Unworthysterie

Zwei Nachrichten, deren zeit­liche Koinzidenz etwas Delikates besitzt: Zum einen ist „Klima­hysterie” zum Unwort des Jahres 2019 erkoren (siehe u. a. hier), zum anderen melden Wissen­schaftler, daß die Weltmeere sich erwärmen würden (siehe u. a. hier).
Gibt es gerade zum letzt­genannten Punkt, der Meeres­erwärmung, seriöse Analysen darüber, was ursächlich ist für die aktuell beob­acht­baren Wetter­änderungen in globalem Maßstab? Sind es die Temperatur­änderungen der Atmosphäre oder die der Ozeane, die zu Verän­derungen der globalen Meeres­strömungen führen? Wie steht es um die beteiligten Energie­mengen?
Wer würde es denn heut­zutage noch wagen, ein Phänomen sachlich zu analysieren, wenn der rasende Mob mit blut­unter­laufenen Augen und triefenden Lefzen genau ein Ergebnis verkündet haben möchte? Klima­hysterie, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

6 Kommentare zu „Unworthysterie

  1. zwei Punkte aus dem von Dir verlinkten Weltartikel:
    „Die Meerestemperatur bis in zwei Kilometer Tiefe habe im vergangenen Jahr um etwa 0,075 Grad über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010 gelegen, heißt es in dem Papier, das führend von Cheng Lijing vom Institut für atmosphärische Physik (IAP) an Chinas Akademie der Wissenschaften (CAS) geschrieben wurde.“
    …. 0,075 Grad Könnte man schon von Hysterie sprechen… aber es geht weiter:
    „Die enorme Menge an Energie in Form von Wärme, die der Mensch über den Klimawandel in den vergangenen 25 Jahren in die Ozeane gesteckt habe, entspreche 3,6 Milliarden Atombombenexplosionen vom Ausmaß wie im japanischen Hiroshima.“
    Das ist dann mal ne Hausnummer….

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    1. Danke für die Anmerkung. 🙂

      … und wie es scheint, sind auch chinesische Wissenschaftler nicht davor gefeit, mit absurden Vergleichen zu polemisieren. Warum wird die Energiemenge mit Atombomben (= negativ konnotiert) verglichen. Es dürfte kaum jemand über eine Vorstellung verfügen, wieviel das nun wirklich ist. Da hätte man vielleicht besser die Energiemenge eines durchschnittlichen Darmwindes als Vergleichsgröße verwenden sollen.

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  2. Mit 1 Joule kann man auf der Erde einen 100 g schweren Apfel auf die Höhe von etwa 1 m anheben. Was vermag der klassische Darmwind (DW) zu leisten? Mit dem DW eines ca. 80 kg schweren Homo erectus kann man ein Raumvolumen von 45 Kubikmeter einerseits um einen mir nicht bekannten Wert erwärmen, aber ganz nebenbei kann dabei die Luftqualität in einem Ausmaß gesenkt werden, dass klares Denken an seine Grenzen gerät. Nun, wenn bei der Arbeit diverser Wissenschaftler in nicht optimal durchlüfteten Räumen – insbesonder das Oberstübchen – während der Arbeit der DW – Faktor, den möglicherweise noch nicht festgelegten Grenzwert übersteigt, dann, ja dann, wird das allgemeine Zahlengewirr möglicherweise ein wenig fehlinterpretiert und es kommt beim Fazit zu DW-Überlagerung. Fazit: Shit happens, das heißt aber noch lange nicht, dass ich das Zeug deshalb „liebe“ … Diese DW-Überlagerungstheorie könnte auch aktuelle und vergangene politische Entscheidungen gut erklären – möglicherweise …

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    1. Gute Frage: „Was vermag der klassische Darmwind (DW) zu leisten?”. Hm, naja, ich könnte mir vorstellen, daß ein DW etwa 20 Personen (à 75kg) mindestens um 1 Stockwerk (sagen wir 3 m) noch oben treibt, wenn die richtige DW-Würze (oder sollte ich hier lieber von biologischem Mikroklima schreiben?) vorliegt und die Außentüren versperrt sind (oder wegen tränender Augen nicht mehr gefunden werden). Das wären dann 45kJ. Gar nicht so übel, nicht wahr? Und nun laß mal aus dem Wind erst einmal einen Orkan werden!? 😉

      Was die politische Entscheidungen und die DW-Überlagerungstheorie angeht, hatte ich vermutet, daß die ehrbare Beschäftigung als Flatulenzkünstler als etwas anrüchig aus Varietè & Co verbannt worden sei, aber nein, solche Personen treten noch auf und lassen mächtig „Dampf” ab, nur jetzt halt in politischen Entscheidungsgremien, oder so… 🙂

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  3. … oh und wie passend kommt die Nachricht von diesem „Hot-Spot“ im Pazifik.

    Zynisten würden schreiben, daß das nur ein Marketing-Hoax ist, welche den Firmen „Whirlpool“ etc. einen neuen Markt erschließen möge!
    Na, dann müssen wir ja voll Angst haben, das Atmen interruptieren, wie natürlch auch den Koitus, um die Welt zu retten.
    Wenn jeetzt Taiwan-Chinesen vom „Ioc“ (oder so), das Ding im Pazifik untersuchen, reicht jedoch hier nicht der „Space“ für die Zahl, welche erforderlich ist, die Energiemenge zu benennen, auf der nach oben offenen Pups-Skala.

    Anders herum frage ich mich, wo wir nur die ganze Energie hernehmen, um …
    Ach lassen wir das, sonst stehen diese Vögel mit den seltsamen, ich tituliere sie jetzt nicht, Symbolen von E…Rebellion hier oder bei dir vor der Tür stehen und uns mit ihrer überbordenden Liebe geglücken.
    Von daher interptiert der kleine Narr und noch kleinere Lyriker jetzt hier.

    Auf gutes Gelingen, achte auf den Wind of Change,
    auch in der eigenen Buchse, denn – wie heißt es so schön?:
    Wenn ein Furz was wiegt … dann ist es Schei….!

    Raffa.

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    1. … eine (gewissermaßen) schwerwiegende Lyrik, die einen faszinierenden Realitätssinn beweist. Prima!

      Im übrigen frage ich mich mit steilen Sorgenfalten auf der Stirne, wann eine Atemsteuer – als Kopfpauschale, versteht sich! – erhoben wird.

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