Schutzgeld

Hach, welch ein ange­nehmer Tages­beginn. Die Luft ist lau, der Himmel blau, die Sonne lächelt im Azur und – apropos Lächeln – über den Mann mit dem über­fahrenen Hamster als Frisur ist zu lesen: »US‑Prä­sident Trump will nach eigenen Angaben die Zahl der in Deutsch­land statio­nierten US‑Sol­daten auf 25.000 senken« (Quelle: ntv).
Wahrscheinlich denkt (um gnädi­ger­weise mal dieses Verb zu verwenden) der Goldfasan, Deutsch­land würde sich erst in die Hosen machen, weil es von gar schröööck­lichen Invasoren bedroht ist, und dann auf die Socken machen, um das letzte Taschen­geld zusam­menzu­kratzen, um sich damit Gebor­genheit zu erkaufen beim zwar kör­per­lich, nicht aber unbe­dingt geistig stärksten Schul­hof­rüpel. Und wahr­schein­lich hat er – kurzer Blick auf die Besetzung von Regie­rungs­thron und Chef­sessel im Kriegs­mini­sterium – damit sogar recht. Schade, Reisende soll man nicht aufhalten…

27 Kommentare zu „Schutzgeld

        1. Das verstehe, wer will! Und es ist ja nicht nur das Ertragen, so wie man einen eingetretenen Kiesel erträgt, um ihn bei nächstbester Gelegenheit schleunigst mit einem Gefühl der Erlöstheit wieder abzustoßen, es scheint gar eine Gier nach mehr vorzuliegen (so langsam stellt sich die eine oder andere Ampel auf Grün für die nächste Legislatur).

          Meine Arbeitshypothese ist, daß es Zusammenhänge gibt, mit deren Kenntnis alles logisch und folgerichtig wird, die sich aber einem Normalsterblichen nicht erschließen. Zumindest gebe ich die Hoffnung und vor allem die Anstrengungen nicht auf, diese „innere Mechanik” zu entschlüsseln. 🙂

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        1. … vergiß beim Herunterklettern den Ariadnefaden nicht, damit Du wieder zurück findest. Der kalte Wind dürfte ein nur geringes Ungemach sein im Gegensatz zur klaren Luft und der Übersicht, also gegen wesentliche Voraussetzungen des Erkennens! 😁

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        2. Wenn mein Leben dann aber am seidenen Faden baumelt? Selig sollen sie sein, die geistig Armen. Aber will man dumm sterben? Also doch wieder raufklettern. Die Metaebene ist immerhin das Sonnendeck des Elfenbeinturms – auch nicht schlecht… 😀

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        3. … und wer wollte ihn denn nicht, diesen Platz an der Sonne?! 🌞

          Und das mit dem Seidenfaden sollte man auch nicht überbewerten (ich hätte auch schreiben können: da sollte man nicht so viel Gewicht drauflegen *grins*). Schließlich hat Marie von Ebner-Eschenbach recht treffend formuliert: »Nur wieder empor nach jedem Sturz aus der Höhe! Entweder fällst du dich tot, oder es wachsen dir Flügel« (das war vor der Erfindung der rotbulligen Lorke). 😉

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  1. sagen wir mal so, Deutschland scheint aktuell nicht in der Lage zu sein, sich selbst verteidigen zu können. Es ist schon sehr auf die NATO und damit letztlich auch auf die Präsenz von US-Soldaten im Land angewiesen. Der große Nachbar im Osten, Russland, hatte ja 2014 klargemacht, wie leicht sich Grenzen verschieben lassen, Krimannexion und so. Im Osten der Ukraine ist immer noch ein verdeckter russischer Angriffskrieg am Laufen mit vielen tausend Toten.

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    1. … und ich sag mal so: Jede Nacht wache ich mindestens sechsmal schweißgebadet auf, weil DER RUSSE VOR DER TÜR steht. Ach nee, das habe ich jetzt total verwechselt, ich bin nämlich kein Feindbildfetischist (siehe hier).

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    1. In der Tat, es gibt militärische Auseinandersetzungen. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um Krieg? 🤔
      Ist denn die Deutung, was Recht oder Unrecht ist, nicht immer der jeweiligen Politik geschuldet? Zumindest ist Wahrheit etwas anderes als das, was in den Geschichtsbüchern (= von den „Siegern” zusammengeklittert) zu lesen ist. Auch Dt-Land gefällt sich darin, eine sehr einseitige (da klingt das merkelsche „alternativlos” durch) „Kontextanalyse” zur Bemäntelung seiner Pauschalsicht zu praktizieren…

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      1. In der Ostukraine ist Krieg. Krieg ist, wenn ein Land ein anderes Land angreift mit Waffengewalt. Krieg ist auch, wenn ein Land dem anderen Land mit Waffengewalt Territorium wegnimmt.

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