DSL-Lethargie

Die Qualität meiner elektro­nischen Anbindung an die Welt ist – wie sag ich’s diplomatisch? – unter­irdisch mies. Online braucht man mit niemandem beim Dienst­anbieter zu verhandeln: deren Remote-Messungen an der DSL-Verbindung „beweisen” allesamt 100 % und mehr Qualität. Aber! Da ist ja noch die sogenannte „letzte Meile”, die in der Hoheit desjenigen Konzerns liegt, der sich die Magenta-Farbe hat schützen lassen…
Heute habe ich mir die Zeit genommen, mit meinem Online-Dienst­anbieter von Angesicht zu Angesicht darüber zu verhandeln, ob es wirklich keine Alter­native gibt zu einer DSL-Anbindung, die spielend von jedem einbeinigen Nach­richten­läufer mit Asthma überholt wird. Die Berater­krampe griff prompt nach einem Katalog und offerierte ein Angebot, das unterm Strich nur das Doppelte dessen kosten würde, was ich derzeit berappe. Meine Frage nach der Garantie für eine mindestens vierfach höhere Qualität blieb selt­samer­weise unbeantwortet.
Also freue ich mich auf die rasant voran­schreitende Digi­tali­sierung, von der ich bereits jetzt, im miesesten Quintil herum­dümpelnd, technisch de facto abgehängt bin…

2 Kommentare zu „DSL-Lethargie

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