Gerne können wir die Kausal-Ketten vor dem diversen Formen von Regen auseinander nehmen.
          Da ist da so ein Muster, welches dann auch so dem „Söhnchen“ führt.
          Im Studium liefen Volleyball und Tisch-Tennis unter „Rückschlag-Spiele“…

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