Bewäh­rungs­auflagen

Es geht doch in diesem Staate nicht um den Menschen an sich! Und den von der Obrig­keits­kaste als Mario­netten einge­setzten Gestalten, also der Regierung, schon gar nicht. Als ob es dafür eines weiteren Beweises bedürfte. Na gut, weil Feiertag ist, einen hab‘ ich noch: »Die Vorsit­zende des Deutschen Ethikrats, Buyx, hat den Vorschlag aus dem Justiz­mini­sterium zu Locke­rungen für Corona-Geimpfte und Genesene begrüßt. Der Entwurf stehe im Einklang mit den Über­legungen des Rates, sagte sie der Rheinischen Post. Ange­sichts dessen, dass Geimpfte das Virus wohl fast gar nicht übertragen würden, seien Beschrän­kungen, wie etwa die Quarantäne, nicht mehr recht­fertigbar. Zugleich warnte Buyx vor einer Spaltung der Gesell­schaft. Der Vorschlag sieht vor, dass Geimpfte und Genesene von der Test­pflicht sowie von Ausgangs- und Kontakt­beschrän­kungen ausge­nommen werden sollen« (Quelle: BR24).
Aha, ›Geimpfte und Genesene‹ also!?! Und was ist mit denen, die voller Verant­wortungs­gefühl für ihre Mitmenschen (und freilich auch für sich) die epidemio­logischen Grund­regeln auf das sorg­fältigste einge­halten haben? Die über ein Jahr lang die dafür erfor­der­lichen Selbst­kastei­ungen erfolg­reich(!) ertragen haben. So erfolg­reich ertragen haben, daß sie dem Virus wider­stehen konnten. Und das nicht nur im Einzel­fall, sondern millio­nen­fach praktiziert. Was ist mit denen? Werden sie von den poli­tischen Laber­köpfen erwähnt oder wenig­stens zur Kenntnis genommen? Wird deren auf­opferungs­volles Tun von den politischen Kasper­köpfen honoriert oder zumindest gewürdigt?
Also gut, um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ja, dieses überaus wichtige, im stillen ablau­fende verant­wortungs­volle Tun wird tat­säch­lich gewürdigt. Nein, nicht in der Art: Ihr habt gezeigt, daß ihr mit der außer­gewöhn­lichen Situ­ation verant­wortungs­voll umgehen könnt… hier ist der Raum, darin wieder menschen­würdig zu leben. Nein, so nicht, sondern in der Art: Wie jetzt, ihr habt euch noch nicht infi­ziert und ihr wollt eine Impfung erst hin­nehmen, wenn deren Unschäd­lichkeit durch etwas mehr als das Geplappere von Poli­tiker­dar­stel­lern belegt ist, dafür – siehe obiges Zitat – bestrafen wir euch mit täglich verschärften Repres­salien und zusätzlichen Bewäh­rungs­auflagen … so, wie man mit Verbre­chern halt umgeht!

11 Kommentare zu „Bewäh­rungs­auflagen

  1. Lohnt es sich, insbesondere für die „Kulturfreaks“, in den alten Dystopien nachzublättern?
    Zumindest jetzt, die Parallelen erkennend oder eben die Blaupausen und den Fahrplan…

    Mal ganz abgesehen von den „aktuellen Handlungsanweisungen und -abhandliúngen“.

    Wie düster ist es oder doch nur sarkastisch jetzt hier den Satz zu platzieren:
    Oh, sie üben doch nur – oder – die wollen doch nur spielen!

    Wer waren die nochmal?, die da sprachen:
    Wehret den Anfängen!

    Das, was hier von dir freundlicherweise skizziert, ist nur der Beginn einer verdammt schweren Geburt,
    es sind nur die ersten Wehen, die jetzt spürbar weh tun.

    Haben wir mehr als nur ein Auge darauf,
    Raffa.

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    1. Wahrscheinlich ist es ganz sinnvoll (und vielleicht sogar nützlich), ›in den alten Dystopien nachzublättern‹. Freilich nicht in dem Sinne, täglich 25 Stunden lang immer denselben Trauermarsch zu plärren, aber doch als wichtige Komponente des Nicht-Vergessens. Das ist so wie die alte Kramkiste, die wohl jeder irgendwo hat, und deren bloße Existenz wohltuend ist, aus welchen Gründen auch immer…

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      1. … oder sollte es das Feuer sein,
        auf daß wir jetzt endlich mal den Allerwertesten …
        und nicht immer nur und wieder und wieder
        in unserem besonders elitären Sophisten-Club Sprechblasen abzusondern?!!

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        1. Wenn schon das gesprochene Wort außerhalb ›unseres besonders elitären Sophisten-Clubs‹ unerhört verhallt, wie sollte man dort dann Aktivisten ansprechen und zu einem Mittun überzeugen können? Nein, die Aufgabe dieses Sophisten-Clubs (und so mancher anderer auch) besteht aktuell darin, die Flamme der Wißbegier am Lodern zu halten, weil sie „da draußen” von düsteren Zeitgenossen binnen kurzem erstickt würde. Doch diesem finsteren Ansinnen gilt es klug (klug, nicht sophistisch) entgegenzutreten.

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        2. … ob wohl die Hand zur eigenen Nase driftet, weil online das Berühren einer fremden Nase auf deutlichen Widerstand stößt (wörtlich gemeint: mindestens zwei Bildschirmflächen und verdammt enge Kabelstränge etc.). 🙃

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