die beste aller Welten

Seit rund einer Woche schiebe ich Depri. Diesmal ist’s so ein richtig knackiger Schub! Es ist müßig, nach einem Aus­löser zu suchen – als ob es eines solchen über­haupt bedürfte. Wie wäre es wohl möglich, diese Welt mit offenen Sinnen wahr­zunehmen, ohne umgehend in tiefe Depression zu verfallen? Wenn man es sich gestattet, über die Umwelt nachzu­denken (und nein, Umwelt ist weit mehr als die aktuelle Klima­gackerei), ist man schon verloren…
Pharmazeutische Sedatation ist keine ziel­führende Option (prächtig, wie die Bullshit-Worte perlen!), eine Lobotomie wohl auch nicht. Auch eine Selbst­zombi­fizierung auf kognitiver Ebene scheint mir allein schon wegen der zu erwar­tenden Neben­wirkungen nicht geeignet zu sein. Also gibt es keinen Ausweg aus diesem Irrsinn aus Lüge, Betrug, Inkom­petenz, Verleumdung, selbst­herrlicher Dummheit, selbst­gefälliger Albernheit…? Muß man daher, um dem all­gegen­wärtigen Irrsinn zu entgehen, ein Teil davon werden, also seinerseits lügen, betrügen, verleumden, inkompetent agieren etc., also irrsinnig werden?

26 Kommentare zu „die beste aller Welten

  1. Nö – würd ich sagen. Auf beide Fragen am Schluss.
    ich seh auch keine Ausweg, aber mitmachen und ein Teil davon werden, hätte doch nicht die Wirkung, dass man dem entgeht, oder? – Bestenfalls linderte das den Schmerz…
    Wir müssen nach anderen Gedanken suchen.

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        1. Nun ja, nicht alles, was der alte Einstein (vor allem in seinen späteren Jahren) so von sich gegeben hat, ist der Rede wert. Und in obigem Zitat wüßte ich allzu gern, wie er ‘Problem’ zu definieren gedachte. Beispielsweise läßt sich das Problem Waldbrand unter gewissen Umständen durch Feuer bändigen (siehe Gegenfeuer)… 😉

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  2. Ein an der Universität forschender Psychiater sagte mir mal, dass in der heutigen Zeit und angesichts der momentan vorherrschenden sozialen, kulturellen und politischen Strukturen jeder halbwegs intelligente und reflektierte Mensch in eine (mindestens leicht) depressive Grundstimmung gerät… 😉
    Gute Besserung!

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  3. Du hast dich gut erkannt: Lüge, Betrug, Inkom­petenz, Verleumdung, selbst­herrlicher Dummheit, selbst­gefälliger Albernheit…?

    Ich kenn noch mehr so Kranke, aber ich wünsch dir gute Besserung. Alles Bullshit, was du so von dir gibst, alles Theorien aus einem kranken Hirn erwachsen. Du brauchst dringend kompetente Hilfe .. LG Sven 😉

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  4. Hmm,
    wiederum feine Buchstabenwahl zu rBeschreibung des Elends …
    Welches am Anfang oder am Ende steht?

    Hmm, wieso sehen wir keinen Ausweg (a)?
    oder dürfen wir keinen Ausweg sehen (b)?
    oder können wir mittlerweile keinen Ausweg sehen (c)?

    Wo jetzt dem vermeintlich logischem Hirn die Frage zufällt (;-),
    warum können wir nicht mehr sehen
    oder ist da wer, wer zu dem noch Sonnenbrillen verkauft, bei „Bedarf“ verschenkt“?

    So denke ich bei den paar Bildern … – an Rocky:
    „Adrian, schneid mir die Augen auf“!!!

    doch gibt es noch die harten Jungs, die „Stuka- und Kamikaze-Piloten???

    — „Muß man daher, um dem all­gegen­wärtigen Irrsinn zu entgehen, ein Teil davon werden, also seinerseits lügen, betrügen, verleumden, inkompetent agieren etc., also irrsinnig werden?“–

    Ist der kurzfristige Schmerz (oder gar die flotte Lust-Gewinn) einfacher zu ertragen …-
    als der Cut (s.o.), wohl wissend, daß es anfänglich auch wieder einen auf die Fresse geben könnte??

    Bleibt vielleicht die provakante Frage und „Gegenüberstellung“:
    Ring frei oder abgezäunte Wohlfühl-Zone

    Warten auf den 100sten Affen
    und doch alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Ab den Zeilen mit „Rocky” halte ich mich raus; von den x Filmen habe ich – denke, denke, denke – nicht einen gesehen. Hat wohl was mit „Sehschlitzen” in einem vor Prügel verquollenen Gesicht zu tun? Und darf metaphorisch verstanden werden als schmerzvoller Weg, um etwas sehen zu können? Spekulation – ich halt mich da raus…

      Allerdings scheint mir in der Liste der 3 genannten Grundannahmen der Punkt (d) zu fehlen: Manche können sehr wohl begründete/begründbare Auswege erkennen und sogar als Lebensmaxime verinnerlichen. Nur sind sie dann – nächste Frage – besser an die bestehenden Verhältnisse angepaßt und sogar noch schlechter als vorher??

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      1. Den Rocky, samt dem Bild, welches ich hier einschob, hast du wunderbar „erkannt“!

