Krokodilstränen

Die deutschen Politiker­darsteller stehen vor einem eigent­lich doch unlös­baren Problem: Wie – wenn die Argumente fehlen – bringt man das gemeine Stimmvieh auf Linie? Klar doch: durch Dogmen, durch beliebige und in ihrer Unbe­gründ­barkeit will­kürliche Setzungen. Und wehe, jemand wagt es zu denken, die Dogmen zu hinter­fragen oder deren Unsin­nigkeit durch Argumente zu belegen…
Ein probates Mittel zur Sicherung der Privilegien der Obrig­keits­kaste und zur Knechtung der Plebs ist unter diesem Gesichts­winkel das längst bekannte „Teile und herrsche!” Aktuell vorgeführt an einer extremen Benach­teili­gung, nämlich durch massives Verweigern von Grund­rechten, von Bürgern, die gar keine Chance hatten, den Will­kür­akten der Regierung Folge leisten zu können (beispiels­weise weil sie von eben dieser Regierung ans Ende von Impf­listen verbannt wurden). Doch die Gele­genheit zum Herr­schen durch Teilen mögen die Mari­onetten der Obrig­keits­kaste nicht ungenutzt verstreichen lassen (vgl. hier).
Spätestens jetzt ist an der Zeit, über Kroko­dils­tränen zu reden: »Ethikrat warnt vor sozialer Spaltung der Gesell­schaft« (Quelle: BR24). Es liegt doch über weite Strecken gar nicht im Inter­esse der Erfül­lungs­gehilfen (= Poli­tiker­dar­steller) des Staates, Gleich­behand­lung zu prakti­zieren. Es genügt doch vollauf, wenn sie auf dem Papier steht, denn Papier ist geduldig. Also werden nach Gutdünken Gnaden­akte und Geschenke verteilt, um das gemeine Stimm­vieh bei Laune zu halten. Schließlich steht der nächste Legiti­mations­akt für ein Leben in Guts­herren­willkür schon in rund 4 Monaten ins Haus, nämlich die nächste Bundes­tags­wahl…

13 Kommentare zu „Krokodilstränen

  1. Es geht nur mit unserer Zustimmung – ganz gleich, ob bewußt oder
    wie soft — unterbewußt oder verführt … mit welchen Mitteln (!) auch immer.

    War es doch auch die Geschichte, welche da wie FAUST auf´s Auge paßt,
    daß der Teufel dreimal gebeten sein will …

    Mit unter sehen wir des Pudels Kern und doch schielen wir vorbei,
    an dem Übeltäter, wie der Erlösung.

    Ergo, Krokodilstränen abwischen, vor allem die geistigen
    und raus aus der Sackgasse.

    Alles Liebe,
    Raffa.

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        1. … vielleicht wissen sie es doch und wollen’s gerade so? 🤔

          Und der angesprochene Film (2007?) hat in mir keine Spuren hinterlassen. Hauptsächlich wohl deshalb, weil ich ihn mir nicht ansah. Und das war – purer Zufall! – gar nicht mal so unklug, wenn ich der flüchtig gelesenen Kurzdarstellung der Handlung Glauben schenken darf… 😏

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        2. Wie blöd, daß mir dies hier wieder in den Sinn kommt, so als Echo auf deine Zeilen …

          … und vermeintlich überlegene geistige Gesinnungen (wenn auch nur eingeflüstert) führen dann zu solchen Paphrrus-Siegen, welche …
          doch lassen wir das, so odeer so.

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        3. Na, so ´nen „Spannmann“ brauch man schon, wie Engels und Marx oder sie Marx Brothers haben ja noch einen drauf gelegt …

          Doch deine Definition zur Wahrheit birgt eine wunderbare Tiefe und ist als Ausblick und Motivation mehr als gerne genommen,

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        4. Tja, so bin ich halt: ich helfe, wo ich kann.
          Das kommt fast immer nicht gut an, weil der Aufwand, aus einem miesen Zustand in einen angenehmeren zu gelangen, oftmals bitter ist. Und solch eine „Zumutung” wird dem Helfer recht gern auf dem Schulddeckel vermerkt…😏

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  2. Es frisst das Krokodil sein Opfer ratzefatz,
    welch eine üble Tat mit Geschmatz!
    Weint danach dicke Tränen, wie ärgerlich,
    da sein Vorrat ihm genommen ward ganz fürchterlich!
    Hinweg die Leckerei, muss es nun warten
    mit vollem Bauch, ob das nächste Opfer
    ebenso gütlich im schmecken würde auch…
    Wir sind noch da, werden durchgekaut,
    man auf unser Durchhaltevermögen baut,
    klugt gewählt die Taktik nicht alles gleich zu fressen,
    genüsslich das Opfer auszuquetschen
    darauf sind moderne Krokodile nun versessen …
    Oder so ähnlich halt – Mahlzeit!

    Gefällt 2 Personen

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