[blondyonly] Sprachfaschisten

Beinahe hatte ich die Hoffnung schon aufge­geben, jemanden z. B. bei WordPress zu finden, der die Verge­waltigung, die unserer Mutter­sprache angetan wird, nicht still­schweigend hinnimmt. 😁

Seelenhygiene

Es ist wohl schon immer so gewesen, aber von Zeit zu Zeit merkt man es halt besonders. Dieser stechende, brennende und brutale Schmerz im Kopf, wenn so wie heute wieder jemand bei Heise  fordert, daß man beim Umgang mit Computersystemen nicht mehr White List und Black List oder Master und Slave nutzen solle. Schließlich wären das ja rassischtisch motivierte Begriffe. Man weiß garnicht wohin man zuerst kotzen soll. Als könnte eine Farbe rassistisch sein. Als gäbe es nicht immernoch auch schwarze Sklavenhalter (Stichwort: Boko Haram). Als hätte Sklaverei etwas mit Rassismus zu tun. Echten Arschlöchern ist doch die Hautfarbe egal!

Diese Sprachfaschisten haben keine Ahnung von Sprache. Nicht von der Entstehung und auch sonst nicht. Trotzdem, oder besser deswegen, wollen sie die Sprache verbiegen, verstümmeln und zerstören. Ich lese keine Texte mit Binnen-i oder *in oder solchem Scheiß. Nicht aus Prinzip, sondern weil ich es nicht kann. Die gendergerechten Texte…

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12 Kommentare zu „[blondyonly] Sprachfaschisten

  1. Ja, überwiegend kann man dem Text zustimmen, allerdings missfällt mir die Nutzung des Wortes „Eskimo“ doch arg. Hier würde ich die Bezeichnung Inuit bevorzugen, wer lässt sich schon gern als Rohfleischesser titulieren! Das geht in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr, wie auch schon die NGO Circumpolar Council befunden hat. Wir sagen ja auch Othello- Torte anstatt Mohrenkuchen!

    Ich würde es dem Autor auch selber mitteilen, bin allerdings dafür zu feige, und bitte hiermit an Weiterleitung meines Einwandes.

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    1. Nun, ich habe den Text nicht wegen das Wortes ‘Eskimo’ verlinkt, sondern weil ich dessen Kernaussage erwähnenswert finde…

      Ansonsten finde ich die Sprachvergewaltigung (oder ist’s gar Muttersprachmord?!), indem Begriffe aufgrund pharisäerhafter politischer Korrektheitsattitüden der Zensur zum Opfer fallen, höchst beängstigend und zugleich auch wegen der an ihr erkennbaren Verschrobenheit einigermaßen belustigend.
      Nehmen wir das Wort ‘Neger’! Komplett tabuisiert! Dabei leitet es sich direkt vom Adjektiv ‘schwarz’ ab, das auf Spanisch ‘negro’ heißt. Die Farbschattierungen ‘braun, dunkelbraun, schwarzbraun’ heißen auf Spanisch ‘moreno’ (ja, das Wort ‘Mohr’ ist erkennbar). Und ganz ehrlich: Was ist das für ein Hirnkrampf, die Mohrentorte jetzt Othello-Torte zu nennen?! Othello ist ein Mohr bei Shakespeare.

      Was das Weiterleiten Deines Einwands an blondyonly angeht, möchte ich einen Korb vergeben und stattdessen vorschlagen, den Einwand selbst anzubringen. Nur Mut, was soll schon schiefgehen?

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      1. Ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, warum interimsloesung Skrupel hatte, ganz einfach selbst zu fragen. Allerdings kenne ich aber auch das Umfeld nicht. Wer weiß denn schon, welche negativen Erlebnisse – mit wem auch immer – im Wege stehen. Das Ganze ist gewiß nicht nicht als Angriff zu werten.
        Ist auch in Blogistan nicht jedermanns Sache, relativ anonymen Menschen eine abweichende Meinung nahezubringen, nicht wahr. Ich würde im konkreten Fall zu Geduld raten. 🙂

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        1. … ist in der Tat ein bißchen verwirrend, wie WP so manche Kommentare sortiert; da hab ich schon öfter mal den Faden verloren.🤭
          Aber hier war ja einigermaßen klar, wo was hingehört, nicht wahr, Watson? 🔍🕵

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