gemeingefährlich

Manche behaupten, diese seltsame Figur, die sich derzeit als Imperator aufspielt (wobei Macht­fülle und Intel­lekt nicht zwangs­läufig Hand in Hand zu gehen brauchen), würde mit seinem Aktio­nismus im Iran (also Mord und anschließendes Gekläffe der idio­tischsten Art) nur von seinem Impeachment-Verfahren ablenken wollen.
Das mag sogar stimmen, aber liefert er mit seinen Drohungen, die jeden Bezug zur Realität verloren zu haben scheinen, nicht gerade ein Argument, das unter keinen Umständen ignoriert werden darf, nämlich für die abso­lute Notwen­digkeit einer Amtsenthebung?

43 Kommentare zu „gemeingefährlich

    1. Das mit den „schnelleren Schützen” mag ich nicht so recht glauben. Ja, ich stimme zu: sie „warten auf ihre Chance”. Doch sollte man sich immer mal wieder bewußt machen, daß es beide Seiten sind, die belfern. So eine Art von verbaler Revierverteidigung. Vermutlich – nein, ziemlich sicher – ist man in Nahost klug genug, eine Konfrontation zu vermeiden, die direkt auf beispielsweise Teheran verweist. Steht denn nicht zu befürchten, daß ein Geistesathlet, der haltlose Behauptungen qua Twitter-Nachricht zu felsenfesten Fakten macht, das eingebildete Husten einer eingebildeten Fliege zum Anlaß nehmen könnte, mal kurz auf den „roten Knopf” (den mit A-Bomben am Ende der Leitung) zu drücken? Und um wieviel höher ist die Wahrscheinlichkeit bei einem tatsächlichen Angriff?

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      1. Wer innenpolitisch schwächelt, lässt es außenpolitisch gern krachen, diese Methode funktioniert schon seit „ewigen“ Zeiten erstaunlich gut, obwohl ein Restrisiko besteht, da der Eine oder Andere ins Grübeln kommt. Spielt aber keine allzu große Rolle, wenn die Grübler in der Minderheit bleiben oder von den Medien nicht die notwendige Unterstützung bekommen. Nun, was den Twitterkünstler jenseits des großen Wassers betrifft, der gerade „High Noon“ im Nahen Osten neu aufzulegen versucht, so gehe ich davon aus, dass er nicht ganz allein auf diese superschlaue Idee gekommen ist. Hatten wir nicht vor ewigen Zeiten einen Friedensnobelpreisträger, die seine Insekten sehr häufig und erfolgreich zum Einsatz brachte, aber die Öffentlichkeit eher außen vor ließ. Warum er bloß auf diesen „Ruhm“ verzichtete? Nun, eine derartige Scham ist Django natürlich völlig fremd: Wenn er sich etwas leistet, dann soll es auch alle Welt wissen! Bis jetzt hat der „flotte Daumen“ Erfolg gebracht, ob dieses Führungsinstrument bei der Bewältigung derart kniffliger Situationen als erste Wahl angesehen werden kann, wird sich weisen – der hurtige Tippsler könnte von seinem Intellekt unbemerkt ganz nebenbei ein Knöpferl drücken, das so gar nicht geplant gewesen wäre. Ich stimme Dir vollinhaltlich zu! Kann es sein, dass es schon viel mehr Ballerinteressenten gibt als uns lieb ist, die ihm Mut machen und denen so ein „kleiner“ Showdown INO gefallen würde? Ja, ich mache mir Sorgen und ich kann mich nur wundern, was da gerade abgeht! Ich gehe davon aus, dass es nicht um den EINEN geht, nein, ich vermute, dass sich hinter ihm ein größers Grüppchen eingefunden hat, deren Hände über den Schießeisen schweben … Hoffen wir auf die mäßigenden Kräfte in beiden Lagern, hoffen wir auf die, denen die Regelung den Angelegenheiten der betroffen Menschen zum Wohle aller ein Anliegen ist – den Rüstungssektor schließe ich unfairerweise vorab bei der Entscheidungsfindung aus!

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        1. O ja, gut zusammengefaßt. Chapeau!

