unbelehrbar

Es verblüfft mich immer wieder aufs neue, wie diese Spezies ihren Weg trotz einer beinahe schon in Voll­endung zele­brierten Lern­aversion macht. Nun gut, zuge­geben, korrek­ter­weise sollte es heißen: einen Weg, also einen Ausweg findet. Und ja, es wurden – auch das zugegeben – in der Zwischen­zeit immense Berge an Lern­stoff ange­häuft. Doch wieviel Wichtiges ist darunter?

Beispiel: Was ließe sich möglicher­weise daraus lernen, daß in den so kurz vor der Bundes­tags­wahl hektisch beäugten Umfragen alle „klassischen” Parteien etwa die gleichen miesen Prozente erwarten dürfen?

16 Kommentare zu „unbelehrbar

    1. Ja, das wäre schon mal ein Ansatzpunkt. Ein anderer Punkt, an dem es auch einiges über Demokratie zu erlernen gäbe, ist die politische Bedeutung des gigantischen Prozentsatzes an Nichtwählern. Seit langem schon überflügeln diejenigen, die das Wahlangebot für völlig unwählbar halten, die sogenannten Volksparteien um Längen!

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      1. Nichtwählen finde ich nicht in Ordnung, wenn man eine Meinung hat. Wenn dann den Wahlzettel ungültig machen, denn auch ungültige Stimmen werden gezählt und nehmen Vorwürfen wie „Gleichgültigkeit“ oder „Faulheit“ den Wind aus den Segeln.

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        1. Das ist letztlich nur eine stilistische Feinheit (eine liebe Kollegin bezeichnete sowas immer als „Rüsche am Nachthemd”), ob man den Wahlzettel ungültig macht oder gar nicht erst zum Wahllokal schlendert. Taucht in irgendeiner Wahlauswertung die Zahl der ungültig-Stimmen auf (und dann noch fein säuberlich unterschieden nach politisch motiviert oder versehentlich ungültig) mitsamt daraus abgeleiteten politischen Konsequenzen um den politischen Willen der ungültig- und Nichtwähler angemessen zu berücksichtigen?
          Oder wird man lernen müssen, daß manche Mißstände nicht peu à peu, sondern nur vom Grunde her (also radikal) schlagartig beseitigt werden können?

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        2. Wenn es den Schergen der Obrigkeitskaste in den Kram paßt, wird es nur ein Fingerschnippen brauchen, bis ›auch das nicht mehr passiert‹.
          Wobei, auswertungstechnisch werden schlußendlich Nichtwähler genauso gezählt wie Ungültigwähler, nämlich als Mittelwert der gewählten Stimmen.
          Beispiel: Nichtwähler 40%, ungültig 20%, Partei A 20%, Partei B 15%, Partei C 5% ergibt am Ende A→50%, B→37,5% und C→12,5%. Und dabei wäre die einzig(!) demokratische Entscheidung zum Wahlausgang, daß 60% aller(!) Wahlberechtigten das Wahlangebot für nicht annehmbar hielten. Das wäre die Mehrheit! Was dann fairerweise Neuwahl hieße. Die staatliche(!) Zuwendung an die Parteien (immerhin 1€ pro Wahlberechtigtem) dürfte für die verkackte Wahl nicht ausgezahlt werden und wird zurückgehalten, bis es zu einem Ergebnis kommt…

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  1. Hmm,
    so darf es eine „verdammt“ große Koalition geben,
    wo vermeintlich drei oder gar mehr Programme, Bevölkerungs- und „Peer-Groups“ in die tolle Regierung geführt werden – … und alle sagen können, daß sie vertreten sind, mitmachen und schweigen.

    Warum nur, muß ich ob der gleichen Strukturen und Vorgehensweisen nur an 31-33 und den Weg in den Faschismus??? Und diese komischen, wie systemischen „Blauen“ machen mir da letztendlich keine Sorgen,
    nicht nur, weil ich an die kolportierten Worte von I. Silone denken muß …

    Andersherum –
    a) es läuft alles nach Plan
    und
    b) die Illusion lebt – „wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten“

    Ähmm, soll hier eigentlich ein „Ausweg “ gefunden werden???
    Versteht man diese unterschwellig rhetorische Frage richtig (;-) antwortet „man“ mit Nein …
    -> was wieder „Stoff“ für zwei weitere „Beiträge“ bietet!

    Alles Liebe,
    Raffa.

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      1. Der „Ausweg“ ist ja schon länger am Start.

        Scheitern wir Menschen, diese Spezies, nicht am Hoch- und Übermut,
        welche sich dann auch noch blöderweise mit Feigheit und Faulheit paart
        oder eben mit dem Unglauben,
        daß es eine Welt jenseits der „Projektion“ und der Höhle gibt …
        Dann müssen auch wir oder ein anderer dämonischer Lichtträger eben nicht mehr das Licht tragen, in der Hö(h)le …
        und auf dieser anderen „Ebene“.

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        1. Die Lösung für das Problem ist so offensichtlich,
          daß es nur eines kleinen Lichtes bedarf
          oder eben nur einer kleine Tube Augensalbe.
          Das andere Problem ist, daß diese Idealisten immer den Idealfall für sich „ausschlachten“ …

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