plappern

Ach, wie oft muß man die protzende Angeberei von Zeit­genossen ertragen, die mit bedeu­tungs­vollem Augen­aufschlag verkünden, sie hätten sich Gedanken um dieses oder jenes gemacht.
Wirklich?! Wie groß ist die Wahr­schein­lich­keit, daß das Sich-Gedanken-machen ledig­lich mit einem zwar fort­währenden, ansonsten aber struktur­losen (also nicht greif­barem) inneren Plappern verwechselt wird? Darüber kann man sich durchaus mal Gedanken machen.

24 Kommentare zu „plappern

  1. „Ich rede – also bin ich“

    und das findet sich auf so vielen Ebenen, siehe nur Twitter, Facebook & Co.
    … und sie betteln alle nur um ein „Like“, so oder so!
    So ist das halt mit dem Small-Talk … – und der Einsamkeit.

    So mach´ich mir gerade auch einfache und tiefe Gedanken,
    ob ich jetzt einfach mal die Senftube zu mache.

    Alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Aber nein, weder einfach noch seicht! Es soll ja auch nicht darum gehen, in allen 86’400 Sekunden eines jeden Tages schwierige und tiefe Gedanken zu wälzen. Sehr oft würde es ja ausreichend sein, auf ein Triggersignal hin die Denkbereitschaft wenigstens ein winziges Stück weit heraufzusetzen. 😁

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        1. Yepp,
          der gute Pawlow hat in seinem Beispiel Hunde „konditioniert“.
          Wer konditioniert gerade wen … und wie?
          … und reduziert man uns derzeit (wie auch schon seit Jahrzehnten) hinunter auf das „Niveau“ von Tieren mit den von dir genannten Reflexen – so auf die FFFF…-Standards?:
          Fressen-Fernsehen-Ferien-F.ck.. & Co.?

          Doch was soll ich hier weiter plappern – niemand hat vor eine Mauer oder was sonst auch zu errichten…

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        2. Yepp, du hast das „Räppelchen“ treffend „ins Spiel gebracht“ und beschrieben,
          welches sich ja auch in meiner saloppen Beschreibung betreff der Käuflichkeit (und/oder Steuerung) der Menschen nur zu gerne wieder findet. Den „Dreiklang“ habe ich bestimmt auch bei dir, als irgendeinen mehr oder minder scharfen Senf zurückgelassen:

          „Gib ihnen [1.] ´nen Appel und ´nen Ei,
          [2. – das angesprochene] Räppelchen udn
          [3.] ´ne Tüte Prestige …“
          und schon ist der perfekte Mix der Konditionierung, Steuerung, Manipulation fertig und der Untertan verkauft seine Seele gerne dagegen …

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        3. Daß das möglich ist (möglich in beiderlei Wortsinn: als biologischen-anthropologisches Funktionieren und als soziales Zustimmen sowohl von oben als auch von unten) , ist letztlich doch ein starkes Indiz dafür, daß diese Art der Massenhaltung artgerecht sein dürfte!

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    1. Yepp, ein guter, wie „alter“ Ansatz, den der Herr Bismarck ja schon „anno tuff“ einfordern wollte
      und dabei noch weiter ging:
      Alle Staats-Beamten sollten kein Wahlrecht haben!
      Damit diese „Staatsquote“ nicht die Staatsquote weiter erhöht oder eben diese anderen, hhier angedeuteten Auswüchse stattfinden.
      So hätter man einen schlanken Staat, der leistungsfähig, kompetent und flexibel, wie effektiv ist
      und weniger „deep, wie sleep“.

      Jedoch ist der Zug abgefahren und vom „Back-Office“ auch nicht gewollt.
      Ich schon spannend, was in der Ära um 1888 so alles auf diversen Ebenen an den Start gebracht wurde und/oder verhindert und zurück-„gebaut“ wurde.

      Alles Liebe,
      Raffa.