          Eines würde ich gerne noch anfügen wollen: Vor ein paar Jahren gab es einen A.H., der – so der geniale Plan derjenigen, die sich seinerzeit als die wahren(!) Machthaber wähnten – als Marionette auf dem politischen Parkett herumhampeln und dabei die eigentliche politische Drecksarbeit erledigen sollte. Alles an der kurzen Leine, versteht sich (ging aber trotzdem schief, wie die Geschichte lehrt).
          Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, das auch heute wieder eine Marionette bestimmte Arbeiten erledigen soll, nur twittert sie diesmal…

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        2. Kann mich leider nicht an den Kommentar der Ansicht klammern, so technisch. Von daher hier meine Grätsche …

          Kann es sein, daß die wahren Strippern-Zieher dieses Experiment nicht stoppen wollten oder gar mußten. Erkenntnisse hatten sie ja genug gewonnen. Mussolini und adi waren ergo überflüssig – für weitere Spielchen stand zur Not noch Onkel Franco im europäischen Kleiderschrank … (;-)
          Die miltärischen Nummer hatten sie ja mit dem kleinen Napoleon ja schon vor gespielt und jetzt nochmals vertieft. Noch mal zu dem alten Hut und der Jetzt-Lage:
          Also, bisher haben wir zweimal Geschichte: 2x Kurz-Imperium in Europa und die Mächte, welche nicht bezwungen wurden hießen/heißen: Rußland und Groß-Britanien …!
          Was machen eigentlich gerade Boris, der Johnson und der gute Vladi???

          Und wie paßt das jetzt zu dem Twitter-Vogel und Polit-Darsteller jenseits des Teiches???
          Wem wird er seine „bröckelnde Macht“ angedeihen lassen und die Welt samt Boris, Vladimir, Mutti und dem Macrönchen dazu „mit-nehmen“ ….?
          Es gibt da schon eine Blaupause und ein feines Deckmäntelchen (siehe erstes Spiel von 1789-1815)
          und auch einen „Gegenentwurf“ – doch das wäre jetzt echt peinlich, darauf einzugehen…

          Ergo bin ich voll bei dir, das „Twitter-Vögelchen“ im Auge zu behalten, denn das, was er umsetzen darf (was schon abzusehen ist, in den Startlöchern steht) trauen wir seiner Rolle und seinem Auftreten nicht wahrlich/wirklich zu – doch er ist der perfekte Lockvogel – achte mal drauf, was jenseits des Teiches an den Staat gebracht wird:
          Vereinigung von Staat und Kirche
          – dann muß nur noch die „Wirtschaft“ offiziell eingebunden werden – vielleicht ein Job für ´nen Demokraten in 5 Jahren.
          Nun, nehmen wir diese drei Komponenten und schauen uns noch aml die alte und wahre Definition von Faschismus (oder auch Inter-Nationalsozialismus“) an …
          Hatte ich diese nette, wie identische Archtektur schon erwähnt, die Namensgleichheit bei den politischen „Kammern“ und auch die Fascia, welche lustigerweise bei so vielen Fahnen und Symbolen der „Amis“ am Start ist???

          Genug gebrummelt, der Narr schweigt, hat jedoch Hoffnung, das irgendwer mal nachguckt und meine nicht wirklich steilen Thesen widersprechen kann/mag.

          Ich muß auch nicht Recht haben, denn „History“ will teach us“ – auch Morgen …

          Alles Liebe,
          Raffa.

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        3. Hm, naja, die Geschichte ist eben doch keine verläßliche Lehrmeisterin: von den jeweiligen Siegern auf „hübsch” getrimmt, von den übrigen nach ihrem Gutdünken gebraucht (wenngleich in Wahrheit meistens mißbraucht)…

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        4. Da kann sonst wer rumhübschen, zumindest mir gleich …
          wenn man den „roten Faden“ noch immer, und das eigentlich sehr deutlich erkennen kann –
          wenn man sich die Mühe macht, die Nebelkerzen Nebelkerzen sein zu lassen und dann freimütig hinter die Vorhänge schaut …

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        5. Andererseits: Selbst wenn man den roten Faden sehr deutlich erkennen kann und es zudem noch wagt, hinter die Kulissen zu schauen, und dort dann sogar Wesentliches zu erkennen vermag, aber trotzdem keine Überzeugungskraft bei der Mehrheit der Mitmenschen zu entwickeln vermag, war alles Geschaute vielleicht doch nur Spökenkiekerei, einschließlich des roten Fadens?

