Die Bedeutung von Nichts

Drei absolute Nicht-Ereignisse flimmerten inner­halb von nur wenigen Stunden über den Bild­schirm meines Notebooks, als da waren:

  • Nach der Eingabe (und dem „Versenden”) der TAN wurde eine Meldung angezeigt, die Buchung hätte wegen tech­nischer Probleme nicht ausge­führt werden können. Aber heute morgen ist die erfolgreiche(!?) Buchung aber doch attestiert worden.
  • Das Computersystem ist so konfi­guriert, daß über anstehende Software-Updates (Betriebs­system und Appli­kationen) informiert wird. Obwohl ich über keinerlei Updaterei in der Office-Familie informiert wurde, geschweige denn einer solchen zugestimmt habe, ist nunmehr nicht nur das Erschei­nungs­bild um mindestens drei Qualitäts­stufen abgesunken, nein, das indi­viduali­sierbare Menü­band ist mit Quatsch vom Feinsten gefüllt, der zwar munter ausge­blendet werden kann, nur werden diese Einstellungen offen­sichtlich nicht gespeichert.
  • Der Feuerfuchs richtet es mit seiner jüngsten Version (67.0) so ein, daß standard­mäßig der betroffene PC Rechner­kapazität für das Krypto­währungs­gedöns abgibt. Ungefragt, versteht sich. Das nennt sich im übrigen Erschleichung von [Dienst] Leistungen, was nach § 265a StGB strafbar ist. Wie heißt es so schön: Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter…

Jeder Punkt für sich ist unter­schwellig, kaum mehr als ein Nicht-Ereignis. Brisanz entsteht eine Ebene höher. Welcher Anteil aller auf dem PC („P” von personal/­persönlich) laufenden Prozesse dient meinen und welcher fremden Absichten (Spionage, Über­wachung, Manipulation etc.)?

9 Kommentare zu „Die Bedeutung von Nichts

  1. Sicher, dass das so ist mit dem Firefox? Ich habe die Funktion so verstanden, dass ich seit 67.0 eine Blockade gegen das Kapern des Rechners für Kryptoschürferei einschalten kann. Sie ist halt noch standardmäßig ausgeschaltet (was imho Quatsch ist), aber vorher gab es sie gar nicht, also wäre der Rechner „schon immer“ standardmäßig dafür freigeschaltet gewesen.

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    1. So recht sehe ich nicht, wo sich die beiden Aussagen unterscheiden. Es gibt Software, die ungefragt etwas tut oder stillschweigend zuläßt, ohne sich am „Wirts”-PC die Legitimation einzuholen…

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      1. Genau, aber das Problem ist die Software, die etwas tut – das ist nicht der Firefox. Stillschweigend zulassen tat und tut das jeder Browser, in dem beim Aufruf einer entsprechend präparierten Website bestimmte Skripte oder aktive Inhalte laufen (genau weiß ich das auch nicht, bin Laie). Da werden also schon immer vorhandene Lücken des Browsers von Dritten ausgenutzt. Und jetzt hat Firefox gemerkt, das ist ein potenzielles Problem, wir bauen einen Blocker gegen so was ein. Klar: Besser wäre, sie würden den Blocker per default einschalten. Aber einen vorhandenen Blocker (der immerhin beworben wird, man kann das mitbekommen) finde ich immerhin besser als gar keinen.

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        1. Ich sagte doch, daß wir gleicher Meinung sind. Mein Geschreibsel zielt nicht gegen Firefox, sondern dagegen – wie gesagt eine Ebene höher –, daß Software fremdbestimmte Absichten in die digitale Privatsphäre einbringt. Und da ist der Feuerfuchs auch nur ein „Wolf” unter Wölfen. Klar doch, mit dem letzten Release guckt jetzt gewissermaßen die Spitze eines Eisbergs aus dem Sumpf der gewöhnlichen Schlechtigkeiten (läßt sich ja auch ganz gut als Marketingistrument vermarkten und wird offensichtlich ja auch), aber wieviele „Geheimtüren” sind denn noch sperrangelweit geöffnet oder zumindest nur angelehnt (wo sie siebenfach verriegelt oder zugemauert sein müßten), ohne dem User Visitation zu ermöglichen und proaktives Eingreifen einzuräumen?

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  2. Im Apple-Universum ist man (immer noch) sicherer unterwegs – dort spionieren einem nicht ganz so Viele hinterher, wie bei Android und Windows. Außerdem gibt’s dort prinzipiell keine Viren…
    Da ich aber auch einen Rechner für zahlreiche Windows-Programme brauche, habe ich dort alles installiert, was nur geht: Add-Blocker, Ghostery, Kaspersky-Vollausstattung, diverse Firewalls und wenn’s ganz hart kommt noch einen Tor-Browser… 😁

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