entzaubert

Zuschauer zu sein, wenn ein „Magier” seine Kunst­stücke vorführt, ist … hm, naja, lang­weilig. Als „aufge­klärter” Mensch weiß man schließlich, daß es Zauberei nicht gibt; der Zauber entsteht durch Finger­fertigkeit, Schnel­ligkeit und vor allem Ablenkung…

Zuschauer zu sein, wenn ein „Politiker” seine Kunst­stücke vorführt, ist … beinahe genauso lang­weilig. Nur hat im Gegen­satz zum Magier ein Politiker (♀♂) (also eine Mari­onette der Obrig­keits­kaste) weit weniger Gele­genheit, seine (haupt­sächlich) Zungen­fertigkeit zu perfek­tionieren bis die Bühnen­show überzeugend und vor allem mitreißend (im wahrsten Wort­sinn) wird. Hier wie dort kann man den Trick am besten genießen, wenn man weiß, wie er funktioniert – ein Geheimnis, was weder der eine noch der andere preis­geben möchte.
Doch manchmal gewähren die Politiker­darsteller kurze Einblicke in ihren Zauber­kasten. Derzeit beweist das Maas-Männchen, daß an der Politik nichts zauberhaft ist. Seine (medial vorge­tragene) Täuschung besteht darin, für zwei Sach­verhalte eine innige Zusammen­gehörigkeit zu deklarieren, die in Wirklichkeit beide autark und unabhängig vonein­ander sind. Zum einen geht es um die Demos im Zusam­menhang mit Einschrän­kungen im Corona-Umfeld und zum anderen um Terri­toriums­gewinn von Menschen, die mit Schlag­worten wie ‘radikal’ und ‘rechts’ etiket­tiert sind. Es gibt zwischen diesen beiden Sachver­halten kaum Berüh­rungs­punkte, außer daß jeweils Menschen beteiligt sind, die den Status quo nicht blind und hörig hinnehmen möchten. Indem die Verteu­felung des einen auf das andere projiziert wird, gibt es nunmehr für die Obrig­keits­kaste keinen Grund mehr, dem Anliegen der Corona-Locke­rungen Aufmerk­samkeit zu widmen. Angenehmer Neben­effekt: Gruppen zu spalten, die ein Anliegen haben, schwächt deren Position (divide et impera)…

8 Kommentare zu „entzaubert

  1. Kunststücke sind nie langweilig, dieser Zauber von Ablenkung, Fingerfertigkeit und Tempo bleibt faszinierend! Obwohl, der Zauber funktioniert ja nur, da unsere Wahrnehmung ein bissal schwächelt und der Verstand, den du bei deinem Beitrag ansprichst, häufig überschätzt wird, da er sich recht einfach manipulieren lässt. Die Faszination bleibt trotz alledem bestehen, wenn die Kerzen am Christbaum ihr warmes Licht entfalten und des Menschleins Äuglein leuchten … *** Erstaunlich ist nur, dass es umso besser funktioniert, desto mehr Zuschauer vorhanden sind! Was das über unseren hochgelobten Verstand aussagt, das versuche ich gerade zu ergründen …

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    1. Ach, vergiß die Christbaumkerzen und ihr anheimelndes Licht. Wenn erst der Baum brennt, dann ist Stimmung! 😀

      Apropos Mengeneffekt beim Zuschauen oder kritische Masse oder Schwarmintellenz (oder wie das heißt). Ist schon irgendwie bedenkenswert, daß es Schwärme nur bei Tieren(!) gibt. Zudem noch bei solchen, die weniger durch Kreativität glänzen als eher durch „plakatives Rollenspiel”. Also mich macht es stutzig, wenn mir ein Guru weismachen will, daß Schwarmintelligenz gut für Gruppen von Menschen(!) sei… 🤔

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  2. Ich habe es grundsätzlich nicht so mit den Mengen, da mich die wuselnden Menschen um mich herum sehr beengen! Gurus mag ich, wenn sie weit weg sind, hinter den Bergen, ab besten am Himalaya oder bei den sieben Zwergen. Was die Schwärme betrifft und ihre Intelligenz, wenn ich die Wahl habe, dann wähle ich den Lenz! Was für mich gut ist, weiß selbst meist am besten, drum halte ich mich fern von Menschenhaufen und Manifesten …

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