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        6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung läßt sich jedoch nicht einfach außer Kraft setzen. Auch wenn ich in die eine oder andere Ecke nicht schauen mag … bleiben die Ecken und Kanten, welche mir dann zum Verhängnis werden …

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        7. Beides sind lediglich Annahmen! Sowohl, daß Ecken und Kanten einfach nur da sind, als auch sowas wie ein universelles Ursache-Wirkung-Prinzip. Beides sind lediglich Annahmen, die die Weltsicht irgendwie bequemer und überschaulicher machen, nur sind sie bis heute nicht bewiesen. Es gibt Unmengen von Indizien, die dafürsprechen, aber das ist – formal logisch – kein Beweis…

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        1. Na gut, ich nehme mal einfach an an, daß es bei der Mehrheit der Politikerdarsteller(♀♂) Kompromißbereitschaft tatsächlich gäbe: Ist das Einknicken vor der gegenüberstehenden Macht, die sich nicht auch nur einen µ-Meter auf die unterlegene Partei zuzubewegen gedenkt, tatsächlich Kompromiß? Wird denn dieser Begriff nicht inflationär und zur Selbsteinlullung gebraucht?

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        2. Wow! Ein höchst spannender Gedanke! Wenn man den ein wenig weiterspinnt (nicht abwertend gemeint, mir fällt nur gerade kein besseres Wort ein), kommt plötzlich die Frage aufs Tapet, ob sich die Zeiten und damit Denkweisen nicht wirklich geändert haben.
          Die Altvorderen Denker wollten alles wissen und im Zusammenhang sehen (neudeutsch: holistische Weltsicht). Die modernen Menschen vom Typ Macher wollen Projekte abschließen und Etappenziele erreichen. Gesamtheitliches Wissen und Verstehen ist nicht wesentlich und sowieso nur unter höchstem Aufwand up to date zu halten, viel zu aufwendig/umständlich. Ad hoc die Schlüsselinformation einholen – am Knackpunkt einsetzen – siegen. Fertig! Nächstes Problem…

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        3. Mir kommt es jedenfalls so vor. Denn ‚weitsichtig‘ und ‚verantwortungsoll‘ ist davon ja nur das wenigste. Aber ich denke, man muss echt einen unterschied zwischen „altvorderen Denkern“ und heutigen „Politikern“ machen, das sind zwei verschiedene ‚Klassen‘, die nix miteinander zu tun haben (oder, sage ich mal so, sehr selten Überschneidungen haben).

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    1. Huch, eine hübsche Bildergeschichte hast Du da aufgemalt!
      Aber guck doch mal auf unsere „Politiker”! Ach was, was rede ich, Du hast bestimmt schon längst und genau geschaut. Niemand wagt es, niemand von den deutschen Polit-Amöben (das sind diese Tierchen mit stahlhartem Rückgrat) wagt es, die roten Linien überhaupt nur zu benennen, die da überschritten sind, von korrigierenden Maßnahmen ganz zu schweigen…

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  1. Na, wenn das nur viral gehen würde, mit den Amtsenthebungen, vornehmlich durch das Volk. Gut, wir hätten eine Menge zu tun. Doch warum wird das bloß nicht zu gelassen?
    Und warum stehen auf diesen internationalen „Wahl-Speisekarten“ nur immer so unappetitliche Typen,
    samt Parteien,
    welche selbst, so sie es denn im Namen tragen, keine Alternativen sind.
    Kommt doch alles aus der System-Gastronomie …
    und doch rennen wir hin und wundern uns, daß wir nach der Wahl des „Big-Mäc-Menüs“ wiedermals nur abgespeist werden …
    bei dem einen kannst du wahlweise Coca-Cola dazu buchen, beim anderen eben Pepsi — und wir denken, wir hätten die Wahl und auch noch die Freiheit.

    Guten Hunger und alles Liebe,
    Raffa.

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      1. Na, dann mal ran an den Teufel …
        und eben nicht an seine billigen Gesellen und Gesellinnen – bei denen bringt es eh nichts, kommt doch billiger „Nachschub“ und wir brabbeln auf der Stelle stehend über ähnliches, was uns nur beschäftigt hält und aufhhält.

        Next Level wäre doch nicht verkehrt, oder?

