gedankenschwer

Nein, ich möchte keinem sonstwie ausfal­lenden Unter­suchungs­ergebnis vorgreifen (siehe hier), aber ich mache mir Gedanken. Das sollte doch erlaubt sein, oder?!
Natürlich sind wir stolz auf unsere zivili­sato­rischen Errun­gen­schaften, die höch­sten mora­lischen Ansprüchen gerecht werden (ich lasse das mal so im Raum stehen). Dazu gehört auch die Ächtung der Todes­strafe. Gut so! Aber ist das auch weise angesichts von Personen, die eine Gefahr für die Gemein­schaft an sich darstellen, indem sie ohne Skrupel (ohne Unrechts­empfinden?) menschliches Leben wegwerfen?

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MAga

Dieses Bild stammt aus einem Artikel, in dem es um die US-Staatsverschuldung geht (siehe hier):

Hmm, naja, wie sagte die orange-gesichtige Sturmfrisur so schön: Make America great again!
Klar doch, Mr. President, auf Pump…

*** for future

Es war gestern, als mir eine an einem Liefer­wagen ange­brachte Werbe­bot­schaft durchs Gesichts­feld fuhr. Es war eine „*** for future”-Botschaft. Gestern war zwar Freitag, aber an der Stelle der der drei Sternchen stand nicht der Wochentag. Und plötzlich hatte ich die Idee, im welt­weiten Netz nach dem „for future”-Slogan zu suchen, während allerdings „friday” und Spiel­arten davon ausge­schlossen bleiben sollten: 190 Mio. Ergebnisse in 0,31 s…

Und nun frage ich mich, was denn wohl die tiefe Bedeutung einer „*** for future”-Botschaft sein könnte. Praktisch alles, was im Jetzt passiert, mani­festiert sich in der Zukunft (genauer: in der Zukunft der jetzigen Gegen­wart). Korrekter­weise muß sogar das Wort „praktisch” gestrichen werden, denn selbst eine Geschichts­fälschung ändert ja nicht die Geschichte an sich (also die Vergan­genheit), sondern höchstens die Geschichts­auffassung, wie sie in Zukunft verstanden werden soll; kurz: Alles, was im Jetzt passiert, mani­festiert sich in der jetzigen Zukunft.
Mithin ist die Etikettierung von was auch immer mit einer „*** for future”-Überschrift ein ernst­zuneh­mender Hinweis darauf, daß es wohl nicht um ratio­nale Sachlichkeit gehen wird, sondern mögli­cher­weise eher um demago­gische Wort­hülsen. Und das scheint kein Einzel­fall zu sein, sondern – siehe oben – millionenfach geübter Brauch.

Systemrelevante Menschen

Gut gesetzte Worte zu Absonderlichkeiten in Absurdistan…

frankjordanblog

All jenen, die es als Verschwörungstheorie abtun, dass es ausser systemrelevanten Banken und Konzernen längst auch systemrelevante Menschen gäbe, ins Stammbuch geschrieben: Wer es heute nicht sieht, wird es erst dann fühlen, wenn die „Gleicheren“ auch den letzten Fetzen ihrer Maske fallen lassen.

Der Staatsdiener dient, wie der Name richtig sagt, zuallererst immer dem Staat, sprich: der herrschenden Kaste. Diese wiederum fördert jene, die ihr und ihrem System am besten dienen. Und spätestens mit der Quasi-Ernennung von Ursula Von der Leyen zur Kommissionspräsidentin und mit Christine Lagarde zur EZB-Chefin muss auch dem letzten Träumer klar sein, dass, wer dies bieten kann, jene sind, die sich im Stahlbad politischer Intrigen als maximal korrumpierbar erwiesen haben: Amtsmissbrauch, Veruntreuung, Fahrlässigkeit führen direkt an die Spitze. Was wie Versagen aussieht, ist in Wahrheit die Erfüllung der Mission. Für das System.

