Prä-COVID

Seit wann ist die Gültig­keit des darwin­schen „Survival of the fittest” aufge­hoben? Und damit ist keines­falls gemeint, daß sich in Zeiten des Auftretens neuer Viren­exem­plare, die gerne mal als pande­mische Zeiten verklärt werden, das zitierte Ange­paßt­sein nicht mehr nur auf biolo­gische, vege­tative Belange, sondern auch auf die Verfüg­barkeit von Medizin­technik bezieht (wenn schon nicht heilend, so doch wenig­stens symptom­redu­zierend).
Denn es geht weniger um das Über­leben der am besten (an konkrete Situa­tionen) Ange­paßten als viel­mehr um das Ableben  bzw. schwin­dende Möglich­keiten für umfang­reiche Nach­kommen­schaft der nicht so gut Ange­paßten. Das Ganze aber nicht in absoluten „top oder flop” Aussagen, sondern als Über­lebens­wahr­schein­lich­keiten von Popu­lationen in konkreten Situa­tionen: Hohe Wahr­schein­lich­keit für den Fort­bestand der einen und (extrem) verringerte Wahr­schein­lich­keit für die anderen. Denn wie wäre wohl eine konkrete Situation eindeutig und trenn­scharf zu defi­nieren und zudem noch das jeweilige Ange­paßt­sein zu quanti­fizieren, um „the fittest” zu küren?

14 Kommentare zu „Prä-COVID

    1. Ach, nicht der Rede wert! Es gab ein Leben vor COVID-19, es wird – für die überwiegende Mehrheit der Menschen – ein Leben danach geben. Warum also über das Jetzt schwadronieren, das paradoxerweise so vollkommen von Nebeln (des Erkennenkönnens) verhüllt ist?

      Gefällt 1 Person

  1. Dieses Prinzip von Darwin weist ja etliche Denkfehler auf, man könnte fast meinen, der Knabe hat nur mit Symptomen gearbeitet, jedoch nicht mit Kausal-Ketten.
    Was bleibt den logischerweise „übrig“, wenn nur die fitten überleben, nach Aber-Millionen-Jahren?

    Hmm, und warum fällt mir jetzt wieder das Gesellschafts!-Spiel „Monopoly“ ein??
    … wo ja auch nur, beim Ende des Spiels, einer „überlebt“.

    Tja, weiters, kommt mir dan prompt der Begriff „Mono-Kultur“ und deren tolle Überlebenschancen – doch da machen wir ja ein neues, extrem weites Faß auf …

    Alles Liebe,
    Raffa.

    Gefällt 1 Person

    1. Hmm, ja. Ist doch irgendwie paradox: Obwohl es bei den „D”-Konzept an allen möglichen Ecken hapert, wird es in akademischen Kreisen noch immer als universelles Ordnungsschema eingesetzt!? Oder ist es vielleicht gar nicht paradox, sondern nur bezeichnend für das Wissensideal, mit dem sich die „wissende” Spezies zufrieden gibt? 🤔

      Gefällt 1 Person

      1. Nun, es gibt ja nach andere „D-Konzepte“ mit denen eine gewisse Spezies sehr erfolgreich ist – und diese Spezies weiß leider auch, wie man,
        — wie so oft und ja ich wiederhole mich —
        mit ´nem Appel und ´nem Ei, dem Räppelchen und erst recht mit ´ner Tüte Prestige so „ein paar Leute“ abholen und auf die Pay-Role setzen kann…
        Raffa.

        Gefällt 1 Person

        1. Daher jetzt der weitere, heftige Schwenk zu „digitalem „Geld““?
          und, ja, der von dir aufgeführte Satz ist nur eine Erinnerung und Einladung, endlich mal wieder in „Kausal-Ketten“ zu denken und auch so zu agieren.

          Gefällt 1 Person

        2. Das Verblüffende ist, daß viele der zwischenmenschlichen „Meme”, die jetzt, der Ausnahmesituation geschuldet, praktiziert werden müssen oder zumindest gebilligt werden (bargeldlose Zahlung, Home-Office, Personen-Tracking per Handy etc.),in „Friedenszeiten” vollkommen ausgeschlossen gewesen wären!

          Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.