Promille

Wie sollen Menschen die für ihre Spezies existenz­sichernde Nach­haltig­keit im Umgang mit den Res­sourcen der Erde verwirk­lichen, wenn gefühlt kaum mehr als 1 ‰ von ihnen zu nach­haltigem Denken über­haupt imstande ist?

10 Kommentare zu „Promille

  1. Gar nicht. Wie in der Vergangenheit bereits 1000-fach gehabt & erlebt. Es wird diese Moderne genauso treffen.
    Und zwar schneller als die „Experten“ erwarten!

    Systemdenken ist nichts, womit sich Menschen beschäftigen wollen. Es dauert zu lange. Heute muss alles immer schneller erledigt werden. Das kostet. Der Massenabsturz ist längst vorprogrammiert. Fatal Lineardenk-Error.
    Das genetische Material des Homo … gibt leider nicht mehr her. Die Systemintelligenz dieser Spezies hat sich seit Jahrtausenden nicht wirklich nach oben entwickelt, sondern die Lernkurve wird bewusst ganz flach gehalten.

    Die Menschen sind in der Mehrzahl immer Konservative geblieben, nur, wie kann etwas konserviert werden, wenn es von innen her fault?

    Ignorance is a very bad idea on the long run. But it’s my run, you know?

    Experten sind analytische Systemdenkidioten. Deswegen kann es von solchen Experten auch keine sinnvollen Antworten gegen. Es gibt viel zu wenige echte Systemdenkerinnen.

    Denn echte Systemdenkerinnen würden schnell die Frage stellen, ob denn die bestehenden Organisationsformen des Menschen ausreichen würden, um die persistente Nachhaltigkeitskrise angehen zu können.

    Die Gesetze der Logik sind doch ganz einfach: Wenn ein Problem nicht intrinsisch gelöst werden kann, dann muss es extrinsisch gelöst werden. Das hat der Sozialdemokratismus bis heute nicht kapiert. Es kann kein Leben im Falschen geben.

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    1. Danke für die Denkanstöße aus dem Kommentar. Da fällt mir ein, daß ich – apropos ‘bestehende Organisationsformen’ – noch ein paar „Hausaufgaben” zu erledigen habe (vgl. hier). 😏

      Im übrigen fürchte ich, im Kommentar könnte eine Formulierung denn doch etwas harsch ausgefallen sein: »Es kann kein Leben im Falschen geben.« Ist denn unsere derzeitige Umwelt nicht ein starkes Indiz dafür, daß es sehr wohl möglich sein kann? 🤔

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    1. Das bringt mich in ein gedankliches Dilemma: Ausgangsthese ist, daß die Natur nichts verschwendet (auch keine Energie). Allerdings hat sie einerseits diese Spezies mit biologisch-physiologischen Anlagen zu phänomenaler Denkleistung ausgestattet, um andererseits anthropologisch-soziale Strukturen zu favorisieren, in denen genau dieses Denkvermögen nicht erforderlich, meistenteils störend oder lästig und im schlimmsten Fall sogar allgemeingefährlich ist. 🤔

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      1. Bei der Domestizierung von Wildtieren degenerieren diese bzw. deren Fähigkeiten im Zuge der fortschreitenden Haustierwerdung – ob man das auf den Menschen übertragen kann, bzw. sollte? Ohne natürliche Auslese… Hm. Ganz dünnes Eis, wenn man an diesem Punkt weiterdenkt. 😉

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        1. Der Gedanke gefällt mir. Ja, er führt auf dünnes Eis. Umso mehr, als gutmenschelnde Aluhutträger mit Sicherheit politische Inkorrektheit wittern werden. Aber es dürfte sich lohnen, diesen Gedanken voranzutreiben. Vielleicht in diese Richtung: Was passiert mit domestizierten Tieren, die, aus welchen Gründen auch immer, ausgewildert werden? Und nun der Mensch als Tier! Nachdem er auf dem besten Wege ist, seine „Domestifizierungs”-Umgebung nachhaltig zu zerstören, bereitet er den Weg zur eigenen Auswilderung. Und da wird’s schwierig mit dem Abducken vor der natürlichen Auslese (vielleicht sollte ich mir bald nochmal Waterworld reinziehen?)… 🤔

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  2. Ich würde sagen, wir als Menschen haben uns selbst „domestiziert“. Dieser Prozess sehe ich aber nicht als Einbahnstraße. Sodern wellenförmig oder phasenweise. Unabhängig natürlicher Einflüsse.
    Wenn die Umgebung dann aber für uns global lebensunfreundlicher wird? Ich bin gespannt, was passiert. Guter Punkt!
    Oder eigentlich bin ich nicht gespannt, sondern hoffe, dass es nicht zu meinen Lebzeiten passiert. :/

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    1. Hmm, guter Punkt, das mit ‘wellenförmig oder phasenweise’. Zumindest habe ich bisher noch nichts erlebt oder gehört oder gelesen von etwas, das sich ununterbrochen immer in dieselbe Richtung bewegen würde (deshalb lehne ich im übrigen die Urknall-Idee konsequent ab, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Allerdings scheint es mir, als müssen man bei der Selbstdomestizierung des Menschen sehr sorgfältig schauen. Genaugenommen ändert sich die Spezies – Achtung! – domestizierter Mensch permanent durch seine … Existenz. Damit ändert sich aber auch permanent der Maßstab. Und, mit diesem Maßstab gemessen, ändert sich der domestizierter Mensch praktisch kaum – Schwingung fällt aus. Dieser Sonderfall würde erst durchbrochen, wenn sich an der Domestikation etwas ändert, sie also z.B. umweltbedingt wegfällt. Und da – da sind wir uns ja einig – wird’s dann richtig spannend… 🤨

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      1. Ach so, okay. Absolut richtig. Ich glaube, ich war eben etwas engmaschiger unterwegs:
        Wenn ich das ausführen darf? Unter dem Grad der Domestizierung sah ich auch das Miteinander als relevant an. Zum Beispiel nach dem Umgang: „Recht des Stärkeren“ oder dem Einhalten aufgestellte Regeln an die sich auch der Stärkere hält,- obwohl er stärker ist. Bürgerkriege, Eroberungskriege, Entstehung von Terrorregime wurden zumeist nicht umweltbedingt ausgelöst (okay, manchmal natürlich schon). Das waren dann Phasen oder Wellen, in denen der Mensch wieder etwas… wilder handelte.

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        1. Ok, ich ahne wo’s hingeht und stimme zu. Klar doch: Das animalisch-atavistische Erbe (Stammeshierarchien, Räuber-Beute-Mechanismen etc.) darf man bei aller Domestifikation nicht außer acht lassen.

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