Im Fall Lagardes bedeutet dies, dass eine Frau an die Spitze der EZB kommt…

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[Die Spoekenkiekerei] Zerstörung der CDU…

Es hätte mich betrüblich gestimmt, wenn ich diesen Artikel über­sehen hätte. Es betrübt mich das Ausmaß dessen, was ich so alles übersehe…

Die Kieker (Die Spoekenkiekerei )

Um den Ausgang von Wahlen zu beurteilen, ist es angezeigt, erst einige Tage ins Land gehen zu lassen, bis das Gegacker in Berlin abgeklungen ist und die wirkliche Lage klar wird. Drei Tage nach der Europawahl vom 26. Mai 2019 sind mehrere Fakten erkennbar, einige davon sind neu:

1. Bekannt war und bestätigt hat sich: Die SPD hat fertig. Es ist vorbei. Die Fünf-Prozent-Hürde kann möglicherweise im Herbst in einem ersten Bundesland unterschritten werden. Gut so! Die Genossinnen und Genossen haben das verdient. Jahrzehntelange Politik gegen die eigene Klientel zahlt sich aus. In der Arbeiterstadt Dortmund, einst Herzkammer der Arbeiterpartei SPD, kam sie noch auf 22,68 Prozent (-16,39) und wurde von den Grünen überholt (24,95).

2. Die CDU ist ebenfalls am Ende. Ein Video auf YouTube („Der Untergang der CDU“ von Rezo) hat gereicht, um dies klar aufzuzeigen. Die Parteiführung hatte keine Ahnung, was so ein Video bewirken kann; offenbar…

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Vernunft outsourcen

Das ist ja seltsam: Gerade eben schneit eine Email in meinen Post­korb, in der sich ein WordPress-Nutzer darüber beschwert, daß ich einen Artikel von ihm/ihr ge·liked, rebloggt oder was auch immer hätte. Das betref­fende Blog sei doch aber privat! Wer ich denn wohl sei…

Die „Geschichte” ist so aufregend, daß ich noch nicht einmal Lust zum Gähnen habe. Doch halt, sie ist ja viel mehr als ein „unkommentiert löschen”-Trigger! Ich behaupte – unbewiesen und nur (davon aber reich­lich) empirisch belegt – ab einem bestimmten Komplexi­täts­grad hat jede beliebige Soft­ware Fehler. Sehr wohl auch Programmier­fehler, aber bei weitem auch in ganz anderen Kate­gorien, z. B. in der Gültigkeit des verwen­deten (nach dem x+1. Release wohl eher: gewordenen) Daten­modells. Ich behaupte, Programmier­fehler wachsen proportional mit dem Software­umfang, systemische hingegen deutlich schneller als exponentiell. Letzteres mag in kurzen Stand­zeiten der Soft­ware unkritisch sein, aber mit den Jahren…
Die eingangs erwähnte Email ist wohl kaum mehr als (wenn überhaupt) ein winziger Punkt in dem großen Bild der Apokalypse, die den Menschen bevorsteht, die, gefangen in ihrem Fort­schritts­wahn, alle Vernunft an Software outsourcen. An Software, die (in zunehmendem Maße) von Software „gemacht” wird, welche systemische Unzulänglichkeiten „vererbt”…

paradoxe Trajektorie

Geht es denn bei poli­tischen Wahlen um stra­tegische Ziele und/oder um die Taktik, diese Ziele über­haupt erreichen zu können? Geht es denn nicht längst aus­schließ­lich um Wähler­stimmen, wo es um politisch-soziale Inhalte gehen sollte?
Sind denn die Wahl­kampf­unter­nehmungen der Parteien nicht einzig unter dem Aspekt des Stimm­gewinns optimiert, um damit möglichst viel Macht zu erlangen und zu sichern, mit der dann jedoch nichts (pardon: viel zu wenig) für die Wähler gemacht wird? Paradox, nicht wahr?