Beschäftigungstherapie

Kurzer Hinweis zu gewe­senen und noch anste­henden poli­tischen Wahlen: »Seit dem frühen Morgen gilt in Deutsch­land wieder die Sommer­zeit. […] Eigent­lich wollte die EU die Zeit­umstel­lung nach einer Bürger­befr­agung abschaffen« (Quelle: BR24, Hervor­hebung nach­träg­lich hinzu­gefügt), wobei Bürger­befra­gung und poli­tische Wahl inhalt­lich bis auf gering­fügige Unter­schiede in der Durch­führung ähnlichen poli­tischen Absichten folgen dürften.
Es geht um Beschäftigungstherapie für die Plebs, die aller­dings so unver­bindlich bleiben muß, daß die Obrig­keits­kaste davon völlig unbe­helligt weiter­machen kann wie bisher, als ob es die Befragung nie gegeben hätte.

12 Kommentare zu „Beschäftigungstherapie

  1. Zumal momentan nur noch zwischen Pest oder Cholera gewählt werden kann – zumindest, wenn man eine Partei ankreuzen sollte, die es absehbar über die 5%-Hürde schaffen sollte… CDU oder SPD? Verbraucht… AfD? Zu rechts und zu viele Irre in der Partei… Die Linke? Zu links und zu viele Irre in der Partei… Die Grünen? Diese Heuchlerbande – never… FDP? Hust – ich bitte dich… 😉

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      1. Und weil wir eben nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben, ist es keine „Wahl“ sondern eine „Auswahl“ der Wahlausschüsse, in denen die bereits Gewählten sitzen.
        Ich wär für das Los! Den einzigen Entscheid, den ich noch akzeptieren würde, wäre der Zufallsentscheid. Keine Vorauswahl, keine Parteien, keine Wahlversprechen/Wahlversprecher, keine dummen Wahlentscheidungen der Manipulierten und und und… Die Bevölkerung würde dann von den Parlamenten, was Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Musikgeschmack und sexuelle Vorlieben angeht, immer bestens vertreten werden.

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        1. Dieses Modell, Ämter per Los zu besetzen, wurde bereits im antiken Rom – wenn ich recht informiert bin – praktiziert. Es dürfte Gründe, schwerwiegende Gründe gar geben, weshalb man von diesem Verfahren abgewichen ist. Ja, ich stimme zu, der Proporz ist sicherlich bestens bewahrt, aber ist es auch der Zugriff auf tatsächlich vorhandene Kompetenz… 🤔

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        2. Für die Mächtigen gibt es sehr gute Gründe, dieses Verfahren nicht zur Anwendung kommen zu lassen: Machterhalt.
          Das Losverfahren stammt aus dem antiken Griechenland. In einer Folge von Terra X über die Europasaga verriet man:
          „Von den alten Athenern können wir heute noch lernen. Bei der Ämterbesetzung vertrauen sie auf eine Wahlmaschine des Kleroterion. Das Los entscheidet. Keine Chance für Korruption oder Lobbys. Das alles war nicht über Nacht passiert. Die Demokratie in Athen entwickelte sich langsam Schritt für Schritt und sie wurde immer wieder reformiert.“
          Ein Gegenargument, das mir gegenüber sehr häufig vorgetragen wird, zielt auf die vermeintlich mangelnde Expertise und Professionalität der potenziell ausgelosten Bürger ab. Ich bin jedoch sehr optimistisch, dass die reine Möglichkeit gelost zu werden, einen emanzipatorische Effekt auf die politische und kulturelle Bildung der Bevölkerung hat. Zudem spricht ja nichts dagegen in Zukunft weiterhin Ethikräte oder den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags zu befragen. Begünstigend kommt hinzu, dass jeder der von mir Befragten immerhin sich selbst für professionell genug hält.
          Und mal ehrlich: Inkompetenter kann es doch nicht mehr werden!? 😉

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        3. Oh, es kann sehr wohl noch inkompetenter gehen! Oder anders: Wenn sich (nur mal als Beispiel) das Merkel 16 Jahre lang mit ihrer …ähm, naja … „Politik” in der politischen Führungsspitze halten konnte, ist das sicher zu einem erheblichen Teil ihrer Machtgeilheit und ihrem Machtinstinkt zu verdanken, aber zu einem kaum weniger wichtigen Teil dem Umstand, daß das Merkel ziemlich gut im Sinne derjenigen funktioniert, die im Staate wirklich(!) das Sagen haben… Für das Reh ist der Jäger höchst inkompetent, aber für den Aufkäufer von Wildbret alles andere als das. 😏

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  2. Die Illusion der Demokratie mit all ihren Facetten, Verstrickungen, ob Sommerzeit, Maskenskandal oder auch MwSt-Erhöhung oder nicht Erhöhung.
    Jean-Claude, der verkleidete Galan und Schluckspecht sprach ja vor unzählbaren Monden über die Säue, welche da durch das demokratische Dorf getrieben werden.