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        1. Sind wir Forrest? Sind wir Bluna? Sind wir mehr als wir von uns selbst glauben, sind wir weniger? Wissen wir, was wir wert sind? Oder glauben wir nur, es zu wissen?
          Fragen über Fragen! Doch wer hat die Wünschelrute, die uns den Weg zur Erkenntnis weist? Ups, no ’ne Frage. 🙂

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        2. Na, wenn wir jetzt noch an die Wünschelrute glauben oder gar der Flasche, hmm oder doch der Sandale folgen … –
          dann muß man sich fragen, wozu wir eigentlich Erkenntnis gebrauchen könnten.
          Ein paar feiern sich ja schon ab, wenn sie sich für Pepsi oder Coca-Cola entscheiden können oder für „Esel“ oder „Elephanten“, „rot oder schwarz“ oder andere Gebilde aus einer „Fabrik“, welche andauernd „These“ samt „Anti-These“ bastelt und sich kaputt lacht, weil keiner nach dem „Fabrikanten“ fragt … – …. welcher uns dann ganz entspannt noch die Synthese, jedoch alternativlos, serviert!
          Doch was weiß ich schon, mit meinem krummen Fernrohr hier, auf meinem kleinen Idioten-Hügel …, obwohl, ein paar Gedanken, bis hin zu einer „Theorie“ – darauf lade ich immer wieder und gerne ein. Wer weiß, was als Echo kommt und mich bereichern mag und freundlicherweise meinen Horizont erweitert.
          Habt lieben Dank für Nachsicht und vor allem für euren Langmut,
          Raffa.

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        3. Ist denn die Frage, „wozu wir eigentlich Erkenntnis gebrauchen könnten”, nicht schon längst beantwortet? Ist denn das Erkennenkönnen letztlich kaum mehr als eine biologische Varianz wie etwa auch die (genetisch bedingte oder auch nur gekaufte) Haarfarbe, unwesentlich und allerhöchstens, abhängig von diversen Modewellen, mal mehr oder weniger attraktiv oder als No-go verschrien?

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        4. Wenn Erkenntnis nur Makulatur ist, oder eine Haar-Coloration, ist es vielleicht gar keine Erkenntnis, sondern bestenfalls ein Etiketten-Schwindel. Das spannende, wie herausfordernde ist es ja, bei dem gewollten Überangebot an Etiketten samt Schwindel …
          doch es scheint eine menschliche Wesensart zu sein, sich mit dem erstbesten, dem lautesten, dem grellsten schnell zufrieden zu geben, wohl einer anderen Unart geschuldet: Ungeduld, kommt dann noch „Gemütlichkeit“ hinzu?
          So müssen dann einige Schmiede die Suppe auslöffeln, welche, wenn sie lauwarm oder kalt ist, dann doch nicht schmecken mag.

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        5. Erkenntnis als Makulatur?! Hm, der Vergleich ist gar nicht übel. Handelt es sich doch um einen Füllstoff, der Unebenes verdecken soll. Beispielsweise, damit die Tapete schön glatt an der Wand zu hängen kommt…

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        6. … ist ja auch schon oft genug passiert. Und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder passieren. Nur wird die dann fällige Revision (heutzutage wohl) nicht mehr publik gemacht, schließlich ficht man in so abstrakten Höhen, daß das reale Leben schon längst nicht mehr davon berührt ist. Also: kleine akademische Fußnote und weiter – wie bisher! – mit akademischen Spiegelfechtereien, die Unmengen Geldes kosten, während direkt vor der Haustür Obdachlose verhungern, entschieden zuwenig Geld für Bildung, Kranken- und Alterpflege gegeben wird, nützliche und (lebens-)notwendige Verbesserungen für die Umwelt gar nicht erst forciert werden und weit, weit hinter die Interessen von Industrie und Lobbyisten gestellt werden… 🤮

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        7. Nun, das steht ja eben genau nicht auf der Agenda derer, welche da die Fäden ziehen. Stattdessen werden dann, wie sichtbar?, die Nebelkerzen orchestriert und „Medien-Macht“ gezündet, samt den ganzen promoteten Spiegel-Fechterei-„Turniere“,
          welche uns so wundersam beschäftigt halten und uns eben vom „Wesen.lichen“ abhalten …

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        8. Das Frustrierende mag sein,
          daß wir immer noch so gerne darauf reinfallen, wir uns wieder leimen lassen oder zumindest ablenken lassen … obwohl wir Struktur und System dahinter eigentlich erkennen sollten – zu mal die damit verbundenen Daumenschrauben weiter angezogen werden …
          Es darf ja gerne angesprochen werden, so wir unsere Schlüsse daraus ziehen und dann mal „anders“ reagieren.
          Möchte ja keinem irgendeinen Spaß verderben, wo kämen wir denn da noch hin, Mensch!

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        9. Spannende Frage, wo wir – so allgmeien gesehen – da noch hin kommen.
          Die Antwort dürfte recht prosaisch sein: wir kommen in die Zukunft. Ob diese dann aber rosig oder doch eher düster sein wird, ist dann schon die nächste Frage…

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