schrittweise

So langsam entwickle ich mich zum Digital­gegner. Nein, ich korri­giere: zum Digital‑Skeptiker. Gegner zu werden wäre dann erst der zweite Schritt, den man bekannt­lich nicht vor dem ersten tun sollte.
Wie kann man die Digitali­sierung skeptisch sehen, die doch wohl den nächsten Entwick­lungs­schritt der Menschheit ermög­lichen wird? Nun, zum einen sind Varia­tionen ohne quali­tative Ände­rungen kein Fort­schritt, sondern eben Varia­tionen, mehr nicht. Zum anderen wird sich zeigen, ob die quali­tative Änderung, so sie denn wirklich statthat und nicht nur dema­gogische Flunkerei ist, zur Mensch­li­cher‑Wer­dung beiträgt oder eine weitere Umdrehung der Abwärts­spirale mit sich bringt (denn alles, was jemals begonnen hat, wird und muß enden, so wie auch die Mensch­heit).
Der Mensch ist nicht digital, denkt nicht digital, fühlt nicht digital. Wie kann das Forcieren eines Mensch­sein‑Anta­gonismus‘ gut für den Menschen als solchen sein?

14 Kommentare zu „schrittweise

    1. Upps, da möchte ich vorsichtigen Widerspruch anmelden. Mit Widersprüchen kann er meist ganz schlecht… (würde ich sonst wohl mit diese Zeilen auf Deinen Kommentar…), aber er ist ein Meister darin, sich das Narrativ von Widersprüche schönzureden. 😉

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        1. Mir ging es ähnlich mit Spinnen und Schlangen, bis ich heraus fand, dass sie über weite Strecken deutlich mehr Angst vor mir haben … Tja, was nun die Höhe betrifft, dürfte es für sie ebenfalls sehr beänstigend sein, wenn da alles, was fleucht und kreucht plötzlich oben auftaucht. Muss sehr erschreckend sein! Nein, das ist es und es macht der Höhe richtig Angst, da bin ich mir sicher! Was wir spüren sind die Ausläufer der Angstzitterwellen …

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        2. Angstzitterwellen und Wutzitterwellen. Dabei hätte sie es doch gar nicht nötigt, wütend vor Eifersucht zu sein. Sie ist doch unangefochten und unerreichbar in ihrer Höhe. Was gibt sich die Höhe da mit niederen Gefühlen ab?

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        3. Ja, da stimme ich zu: Anzustreben, was gerade nicht erreichbar ist, dürfte eine recht gute Motivation mitsamt der sich daraus ergebenden Antriebskraft sein. Was hervorragend ist, solange nicht die „rote Linie” überschritten wird, die das Gute ins Selbstzerstörerische umkehrt…

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  1. Find ich gut, du bist fast an dem Punkt, den du eigentlich längst erreicht hast, jetzt müsste es nur noch er sein, der dir sagt, dass du längst am Ziel seist, damit du es glauben könntest – bis dahin isses allerdings noch ein relativ weiter weg, denn eigentlich warst du nie woanders 🙂
    Es ist völlig müßig darüber zu diskutieren, ob digital gut ist oder schlecht, Tatsache ist einfach mal, und zwar unumstößlich, dass das, was sie meinen, wenn sie sagen „digital“ schlicht und ergreifend nicht existiert, weil die Grenze, die sie sich herbeifantasieren faktisch nicht existent ist.
    Wie oft habe ich schon gelesen, dass Menschen ab jetzt wieder mehr Zeit im echten Leben verbringen möchten und dabei das Gefühl gehabt, dass sie sich von diesem in genau dem Moment ein Stück weit weiter verabschieden. Digital ist doch lediglich die Technik, sonst nichts.
    Die einzige Frage, die sich mir stellt: wo verbirgt sich mehr? Und da bin ich mir ziemlich sicher, die Antwort zu kennen. Eine Person, die im echten, gutbürgerlichen Leben den Faschotroll vor mir verbirgt, was ist sie? Gutbürgerlich? Faschostroll? Da, wenn ich im Internet bin, weg, wenn nicht? Oder wie?
    Alles, was wir in jedem Fall sehen: das Dinge existieren, die wir nicht sehen wollen.
    Den Fehler begeht der Mensch auf allen Ebenen und so entzieht er sich doch nur immer mehr dem, was passieren wird, wenn das Leben das vorhandene Potenzial abruft,während es sich aufstaut, immer weiter und in jedem. Und wenn draus was Gutes werden soll, dieses eine, letzte Mal, wo die Chance noch besteht, was es durchaus ja könnte, dann wär’s schon von Vorteil, das im Hinterkopf zu behalten 🙂
    Wer wirklich glaubt, ein Netzwerkdurchsetzungsgesetz ändert irgendwas an dem, was in der vemeintlich realen Welt passiert, der hat den Verstand längst verloren. Genauso wie jemand, der von Realitätsverlust faselt und im Prinzip einen Menschen meint, der nichts mehr hat, NUR NOCH seine Realität. Derjenige der über ihn spricht, hat wohl eher das Bedürfnis, sich sein schönzureden und somit ist fraglich, was da wirklich fraglich ist.
    Genau die gleiche Grenze, die sie immer ziehen und überall, sogar zwischen Fantasie und Realität, immer eine mehr zwischen sich und sich, nur um den Teil von sich, den sie fürchten, weiter auszusperren, bis die Dämme brechen und die Dinge sich wieder verbinden, und wenn sie uns überrollen.
    Geh mal in eine Psychatrie, die Menschen, die sie dort einsperren, die nennen sie verrückt. Dabei sagen sie die Wahrheit, als einzige Menschen die existieren, sind sie dazu überhaupt in der Lage – so sehr, dass sie gar nicht anders können. Und was tun wir? Sie als digital betrachten, im Prinzip.

    Peace

    P.S.: das wichtigste, das hätt ich fast vergessen: nein, Weisheit findet sich nicht in der Wiege, das stimmt. Aber falls ihr eigentlich eher Klugheit meinen solltet, wie ich vermutet: doch, tut sie. Genau da findet sie sich.

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