    Welch´ wundersames Schauspiel und wie wir es immer noch nicht durchblicken – wir uns mißbrauchen
    und verführen lassen,
    den einen oder anderen Polit-Darsteller „töfte“ zu finden,
    wir uns aufreiben und positionieren gegen das andere(Stimm-)Vieh und die Brüder und Schwestern, welche sie auch noch Goijm rufen.

    Die Frage nach der „Entscheidung“ fällt in einem ganz andrem, viel tieferen und „essentiellen Bereich“
    und ja, die Entscheidung wird final sein.

    Auf daß wir den Durchblick haben und finden,
    Augensalbe wäre da wiederum mehr als hilfreich!

    Alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Irgendwie kann ich es nicht glauben, daß Durchblick wirklich eine erfolgversprechende Therapie sein kann. Seitdem die anthropisch-religiöse Aufklärung erfunden wurde, hat sich schließlich nichts ernsthaft verbessert (wenn nicht sogar das Gegenteil an Fahrt gewinnen konnte). Soviel Augensalbe gibts doch gar nicht, die man da anwenden müßte. Die müßte schließlich mindestens fingerdick aufgetragen werden – aber ob das dann wirklich den Durchblick verbessert? 🤭

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      1. Lidschatten- und Balkenentfernung gibt es doch auch schon in der plastischen Chirogie – geben wir die Hoffnung nicht auf,
        welche ja bekanntlich zuletzt s….
        Anthropische „Prinzipien“ gepaart mit den ganzen Anthroposophen … – hatten wir diesen sophistischen Kram nicht schon letztens?
        Wohl wahr, gibt es doch gar empirische Erhebungen (…öhm, laufe ich hier gerade in ein Oxymoron???), welche deine Aussagen mehr als untermauern. Die Methode der Historisch-kritischen führt uns ja auch nur weiter weg — wo wir ja dann wieder bei deinem Beitrag heute landen, inclusive der Widersinnigkeit, der Doppelstandards und beim Plebs dann auch bei dem verbliebenen Schnappen nach dem berühmten Strohhalm.
        Hmm, wieso kommt mir jetzt eigentlich das alte „Spiel“ <Reise nach Jerusalem" in den Sinn?,
        oder sollte man jetzt auf einen Stuhl wetten, gar diesen einen "heiligen"???
        Obwohl da ja derzeit nicht nur alle Wege hinführen, sondern auch die Strippen.
        Nein, welch´ wirre Gedanken mir da in den Sinn kommen. Pfui, haben die doch für ihr Konstrukt doch auch die alten (k)griech. Philosophen aufgekauft.

        Doch so stoisch will ich es dann auch nicht hinnehmen
        oder bleibt es dann doch bei der Therapie für die Idiotes?
        … als Privatmann (oh, privare lat.!!?) oder als kleiner, einfacher Soldat???

        Für den Moment salutiere ich mal,
        Raffa.

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        1. Privare, der Dieb, die Diebische Elster, das ELSTER-Formular – ein Wort und viele Assoziationen. Ich dank Dir, mein Sonntag ist gerettet… 😊

          Nur beim Strohhalm möchte ich widersprechen. Das Perfide am System ist ja, daß die Horde des (halbwegs) gut situierten Mittelstandes gar keinen Bedarf sieht, nach einem Rettungsring zu greifen (auch nicht wenn er das Format eines dürren Strohhalms hätte). Die Meta-Mittelstandskaste hat erst recht keinen Grund. Und die Sub-Kaste hat keine Gelegenheit und/oder keine Lobby.
          Damit ergibt sich die im Grunde doch absurde Situation, daß mit Pseudoproblemen (hier sind die Medien gefragt) unerreichbar weit von der Realität entfernt eine Pseudorealität erzeugt wird, in der alle gut und gern leben (wie das Merkel es behauptet) oder selbst schuld sind, nicht teilhaben zu können. Versuche, o Sisyphos, diesen sedierten Haufe zu wecken und aufzuklären!

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        2. Na, manchmal glaube ich, daß diese Sisyphos-Stein-den Berg-Hochroller mit dieser Hoffnung umhergehen, daß mit jedem herunter rollen lassen … der Stein, wie die Last kleiner werden …

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        3. … hoffentlich täuschen sie sich da nicht (wenn einem ein Stein vom Herzen fällt, mag das mit der Last ja durchaus stimmen; aber wie ist das mit einer für die Ewigkeit konzipierten Strafarbeit?) 🤔

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