Meinung

»Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben«, soll Otto von Bismarck dereinst einmal gesagt haben. Klingt irgendwie gut, nicht wahr? Fast so gut wie: »Eine eigene Meinung muß man sich erst einmal leisten können«.
Allerdings scheint mir, daß die Zeiten für der­artige Zungen­schläge längst passé sind. Hat denn heut­zutage nicht jeder eine Meinung? Die meisten sogar gleich mehrere davon – übrigens im selben Moment und zum selben Objekt.

24 Kommentare zu „Meinung

      1. Da muss ich widersprechen, da so eine gstandene Sau sehr wohl auf eine konstruktive Meinungsäußerung bedacht ist. Allein dem geneigten Zuhörer fehlt es meist an der ensprechenden Hörkompetenz – Anwesende natürlich ausgenommen! Allerdings gebe ich zu, dass es fallweise zu unverständlichen Grunzorgien kommt, die tatsächlich wenig strukturiert erscheinen, so wie ich das auch in diversen Lokalen oder bei Volksfesten oft erlebe. Natürlich meine ich damit nicht die Schweine, das wäre in dem Fall ja eine glatte Beleidigung …

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        1. Also dem Widerspruch muß ich widersprechen! 😉
          Nicht um Recht zu behalten, sondern weil wir einer Meinung sind. Freilich ist ‘so eine gstandene Sau sehr wohl auf eine konstruktive Meinungsäußerung bedacht’ oder zumindestens auf eine klare und unmißverständliche Ansage. Nur ist nach dem zweiten oder dritten Viertel in so einem Heurigen oder Beisl die Zunge nicht immer noch die Verbündete des Verstandes…

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        2. Vielleicht sollte man die Zunge in Ketten legen, um zu vermeiden, dass der Weisheit letzter Schluss in derartigen Situationen auf der Strecke bleibt… *grübel, grübel,grübel* Ich hatte immer den Verstand im Verdacht und nun wird mir klar, dass der Kern des Problems die schlabbernde Zuge zu sein scheint. Tja, die Sau ist jedenfalls aus dem Schneider! Dass der Homo sapiens in diversen Situationen ins Schweinische tendiert, muss man wohl oder übel der Zunge zur Last legen. Böse Zunge!

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        3. Nun, naja, vielleicht hat der alte Charles sich geirrt, und es waren gar keine Primaten, sondern das Borstenvieh, von dem wir abstammen?! Die Genetiker wissen schon lange, daß wir mit den Schwartenträgern unter genetischen Gesichtspunkten sehr, sehr ähnlich sind (und moralisch meistens sogar unterlegen). 😁

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  1. So ist wohl eine eigene Meinung Luxus, so sie denn nicht beliebig sein mag,
    muß ich zumindest Zeit und Hirnschmalz investieren.

    Wie du so schön schreibst, scheinen die Investoren eher rar zu sein,
    doch der Luxus der Quantität, auch oder gerade ….
    Nun, du hast es ja treffend beschrieben – von daher der, meiner Worte sind schon zu viele,
    außer das ich mit aufrichtigem Dank
    mich vom Acker mache.

    Auf ein Neues,
    Raffa.

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    1. Aber nein, so bleibe doch! Mein Naturell leidet in plappernden Gesellschaften – leidet psychisch und sogar physisch. Die Gesellschaft von Leuten, die nicht nur eine Meinung haben, sondern diese sogar streitbar vertreten können, zieht mich hingegen magisch an. 🤗

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        1. Na, so ein scharfer Durchzug im Hinterstübchen …
          weht was rein, was wie ein Samenkorn sein kann
          und „auf der Anderen Seite“ kann was raus fliegen –
          doch was schreib ich jetzt hier, wenn ich dir wahrlich beim Wort nehmen würden … (;-)

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