        Na und Punkt d:
        Der Weg ist für die, welche da vorpreschen (müssen) mag da wohl möglich eng und steinig sein … – doch je mehr sich aus der bestehenden Pyramide entfernen …

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        1. … der massige Teil der Pyramide Bevölkerung hat doch gar keinen Grund, irgend eine „Niveau”-Veränderung anzustreben. Dafür ist es doch viel zu kuschelig in der Schicht, in der man gerade steckt. Das aktuelle Sytem gehört grundsätzlich infrage gestellt (siehe Klima-Sackgasse, Umwelt-Sackgasse, Armuts-Sackgasse, Pflegenotstands-Sackgasse…). Aber für eine solche Änderung ist der deutsche Michel noch lange nicht unter dem erforderlichen Leidensdruck, deshalb wird sich auf „ewige” Zeiten hin für eine grundsätzliche Umgestaltung der Gesellschaftsstrukturen keine Basis finden lassen… :-/

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        2. Wird nicht gerade, zielgerichtet und konsequent an der Wohlfühl-Oase BRD gesägt? – materiell und geistig.
          Ich bin bei dir, daß der Trägheits-Moment dieses Volkes vergleichbar ist mit dem eines Öltnkers und irgendwie scheint da noch Luft nach oben zu sein, für die Schraubzwingen, welche das seit ein paar Monden angezogen werden …
          Schauen wir jedoch über den teutonischen tellerrand, dann …
          könnte es Hilfe geben, welche die „Ewigkeit“ dann doch verkürzt…

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        3. Ich hoffe, daß ich deine Augen und Ohren ansatzweise sensibilisiert habe, als alter Saeger – kannst es ja mal im erweiterten Focus behalten.

          Bin überrascht und erstaunt, wie du jetzt hier Jesus ins Spiel bringst. Hast du weitere aufklärende Worte, so ich doch gestehen darf, daß ich dortens nicht „mitkomme“.

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        4. Ob die Sensibilisierung ausreichend war, wird doch erst im nachhinein festgelegt und daran bemessen, ob im Rauschen – durch welchen Zufall auch immer – gerade das eine Detail wahrgenommen wurde, das nachträglich als das wesentliche deklariert ist. Letztlich eine ziemlich verschwurbelte Variante des Huhn-Ei-Dilemmas… 🙂

          Und was den Jesus in der „Geschichte” angeht, braucht es nicht sonderlich viel Erklärung: Er soll der Legende nach die Wüstanei 40 Tage lang ausgehalten haben. Er war ein Sterblicher. Warum soll das, was ein Sterblicher geschafft hat, nicht von anderen Sterblichen auch geschafft und sogar überboten werden? 🤔

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        5. Huhn-Ei-Dilemma? – ist doch nur eine Gedankenverführung oder eben -Beschränkung.
          Stell die Frage mal ´nem 4-jährigen vom Lande, der wird uns auslachen, weil er noch über „natürliche Intelligenz“ verfügt oder mehr.

          Der verweist als erstes auf den Hahn und kontert die „Ja, abers“ mit, die anderen Eier sind nicht befruchtet und landen in der Pfanne … (;-).
          Und ja, grundsätzlich zeigt die Nachbetrachtung, ob eine Sensibilisierung, wie auch der Gang der Welt …

          Danke für die Aufklärung zu Punkt 2, man könnte sich glatt ein Vorbild nehmen …

          Liebe Grüße,
          Raffa.

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        6. … ist schon verblüffend, daß 4-jährige vom Lande so viel von Vögeln verstehen. 😀

          … und bloß kein Vorbild! Nicht umsonst heißt es ja in so mancher Religion: Du sollst dir kein (Vor-)Bild machen; die wissen schon warum. Oder anders: die Religion mit dem Fisch als (Geheim-)Zeichen erlaubt Bilder und mündete geradewegs in unserer heutigen bildgeilen Welt. Wobei man nicht vergessen sollte, daß ein Bild das schiere Gegenteil von innerer(!) Einkehr ist. 🤫

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        7. Na, die Kids vom Lande sind da doch noch Spätentwickler, was die Bilder angeht, welche mich gerade auf´s Glatteis geführt haben (;-).

          Na und die Organisation, welche da auf diverse Fischzüge geht/gegangen ist, ist ja, wenn man sich erlaubt hinzuschauen, das schiere Gegenteil eines Vorbildes … natürlich in Abhängigkeit des Blickwinkels.

          Steht doch eigentlich offenbarend in den alten Worten, daß wer der „Welt“ Freund ist … nur den „Hohlen“ Abziehbildern folgt
          und eben fern der „inneren Einkehr“, fern des Lebens, der Liebe, der Agape.
          Doch das ist dann schon eher ein Dilemma,
          wenn man sich so ver.bilden läßt
          und nicht in sich schaut, welche GAben, Tugenden und Potentiale denn da so schlummern …

          Lieben Dank für deine Worte, den Schwenk und den „Ausflug“,
          Raffa.

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        8. … so ein kleiner Schwenk *Schrägstrich* „Ausflug” macht doch erst dann richtig Spaß, wenn dieser Abstecher nicht allein erfolgt, sondern in Gesellschaft eines „Mitreisenden”, der den Schwenk *Schrägstrich* „Ausflug” auch mitmacht. 😉
          Und dafür danke ich Dir. 😔

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        9. Was für Vögel auch auf dem „Schrägstrich“ sich so zu tummeln und tiefe Freude entwickeln aus Buchstaben. Man könnte es von außen als billige Freude titulieren, doch gerade so etwas ist halt „unbezahlbar“ und keine Plastik-„Card“ der Welt hat eben dies im Angebot und Leistungsumfang (;-)

          Liebe Grüße und Dank retour …

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        10. Das Schrägste an den „schrägen Vögeln” dürfte sein, daß sie sich ihrer Schrägheit bewußt sind. Und gerade das macht sie vielleicht ein wenig interessanter als die anderen Vögel, die ihre Schrägheit gar nicht wahrhaben oder durch pingelige Akkuratesse unter Geradheits-Zwang verstecken wollen. *grübel*

          Naja, jedenfalls schräge Grüße von hier aus Schräghausen 🙂

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