Killer-Sudoku

Da habe ich mir mal wieder ein Sudoku-Heft­chen geleistet. Es war das Werbe­stich­wort „Inklusive Killer Sudokus”, das mich zugreifen ließ.
Die zugrunde liegende Idee ist recht inter­essant. Es werden nicht mehr einzelne Zahlen vorge­geben, sondern die Summen der Zahlen in verschie­denen Zell­bereichen, die jeweils aus zusammen­hängenden Einzel­zellen, welche über ihre Seiten (nicht Ecken) benach­bart sind, gebildet werden. Solche Zell­bereiche sind im hier gezeigten Beispiel jeweils farblich hervor­gehoben. Mehr als vier Farben braucht es nicht, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Was wollte ich noch sagen? Ach ja, der Name mag zwar reißerisch sein, ist aber gänz­lich über­zogen. Es handelt sich ledig­lich um eine nied­liche kleine Spiel­variante. Gekillt wird höch­stens die hippelige Freude an einer ernst­haften Heraus­forderung…

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Nötigung

Der Staat als solcher ist eine juri­stische Person, liebe­voll „Väter­chen Staat” genannt. Und da ist es auch schon passiert!
Es weht ein Hauch von Demo­kratie (nicht nur) durch Deutsch­land, wo Gewal­ten­teilung prakti­ziert wird: Legis­lative (gesetz­gebende Gewalt), Exekutive (ausfüh­rende Gewalt) und die Judi­kative (recht­sprechende Gewalt). Gewalt gegen natür­liche Personen ist gemeint, aber auch gegen juri­stische Per­sonen. Juri­stische Personen, wie der Staat nun einmal einer ist. In einem solchen selbst­referen­tiellen Bezug ist alles möglich, oder auch nichts. Zumindest gibt es viel Spiel­raum für kreative Inter­preta­tionen und auch Aus­legungen, aber keine Gewiß­heiten; erinnert sei an Russells Paradoxon.
Apropos erinnern: Es steht ja noch eine Behauptung im Raum (vgl. hier). Ver­brecher­syndikat, was für ein schönes Wort. Und wo fängt man an, in der Laudatio auf den Staat diesen wohl­klin­genden Titel zu begründen? Nehmen wir bei­spiels­weise Nötigung (StGB § 240): Zum Stich­wort „Duldung” zählen sicherlich der GEZ-Obolus und der Zwang, sich Finanz­insti­tuten (und eben auch deren Machen­schaften) ausliefern zu müssen. Und wie ist das mit halb­seidenen poli­tischen Entschei­dungen der Obrig­keits­kaste, die sehr wohl alle natür­lichen Personen des Staates betreffen, aber per Dekret nicht im Volks­entscheid legi­timiert sind?

Fortsetzung folgt…

Änderungsbedarf

Väterchen Staat als wohlmeinender Patriarch? In roman­tischen Träumen viel­leicht, sonst aber nichts anderes als – recht hat er, dieser Marx – das Macht­instru­ment der Herr­scher­kaste. Mithin kann man sich des Eindrucks kaum erwehren, der Staat funkti­oniere wie ein Ver­brecher­syndikat.

Fortsetzung folgt

minus = plus

Eine Mauer! Der kleine Donald will seine Mauer! Er ist besessen von der Mauer. Doch halt, er ist ja gar nicht von der Mauer besessen, sondern von der Vor­stel­lung, daß sein Wille geschehe.

Mauer. Auch die höchste (oder wahl­weise längste) Mauer beginnt im Kopf. Wurde denn nicht gerade dafür der Begriff Beton­kopf erfunden?
A propos, Betonkopf: der kleine Donald will, will, will die Mauer. Die poli­tisch anders Wollenden in den Staaten wollen sie nicht (möglicher­weise wollen sie nur ihn nicht; aber solche Gefechte werden nun mal an Stell­vertreter­objekten ausge­fochten). Doch es gibt einen Kompromiß! Da eine Mauer nicht gewollt ist, besteht er mög­licher­weise im Bau einer Anti­mauer: Man nehme eine große Fräse und mache mit ihr aus der amerikanisch-mexikanischen Grenze einen tiefen Graben (sprich eine Antimauer).
Für die Durchfahrts­rechte können – ähnlich zum Panamakanal – Gebühren erhoben werden. D. h. schon nach x‑tausend Jahren dürfte sich der Bau amorti­sieren. Zudem kann sich ein Nach­folge­prä­sident (also von Trump und nicht zwin­gend erst nach dem Ablauf der x‑tausend Jahre) blei­bende Meriten als größten Graben­zuschütter verdienen…

[andthoro-2018] Ansprache-Widerrede

Da habe ich nun stundenlang Anlauf genommen, um mir ein paar Gedanken zum bundes­präsi­dialen Gebrabbel aus dem Daumen zu nuckeln, und stolpere hier über einen Beitrag, der ein paar der sich zwangs­läufig einstel­lenden Gedanken und Fragen bereits ausfor­muliert hat…

andthoro-2018

Ein Bundespräsident, der uns in diesem und in den vorangegangenen nichts wirklich substanzielles zu sagen hatte und hat fordert „seine“ (nicht mich) MitbürgerInnen auf mehr miteinander zu sprechen und zuzuhören.

Zynischer kann man es kaum zum Ausdruck bringen, dass es die Politikerkaste dieses Jahr einen ziemlichen Dreck geschert hat was die BürgerInnen bewegt hat darüber zu reden und zu streiten. Trotz wegweisend unüberhörbarer Signale (z.B. Wahlergebnisse…) hat sich nichts bewegt- im Gegenteil- Stillstand und Rückschritt gehen Hand in Hand in der Politik weiter, darauf hoffend dass sich doch bitte, bitte nichts an diesen gerade so paradiesischen Zuständen ändern möge.

Auch diese Rede ist ein weiteres Signal des deutschen Neo-Feudalismus mit demokratischen Mäntelchen.

Zeichen dafür sind die allgegenwärtigen Hassreden, die geschickt getarnt und mit blendenden Worten in Reden, Gesetzesvorschlägen, Preisverleihungen, Urteilen, …. auf uns einprasseln:

„Eure Armut kotzt uns an…“

„Ihr könnt sagen und machen was ihr wollt, wir wissen was…

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Aluminiumhut-Tiara

»Wenn wir auf die Krippe schauen, verstehen wir, dass das, was das Leben nährt, nicht der Besitz, sondern die Liebe ist; nicht Gier, sondern Nächsten­liebe; nicht der Über­fluss, den man zur Schau stellt, sondern die Einfach­heit, die man bewahrt«, so sprach das Teig­gesicht, das derzeit den obersten Brücken­bauer mimt (Quelle: RP‑online).
Wer halbwegs bei Verstand ist, sollte spätestens jetzt konvertieren! Was braucht es denn noch mehr als diesen einen Satz, der voller Verlo­genheit und Schein­heiligkeit ist?