nichts gelernt

Sind die Nachrichten zur Zeit nicht wieder voll von alp­traum­hafter Gruse­ligkeit? Sei es der orange-gesichtige Diktator oder auch Flinten-Uschis Beauty Contest, der sich durch deprimie­rendstes Fremd­schäm­potential auszeichnet etc. pp.
Doch auch Königin ◊Angela I. will offen­sicht­lich nicht hintan stehen. Warum erinnert gerade sie mich an Zeiten – Zeiten, in denen unser Pastoren­töchterchen ihre ersten tastenden Schritte auf dem poli­tischen Parkett wagte –, in denen die Tages­ordnung der Zusammen­künfte der poli­tischen Führungs­riege eines bewußten Landes zwangs­läufig mit folgenden drei Punkten begann:

  1. Hereintragen bzw.-fahren der Mitglieder des Politbüros
  2. Hochfahren der lebenserhaltenden Systeme aus dem Hibernations-Modus
  3. Absingen eines Kampfliedes, wahlweise „Wir sind die junge Garde” oder „Forever young”

Die gute alte Propa­gan­distin hat offenbar ihre Lektion ganz gut gelernt, wie man um keinen Preis der Welt Einsicht in Notwen­dig­keiten zeigen oder sogar zur Richt­linie des Handelns machen kann…

9 Kommentare zu „nichts gelernt

  1. Der Ton ist zu scharf, zu grob und nicht orginell genug. „Flinten-Uschi“ steht überall: https://www.deutschlandfunk.de/arno-orzessek-mit-flinten-uschi-auf-dem-minenfeld-des.2907.de.html?dram:article_id=453608
    Schließlich heißt der Blog „Neues aus Absurdistan“ und es geht darum, „die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt“. Die Figuren benehmen sich genau so, wie wir es von Absurdistanern und Absurdistanerinnen erwarten dürfen. Wir dürfen uns also nicht vor ihnen gruseln oder gar für sie schämen. Das wäre rassistisch. Sie müssen einfach so beschrieben werden, wie sie sind. Überbieten kann man ihre Absurdität sowieso nicht.

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    1. Ja, auch das ist ein Standpunkt. Aber würdigt er die Tatsache, daß das Absurde mehrheitlich eben nicht gesehen wird (werden will?) und es schon gar nicht tatkräftig bekämpft wird? Muß man, um bei der drögen Mehrheit wenigstens ein Quentchen Aufmerksamkeit zu wecken, nicht ab und zu mal ein bißchen zuspitzen?

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  2. P. S. Der Kommentar muss nicht freigeschaltet werden. Ich wollte das nur bemerken, weil mir aufgefallen ist, dass die Texte von Mal zu Mal schärfer werden und dadurch viel von dem Humor verlieren, der vonnöten ist, damit man Absurdistan ertragen kann.

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      1. PS: Man muß nämlich durchaus über ein wenig Humor verfügen, wenn man an manchen Kommentierungen erfühlt, wie wenig davon überhaupt verstanden wird. Beispielsweise stammt Forever Young aus dem Jahre 1984, hat also mit dem Kontext, in den ich ihn verfrachtet habe, fast nichts zu tun und ist dennoch – nämlich auf einer orwellschen Ebene – höchst politisch…

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        1. … ich hab ’ne Idee, welcher Artikel bzw. welche Kommentarkette gemeint sein könnte, habe mich aber entschieden nicht danach zu suchen. Und das mit Absicht! Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß die Potenz zur Diktatur immer und überall vorhanden ist. So wie Staub im Wohnzimmer; ein immerwährender Kampf. Man kann mit fortwährendem Einsatz das Überborden vermeiden, hat aber – wenn überhaupt – immer nur die Folgen im Griff, niemals die Ursache.

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  3. So ist das mit den Geschmäckern,
    so bat ich den lächelden, wie humorigen und honorigen Kellner um mehr Tabasco,
    auf das ich die versalzene Suppe nicht schmecken mag, die mir da aufgetischt wurde.

    p.s. zur Pastoren-Tochter, welche an der UNI Moskwitsch über MK Ultra genau für das programmiert wurde, was wir leider immer noch bestaunen dürfen (oder war es doch nur der alte Pawlow??? hmm).

    Ganz gleich und den Kalauer über die ursprünglichen Zitteraale von der Unterelbe, geschenkt…

    Alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Du meinst, man könne ein jedes Süppchen auslöffeln, das einem so eingebrockt wird, wenn man nur über die richtigen Würzen verfügt? Ist das nicht fad (wie man im österreichischen Sprachraum sagt).

      Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß die moskowitische UNI-Lektion, nämlich den Körper sprechen zu lassen, wenn man nichts zu sagen hat, den Ukas zum – Achtung, Wortspiel! – Einsatz unterelbischer Zitteraale bedeutet haben soll. 😉

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