verantwortungslos

Zwölfter April, ab heute sollte doch das „Schnelle Brechen” nicht mehr breakfast, sondern ganz zivilisiert wieder Früh­stück heißen?! Ach nein, die 2. Verlängerung!
Ist schon komisch: Natür­lich gibt es (auch diese) eine Verlän­gerung, die Wirtschafts-„Weisen” haben ja bereits ausge­rechnet, was ein (unge­regelter) Brexit kosten würde. Also – apropos Kosten – müssen die Briten zahlen! Mit einer Formalie! Sie müssen für ein paar Monate, die sie heraus­geschunden haben, an den Europa­wahlen – wie kann man so grausam sein?! – teilnehmen.
Wie werden wohl von britischer Seite Wahl­betei­ligung und Stimm­vertei­lung aus­sehen bei einer Wahl für einen unge­liebten Moloch, dessen Klauen zu entkommen sich die Mehrheit des Verei­nigten König­reichs per Referendum gewünscht hat? *grübel*

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Gleichberechtigung

Nicht erst anläßlich eines an Über­flüs­sigkeit kaum zu über­bietenden Motto­tages – wo bleibt der „4,9 €-Cent”-Tag? – sei die Frage erlaubt, ob echte(!) Gleich­berech­tigung nicht erst dann möglich wird, wenn auch Frauen (♀) zeugen und Männer (♂) gebären können.

Streikschaden

»Mehr als 10.000 Teil­nehmer, über 140 geschlos­sene Kitas, 20.000 ausgefallene Unter­richts­stunden: Die Gewerk­schaften GEW und Verdi freuen sich über den ersten der beiden Warn­streik­tage«, so wird in den Medien berichtet (Quelle: rbb24).
Da kann man nur gratu­lieren! Ob sich die Koryphäen, die für kurz­fristige „Siege” im Nano­format ihre klein­lichen Macht­gelüste sozia­lisieren, indem sie mittels millio­nen­facher Geisel­nahme die Gesamt­wirt­schaft beschädigen, wohl darüber Gedanken gemacht haben, daß sie mittel- und langfristig die Armut vergrößern?
Wer sich jetzt nicht ob einer aufblitzenden Erkenntnis mit der flachen Hand vor die Stirn schlägt, sollte sein Triller­pfeifchen hervor­kramen und sich getrost der blökenden Horde anschließen…

gefährlich dumm

Erst vor wenigen Tagen habe ich hier über die när­rische Spezies Mensch fabuliert.
Ganz ehrlich: läßt sich die Narre­tei um das INF-Gezerre noch steigern? Auf der einen Seite dient es als bil­liger Vorwand, vertrags­brüchig zu sein und die Schuld dafür dem anderen (dem ewig bösen Russen) ohne jeden Beweis in die Schuhe zu schieben, und auf der anderen Seite tut man sehr erstaunt, daß poli­tischer Irrsinn mit poli­tischer Frag­würdig­keit beant­wortet wird.

Narrenhagen.004

Derzeit verbringe ich pro Tag 0,0014 % meiner vermuteten Lebens­erwartung mit einer inten­siven Schulung in „Abwehr von Geld­wäsche und Terror­finan­zierung”. Der Bank, die diese Schulung sponsert, gefällt es, bestehende und poten­tielle Kunden mit „Straf­punkten” zu bele­gen, die in gar nicht so seltenen Fällen zum Abbruch bzw. der voraus­eilenden Verhin­derung von Geschäfts­beziehungen führen. Solche Malus-Punkte gibt es u. a. beispiels­weise im Zusam­menhang mit der geograph­ischen Herkunft des (potentiellen) Kunden (♀♂), ihm nahe­stehender Personen oder finan­zieller Berater.
Kurz: Die Herkunft kann zu Benach­teiligung führen, nämlich zu einer Vorver­urteilung. Ob das wohl vom Grund­gesetz (speziell Art. 3.3) gedeckt ist?

Irrleuchten

Das Photo zeigt eine soge­nannte Energie­spar­lampe. Eine – soviel Zeit muß sein – defekte Spar­lampe, um korrekt zu sein. Vor wenigen Tagen hat sie sich vom Leucht­mittel zu einem Haufen Sonder­müll verwandelt. Und warum ist das einen Blog-Artikel wert? Weil sie etwa zu der Zeit erstanden (und auch zeitnah einge­setzt) wurde, als die Poli­tiker­darsteller für die Leucht­mittel­indu­strie ein massives Umsatz-Förderungs­programm vom Zaun gebrochen haben. Seiner­zeit wurde die Produktion von Glüh­lampen ab einer höheren Wattzahl verboten. Besitzer von Leuchten mit E27-Fassungen, die bislang Glüh­wendel tragende Hellig­keits­spender beher­bergten, waren gezwungen, binnen relativ kurzer Zeit Spar­lampen oder gleich komplett neue Leuchten zu kaufen. Diese Spar­lampen versprachen zwar einen Licht­strom von 1000 Lumen oder mehr, funzelten aber in Wahr­heit dämmrig vor sich hin, und das sogar erst nach langer Anlaufzeit.
Kurze Zwischenfrage: Ist es eigent­lich Zufall, daß sich die Meß­kurve der Erd­erwär­mung so gänzlich unbe­eindruckt davon zeigt, daß durch die Einfüh­rung der Spar­lampen Phan­tastil­lionen von Megawatt eingespart wurden, weil statt der mehr heizenden als leuch­tenden Glüh­wendel­lampen nunmehr Lampen höheren Wirkungs­grades Einsatz fanden?
Freilich mußte das Umsatz­beschaf­fungs­programm für die Leucht­mittel­indu­strie finan­ziert werden. Und zwar von – Tusch! – den End­verbrau­chern, die nun mal keine Lobby haben. So eine Spar­lampe ist deut­lich teurer als eine Glüh­lampe. Die Amor­tisa­tions­zeit, also die Zeit, in der der Preis für den gerin­geren Energie­aufwand den für die höheren Anschaf­fungs­kosten kompen­siert, bemißt sich bei diesem Lampen­typ nach Jahr­zehnten. Zwar wurde von den Her­stel­lern eine ent­spre­chende Standzeit der Spar­lampen versprochen (zumindest eine, die zigmal höher als bei Glüh­lampen ist). Aber wurde dieses Versprechen auch gehalten? Bei der oben gezeigten Lampe zumindest nicht.
Und nun? Nun strahlt die Leuchte mittels LED-Lampe. Die Energie­auf­nahme beträgt nur die Hälfte der sogenann­ten Spar­lampe und die Licht­ausbeute entspricht tatsäch­lich dem, was der „1200 Lumen”-Aufdruck verheißt. Wozu – außer als Profit­generator für die Leucht­mittel­industrie – mußte der Irrweg der Spar­lampen durchgepaukt werden, wenn nur wenige Jahre später tatsächliche, prak­tikable und sogar noch preis­wertere Alter­nativen verfügbar gemacht werden?

sprachlos

Wenn drei vermummte Asyl­fordernde einen gut­bürger­lichen Mittel­stands­deutschen mit Kant­hölzern ange­griffen hätten, um ihn zu verletzen oder viel­leicht auch zu töten, wäre sehr wahr­schein­lich ein Sturm der Ent­rü­stung durch die Bunte Republik und die Medien allemal gebraust.

Wenn hingegen (siehe hier) drei Vermummte einen Menschen angreifen, der sich für die AfD(!!!) engagiert, dann ist – scheint’s – keine Stimme zu hören, die das Nieder­knüppeln demokra­tischer Grund­sätze auch nur benennen würde…