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      1. … kurze Anmerkung: Es ist für meine Ohren eine berechtigtigte Frage, in welchem Umfang die Obrigkeitskaste zu allen Zeiten dem Streben nach Veränderungen diskretionär die Spitze genommen oder eine ganz andere Richtung gegeben hat. 🤔

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        1. Beziehst du das jetzt auf Bismarck?
          Wäre das Prinzip nämlich angewandt worden und nehmen wir dann noch die andere (aktuelle) „Staatsquote“ der staatlich Abhängigen (wie Arbeitslose, Sozialhilfe-Empfänger etc.) dazu bzw. besser weg,
          dann hätten wir „lean cuisine“
          und um es dann mit drastischen Worten auf den Punkt zu bringen, wäre die Zahl der ausgelieferten und Abhängigen oder der Schafe, die ihre Schlächter aufgrund ihrer Ausgelieferheit …

          Aber ja, die Obrigkeitskaste findet immer Wege, der aktuelle und hier kurz gestriffene ist natürlich viel effektiver, wie man sieht.

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        2. Nein, eine derartige Liste habe ich nicht in petto. Mein modus operandi ist ein anderer: Ich sammle keine Einzelfälle und strebe erst recht keine vollständigen Listen an, ich suche nach soliden Verallgemeinerungen (die durchaus durch nur wenige Einzelfälle induziert sein können) und brauche ab da Einzelfälle nur noch als Belege und sowieso zum Falsifizieren…

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  2. Hatte gerade einen tiefgründigen Gedanken und – futsch ist er! Hätte ich gleich losgelegt, hätte ich mich sofort mitgeteilt, hätte ich all meine Weisheit der Welt kund getan, dann wäre das nicht passiert … Wer weiß, was dem blauen Planeten und seinen Bewohnern entgangen ist! Was ich damit sagen will: Tiefsinniges muss sofort raus, um der möglicherweise damit entstandenen Genialität willen, die möglichweise richtungsweisend für die Zukunft des eiernden Kartoffels sein kann. Ja, ab und zu sitzt noch nicht jeder Strich perfekt, das mag sein, ab und zu fehlt noch der dafür notwendige Zugang, das gebe ich zu, aber was bedeuten derartig minimale Mankos im Gegensatz zur überwältigenden Chance? Tja, es muss sein! Sorry, dass ich widersprechen muss …

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    1. Aber das war doch kein Widerspruch. Auch nach dreimaligem Lesen ist dort nichts Widersprechendes zu finden, sondern höchstens ein maximales Maß an Zustimmung. Es stimmt schon: Alles muß raus, selbst Wortr, di no ni * End gedac si…
      Ganz sicher ist da Geniales dabei und Triviales und auch Blödiales. Doch wie sind die Häufigkeiten verteilt? Lohnt sich wirklich das Bad in der Gülle, nur weil es nachweislich eine Handvoll Goldatome in der Jauche gibt?

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      1. The „Gülle-Bath-Theory“ was born! Oder anders ausgedrückt: Sitzt man in der K…e und kommt drauf, dass da auch Gold enthalten ist, dann fühlt sich der Zustand gleich viel besser an!
        PS: Bin vor einigen Tagen beim hurtigen Überqueren einer sumpfigen Stelle im Gatsch gelandet und mir damals nicht klar, dass ich im Prinzip auf Gold gestoßen bin. Das nenne ich mal tiefgründig, daher nehme ich all die seichten Gedanken, die mir damals in den Kopf geschossen sind rückwirkend zurück und freue mich nachträglich über die goldige Erfahrung … Da hat man einmal wirklich Glück und versteht es einfach nicht!

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        1. Tja, da hast Du eine große Wahrheit gelassen ausgesprochen. Dummerweise erinnert man sich meistens nicht an derartige Gatsch-Strategien, wenn man bis zum Hals in jenem steckt (und Trost und Zuspruch am meisten brauchen würde), sondern erst – wenn überhaupt – viel, viel später. 😉

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