unvorbereitet

Eines vorweg: Ja, es ist billig und über­flüssig gleicher­maßen, auf der heime­ligen Couch hockend, Altkluges von sich zu geben (vulgo: Klug­scheißerei zu betreiben). Und doch muß man dem Kata­strophen­schutz, wie er in der Bunten Republik prakti­ziert wird, jämmer­liches Versagen atte­stieren, zumindest am jüngsten Beispiel, das den charmanten Namen COVID‑19 trägt.
Es ist vollkommen ausge­schlossen, auf alles vorbe­reitet zu sein. Klar doch! Aber bedeutet das „vor” im Verb vorbe­reiten nicht, daß Maßnahmen abge­sprochen und abruf­bereit sein müssen, bevor eine außer­gewöhn­liche Situation eintritt? Wird nicht wert­volle Zeit vergeudet, wenn jetzt erst Prozeß­ketten und Maß­nahmen­kataloge disku­tiert werden, wo es auf schnelles und konse­quentes Agieren ankommt?
Zugegeben, es kostet Geld, Vorbe­reitungen für Situationen zu treffen, die möglicher­weise nie eintreten werden. Aber ist es nicht um ein Viel­faches teurer, lange Zeit hilflos der Eska­lation einer Situation zusehen und deren Folgen ertragen zu müssen, die mit Elementar­maßnahmen des Katastrophen- oder auch Zivil­schutzes durchaus und vor allem recht schnell Zügel angelegt bekommen könnte?

17 Kommentare zu „unvorbereitet

  1. Sind „Die“ überhaupt auf irgendwas vorbereitet? Wie war das mit unserem Gesundheitsminister? Notfallambulanzen? Brauchen wir nicht, zu teuer und werden geschlossen … 😉 … Tja … Das könnte man jetzt ewig so weitermachen, aber wozu? Perlen vor die Säue. Hinterher werden sich alle über den Klee loben und dazu beglückwünschen, wie toll sie alles gemeistert haben … 🤦🏼‍♀️

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        1. Habe ich schon erwähnt, daß ich die Hoffnung und beispielsweise den Haustürschlüssel als enge Verwandte sehe? Beide können leicht verloren werden. Ist es nicht der Optimismus, den man nicht verlieren darf? Im Gegensatz dazu scheint mir Hoffnung lähmend…

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        2. Nun, die Hoffnung generiert Zuversicht und Vertrauen darauf, das es besser wird und nicht alles so trostlos ist, wie es momentan erscheint. Optimismus ist die Kunst, das Beste aus der Situation zu machen und sei sie noch so bescheiden.
          Ich denke, das ist viel subjektives Empfinden, ob Hoffnung als lähmend oder fördernd betrachtet wird und es hängt sicher auch an der Situation.

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        3. … ich habe ja selbst im Kommentar den Begriff Hoffnung verwendet. 😉
          Es gibt sicherlich mehr als nur stilistische Unterschiede, aber in den meisten Fällen dürfte die strikte Unterscheidung – wie sagt eine meiner Kolleginnen gern? – Rüsche am Nachthemd sein. 🙂

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