Nachrichten-Bulimie

Ist es nicht seltsam: Bei Lebens­mitteln gibt es eine Kenn­zeichnungs­pflicht. Da hat der Kauf­inter­essent (♀♂) vor dem Verzehr die Möglichkeit, sich über Schäd­lichkeit oder Unbe­denk­lichkeit der Inhalte zu informieren. Ganz anders bei Nach­richten. Hier muß erst einmal alles gefressen werden, bis sich dann Unwohl­sein und/oder Erbrechen einstellen. Oder eben auch nicht einstellen.
Wie wär’s denn mal mit einer Kenn­zeichnungs­pflicht für Nach­richten? Mit deutlichen Hinweisen auf Information oder Mani­pulation, auf neutrale Fakten­vermittlung oder Verblödungs­absichten?

6 Kommentare zu „Nachrichten-Bulimie

  1. Blöd nur, dass manch ein Verfasser von sogenannten Nachrichten gar nicht weiß, was er für einen Müll verbreitet. In einer sich selbst überschätzenden Welt bedürfte es eines unabhängigen Kontrollgremiums, oder einfach: Zensur.

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    1. Irgendwie mußte ich mich zwingen, den Satz: „Blöd nur, dass manch ein Verfasser von sogenannten Nachrichten gar nicht weiß, was er für einen Müll verbreitet” nicht zu lesen als: Blöd nur, dass manch ein Lebensmittelproduzent gar nicht weiß, was er für einen Müll verbreitet. Na, da würde aber ein Orkan losbrechen…

      Und nein, Kontrolle ist a priori keine Zensur! Es ist keine Zensur, wenn in der KiTa nachgezählt wird (= Kontrolle), ob alle Kinder wieder vom spielplatz zurückgekommen sind. Es ist keine Zensur, wenn Lehrende/Ausbildende nach entsprechender Kontrolle(!) bewerten, ob eine geforderte Leistung erbracht werden kann. Es ist keine Zensur, wenn Regeln des Miteinanders aufgestellt, allgemein akzeptiert und deren Einhaltung kontrolliert(!) werden, denn ohne diese wäre das Miteinander schwer oder nicht möglich.

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    1. Hab ich auch nicht. Und werde es auch nicht haben, versprochen!
      Ein diagonaler Blick über die Seite, für deren Link ich mich bedanken möchte, induziert bei mir zwei Gedanken: Zum einen könnte das durchaus ein Weg zur Bewertung/Kennzeichnung sein (wie würde man das allerdings in Printmedien, Radion- oder TV-Nachrichten praktizieren), zum anderen erscheint das Plugin als einigermaßen konsequenzenfrei…

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    1. Schon, schon: „haben [wir] doch ausschließlich prämierte Journalisten”. Aber warte mal, bis sich die importierten Fachkräfte etablieren. ^_^

      Spricht denn der Rang neben deutschen Medienergüssen im schwedischen Glaubometer nicht für Simbabwe… oder war es der Kongo? 😉

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