Parteimodell obsolet

Das ist doch mal ’ne Zahl: 13,3%! Nein, nicht das Ergebnis einer nur noch dem Namen nach Volks­partei (siehe hier), auch nicht der Zuwachs bei den Grünen (siehe hier). Es handelt sich bei der eingangs genannten Zahl um den Anstieg der deutschen Wahl­betei­ligung gegen­über der Europa­wahl von 2014 (Quelle: Welt).
Man muß es neidlos anerkennen, da haben die Medien doch recht gut getrommelt, um politische Kräfte „zur Gewähr­leistung der Zukunft Deutsch­lands” aufzu­bieten. Schon seltsam, welche Asso­zia­tionen sich dabei aufdrängen. Ob es irgendwo seriöse Abschätzungen gibt, wie die Stimm­ver­teilung bei den Wählern aussieht, die in „letzter Sekunde” zur Rettung der Stimm­quote rekrutiert wurden?

7 Kommentare zu „Parteimodell obsolet

  1. Verzeih, Wortwahl und vermeintlich versteckte Tiefe…

    Doch das System braucht zur Legitimation eben diese Ochsen und vorallem Öchsinnen,
    welche dann den (blinkenden, glitzernden Show-) Karren unter dem Joch des Bürgerrecht und auch der -Pflicht noch weiter in den Dreck ziehen.

    Betreff der Wahlbeteiligung zwei kleine Überlegungen aus dem Reich des kleinen Alu-Hut-Trägers:
    a) Man hat noch ein paar alte Säcke gefunden (oder auch geborgen),
    in irgendwelchen Kellern und Fahrstuhlschächten von früheren Urnengängen, welche entspannt jetzt überführt wurden.
    b) Vor lauter Begeisterung wird in einigen Wahlkreisen, mal wieder, die Wahlbeteiligung auf 112% gestiegen sein,
    was auch nicht mehr wirklich auffällt, wenn man bedenkt, daß 20% der schulischen Bildung zumindest faktisch in den Orkus verabschiedet werden.

    Von daher alles gut,
    schöne neue Welt,

    der Mann mit der Schieber-Mütze…

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        1. Vielleicht verhindert das (vermeintlich) Matte am Spiegel, daß man von unsäglichem Blendwerk einen Augenschaden davonträgt, während man die Blender in ihrem Biotop sorgfätig betrachtet… 😉

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  2. Da hat die Vegan-Aktivisten-Mami wohl tatsächlich noch in letzter Sekunde den PlayStation-Stecker gezogen, um den Sprößling zum grünen Erstwählen zu schicken… 😉

    …der weitere Verlauf der Geschichte (auf Bundesebene über die nächsten drei bis fünf Legislaturperioden): GroKo, KleiKo, Grünkohl (erst schwarz-grün, dann grün-schwarz), schließlich:

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    1. Gruselig, aber das dürfte – leider mit schrecklich(!) hoher Eintrittswahrscheinlichkeit – eine recht wahrscheinliche Konsequenz des nicht zum logischen Ende gedachten (um nicht zu sagen: undurchdachten) Protestwählertums sein. Man entzieht dem einen die Gunst, um sie dem kleinsten der wählbaren Übel zu geben, das dadurch wegen seiner inhärenten Konzeptlosigkeit zu einem großen Übel aufblähen wird. Oder gar zum Größten?

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