Sprachretardation

Fragt man zur Abwechs­lung nicht Tante Wiki, sondern Onkel Konrad um Rat, findet man unter dem Punkt 4.a den Hinweis, daß es sich bei Sprache um ein „sich entwickelndes System [… handelt], das einer Sprach­gemein­schaft als Verstän­digungs­mittel dient”.
Was sagt es über unsere Gesell­schaft aus, die eben auch eine Sprach­gemein­schaft ist, daß die defini­torisch geforderte Entwicklung des Sprach­systems unüber­sehbar von Ratar­dation und Zerfall gekenn­zeichnet ist?

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Über den Schatten springen

Vor ein „paar Tagen” habe ich auf diesem Blog in einem Kommen­tar behauptet, daß es so ziemlich das Ein­fachste von der Welt sei, über seinen eigenen Schatten zu springen. Dummer­weise behauptet die vox popoli kate­gorisch das komplette Gegen­teil, es sei unmöglich.
Der „Beweis” hat aber nicht deshalb so lange auf sich warten lassen, weil er so schwer zu erbringen wäre, sondern weil ich lange gebraucht habe, um ein (halb­wegs) geeig­netes Photo zur Illu­stration zu knipsen.
Es muß keine Brücke sein; eine in der Höhe angebrachte Leuchte, deren Licht­kegel ungestört nach unten weist, tut’s allemal. Wer physisch (und nicht etwa nur symbo­lisch) über seinen eigenen Schatten springen möchte, muß sich direkt unter der Leuchte hindurch bewegen (in der obigen Abb. entlang der Geraden gAL). Im Punkt A sollte er (♀♂) zu einem kleinen Sprung ansetzen. Ein Hüpfer reicht nicht, da ja über den Schatten gesprungen werden soll. Im Punkt L (L wie Landung) ist die hero­ische Tat auch schon voll­bracht. Während der eigene Schatten im Punkt A hinter einem liegt, befindet er sich im Punkt L vor einem, d. h. im Gipfel­punkt G befindet sich der Proband über seinem eigenen Schatten, der soeben über­sprungen wird.
Damit es gelingt, jetzt noch ein paar Angaben zur „Dosierung”. Damit die Augen­zeugen auch Gele­genheit haben, das Experiment zu filmen, sollte die Sprung­parabel nicht zu klein gewählt werden. Sagen wir: Absprung­geschwin­digkeit etwa 15,6 km/h, Absprung­punkt A etwa 90 cm vor dem Lot-Fußpunkt der Leuchte und Absprung­winkel etwa 35°. Das reicht für eine Sprung­höhe von etwa 31,5 cm; ist also selbst für untrai­nierte Sport­muffel durchaus erreichbar.

miese Vorstellung

»Ein ungeregelter BREXIT wird das Brutto­inlands­produkt [BIP] Deutsch­lands um wenigstens 0,5 % sinken lassen«. So oder so ähnlich klang es bei den heutigen Morgen­nach­richten aus dem Radio. Als ob es so schlimm für das gemeine Stimmvieh Deutsch­lands wäre, wenn die Profit­rate der Obrig­keits­kaste um ohnehin nur einen Bruch­teil der befürch­teten Reduzierung geringer als erwartet ausfiele; das meiste wird doch eh sozia­lisiert, also auf die unterste Kaste abgewälzt.
Täuscht mich die Erinnerung oder sollte heute nicht das alberne Schmieren­theater, das da links-oben auf der Insel im kalten Wasser gegeben wird, endlich beendet sein? Ach nein, es gab ja eine (erste von vielen? *gähn*) Verlängerung. Weckt mich, wenn’s vorbei ist!

Es lebt!

So kurz nach Vollmond, der zudem recht gut beob­achtbar war, fahren die Gedanken schon wieder Karussell. Er ist übersät von Kratern, alle hübsch kreisrund, als ob die Pro­jek­tile immer folgsam in Rich­tung Mond­mittel­punkt unter­wegs waren, um ihren mond­boden­bewe­genden Aufgaben nachzu­kommen. Gestapelt sind sie inein­ander und durch­ein­ander, aber über­raschen­der­weise schreck­lich ober­flächlich, also kaum in die tieferen Schichten des kalten Gesteins­klopses eindringend.
Und wenn sich nun unter den kreis­ähnlichen Geröll­wällen das eine oder andere Bull­auge verbirgt, gut getarnt im Ensemble der übrigen Mond­deko­ration? Und wenn hinter diesen Bull­augen Aliens säßen, die die kohlen­stoff­basierten Tamagotchis auf der blauen Murmel besichtigen? Warum sonst hätten sie dem Mond eine gebundene Rotation beibringen sollen, wodurch immer recht genau dieselbe Seite des Mondes zur Erde zeigt?

return to sender

Basiert denn das Betreiben eines V-Logs oder eines Blogs letzten Endes nicht auf der Annahme, frei entscheiden zu können, also nicht ledig­lich die virtu­elle Realität einer Matrix zu „erleben”? Wobei es irrelevant ist, ob sich der Blogger (♀♂) dieser Annahme überhaupt bewußt ist.

Schrieb ich die beiden obigen Sätzlein nun mir im virturealen (= virtuell-realen) Selbst­gespräch oder einer als vernunft­begabt angenom­menen Spezies außer­halb oder gar inner­halb(!) der Matrix oder viel­leicht doch nur an die Betreiber der Matrix?

Knobelei

Gibt es einen signi­fikanten Unter­schied, wenn auf einer Treppe, die immer im gleichen Dreh­sinn aufwärts strebt, der mitge­führte Ballast (Regen­schirm, Einkaufs­korb, Müll­eimer etc.) in der linken oder in der rechten Hand getragen wird?