Wahnsinn

Wer kennt sie nicht, die ein­stein­sche Behaup­tung¹: »Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergeb­nisse zu erwarten«? Aller­dings dürfte ceteris paribus aber auch kein allzu großer Abstand vom Wahn­sinn vorliegen, wenn unter praktisch unver­änderten (also gleichen!) Bedin­gungen ein Para­digmen­wechsel durch­gepaukt wird.
Stichwort: Corona-Maßnahmen. Nach der Komplett­paralyse² des gesamten Wirtschafts- und Sozial­gefüges wurden von Seiten der Obrig­keits­kaste vorsichtig tastende Locke­rungs­schritte unter­nommen; immer unter der Maßgabe, sie sofort zurück­nehmen zu müssen, wenn sie die viro­lo­gische Lage ver­schlech­tern würden – eine sinnvolle Strategie. Doch seit Tagen über­schlagen sich die Locke­rungs­maß­nahmen, obwohl ein Corona-Hotspot nach dem anderen aufflammt.
Was ist passiert? Fürchten die Mario­netten der Obrig­keits­kaste (vulgo: die Poli­tiker), daß der Druck im Kessel zu einer immensen Explo­sions­gefahr ange­schwollen ist, der sie mit einem großen Knall wegfegen könnte? Dann doch lieber Zuge­ständ­nisse, die diametral zu allem bisher Gesagten stehen, um das gemeine Stimm­vieh bei Laune zu halten? Vor etwa 200 Jah­ren sagte Friedrich v. Müller: »Vom Wahn­sinn gab Goethe die einfache Defi­nition, daß er darin bestehe, wenn man von der wahren Beschaf­fen­heit der Gegen­stände und Ver­hält­nisse, mit denen man es zu tun habe, weder Kenntnis habe noch nehmen wolle, diese Beschaf­fen­heit hart­näckig igno­riere«³, was mögli­cher­weise die bessere Alter­native zur ein­stein­schen Behauptung ist.

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1) Da dürfte dem Meister der (unzu­lässigen?) Ontolo­gisierung (siehe ART) ein ganz großer Wurf gelungen sein. Ist es denn überhaupt – panta rhei – möglich, zweimal das Gleiche zu tun? Zumindest dürfte es sehr schwer­fallen, zweimal in den gleichen Fluß zu steigen.
2) Ob die praktizierte Radikalität wirklich erfor­derlich war, steht auf einem anderen Blatt. Sie entsprang offenbar aus dem ängst­lichen Versuch, nur ja nicht – koste es, was es wolle, und seien es auch Menschen­leben – von einer Infek­tions­welle über­rollt zu werden.
3) Quelle: https://beruhmte-zitate

4 Kommentare zu „Wahnsinn

  1. Wenn in einem Fleischereibetrieb fast 1000 Mitarbeiter Corona positiv getestet werden, obwohl sie keine äußerlichen Anzeichen einer Beeinträchtigung zeigen, dann kann Corona nicht so schlimm sein. In Bad Ischl haben 85 Prozent der Corona positiven nichts von dem Viruns bemerkt.

    Menschen sterben in Altenheimen und an Krankheiten und wenn man sie untersucht, waren sie Corona positiv, aber ob sie wirklich an Corona starben, das ist fraglich. Andere sterben, ohne Corona positiv zu sein, doch die zählt man nicht.

    Der gesamte Corona-Hype beruht in meinen Augen auf der Wichtigtuerei der Virologen, die einfach nur Panik verbreiten und das Volk in eine paranoide Stimmung versetzen. Corona ist in meinen Augen eine normals Grippe, wie sie immer mal vorkommt und woran immer mal Menschen sterben, wenn ihr Immunsystem sowieso gehemmt ist. Deshalb sterben auch gesunde Kinder nicht daran.

    Ich werd öfters dumm angemacht, dass ich doch Abstand einhalten sollte. Dabei entsteht die Gefahr ja erst dadurch, dass man sich sprechend anspuckt. Würden die Leute einfach schweigen, könnte man gefahrlos den Sicherheitsabstand ignorieren, weil die Atemmaske ja dann wirkt.

    Aber die Dummheit ist leider weit verbreitet. An den FKK-Stränden an der Ostsee halten sie Abstand und tragen sogar Atemschutzmasten untenrum, könnte ja ein Furz das Virus verbreiten ..

    Ich hab den Glauben an die Vernunft aufgegeben 😉

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    1. Oh, ich bin angenehm überrascht, mal einen Kommentar von Dir erhalten zu haben, den ich nicht als persönlichen Angriff zu verstehen brauche. Danke, das war nett.

      … und ich stimme zu, daß vieles vom aktuellen Geschehen mit (faktenferner) Wichtigtuerei zu tun hat. Übrigens nicht nur bei den Virologen. Allerdings darf man nicht vergessen, daß ganz am Anfang wirklich größte Vorsicht geboten ist, wenn sich eine frische Viren-Mutation die ersten Opfer aussucht. Nur sind wir nach 4 Monaten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Prolog des aktuellen Theaterstücks…

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  2. Noch immer kein Kommentar zum Wahn,
    das finde ich außergewöhnlich – profan,
    wo doch der Sinn dran hängt wie eine Klette,
    da kommt noch was – jede Wette!
    Führt etwa der Sinn, der nicht ganz klar,
    in den Wahn die Menschenschar?
    Damit das sinnlose Unterfangen bringt Gewinn,
    wird es erhoben zum ultimativen Wahnsinn,
    der wiederum wird neu benamst,
    was die meisten Köpfe etwas zerfranst.
    Keiner will sich ein Blöße geben – stimmt daher zu,
    wenn Wahn Sinn macht, dann ist das doch toll im Nu!
    So hoffe ich doch, dass andere das Thema klarer erfassen,
    wunderbare Kommentare folgen – ich werd‘ erblassen,
    das Thema wird erhoben, macht plötzlich Sinn,
    vielleicht ist danach der Wahn dahin …

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