Menschen im Vakuum

Aus TBBT stammt ein Physi­ker­witz: »Ein Geflü­gel­bauer ist besorgt, weil seine Hühner auf­gehört haben, Eier zu legen. Da er das Problem nicht lösen kann, bietet ihm einer seiner Freunde, ein Physiker, Hilfe an. Der Physiker kommt auf die Farm, nimmt mit kompli­zierten Geräten eine Menge Messungen vor und analy­siert dann die Daten. Nach einigen Tagen ruft er dann seinen Freund, den Geflü­gel­bauern, an: „Okay, ich habe eine Lösung für dein Problem, aber es funk­tio­niert nur mit kugel­förmigen Hühnern im Vakuum”« (Quelle: wiki).

Das ist wirklich ein Witz! Auch aus TBBT stammt eine echt cooper­sche Be­grün­dung: »Das war ein Witz. Es ist witzig, weil es wahr ist« (Quelle: wowikon). Doch es ist nicht nur ein Witz, sondern ein unfaßbar guter! 😃

Und die Wahrheit?! Späte­stens seit der Auf­klä­rung, seit dem Postulat vom „Guten im Menschen”, sind moralisch-ethische Konzepte entwickelt und daraus Hand­lungs­maximen und Gebote abge­leitet worden, die allesamt, wenn über­haupt, nur mit kugel­förmigen Menschen im Vakuum funk­tio­nieren, nicht aber unter realen Bedin­gungen wie etwa Konkur­renz­kampf, „Futter­neid” und be­grenz­ten und sich erschöp­fenden Res­sourcen…

likes

Der gestrige Artikel hat mich 3 follower gekostet. Ist dieser 2,2 %‑Verlust nun als hoch einzu­schätzen oder gar als zu hoch? Da nach meinem Empfinden die über­wie­gende Mehrheit der „Ich-werde-Follower”-Aktionen eh nur Tit4Tat-Aktionen sind, messe ich diesem Teil der WP‑Sta­tistik so gar keine Bedeu­tung bei, da ich absolut keine mate­ri­ellen Vorteile davon habe und sich mein Ego von Belang­losig­keiten nicht pampern läßt. Aber wie – um im Thema zu bleiben – sieht es mit likes aus, dem pikto­graphi­schen Äqui­valent des Applauses?
Für die jüngsten 10 Artikel sind in der Graphik die Anzahl der Aufrufe der Anzahl der spen­dierten likes gegen­über­ge­stellt:
Im Mittel – das ist die gestrichelte Linie im Chart – kommen auf 100 Aufrufe 31 likes (zumindest kamen so viele bei den letzten zehn Artikeln). Diesen Nektar für die Seele schlürfe ich mit wohligstem Vergnügen😌 und danke recht herzlich dafür😊! Und nun die Frage an die Amateur-Sherlocks: Welcher von den 10 gezeigten Punkten steht für den eingangs erwähnten Artikel mit der gekün­digten Gefolg­schaft? 🤔

extrem

Ach, das ist ja mal wieder schnuckelig, wie die Mario­netten der Obrig­keits­kaste (vulgo: Poli­tiker) den Verfas­sungs­schutz­bericht 2019 nach ihrem Bilde inter­pre­tieren. Leider habe ich die Voll­version bisher noch nicht gelesen, sondern mich mit der Kurz­fas­sung zufrie­den­geben müssen. Ganz ehrlich: Wer das Daten­material liest, dann aber ange­sichts der poli­tischen Verball­hor­nungen durch Poli­tiker­dar­steller und Medien nicht sofort Mittel und Wege zu eruieren beginnt, diese Demagogen poli­tisch unschädlich zu machen, hat es eh nicht besser verdient.
Tenor der Berichts-Exegese: »Extre­mi­stische Taten haben weiter zuge­nommen. Besorg­nis­erre­gend ist vor allem die Gefahr von rechts« (Quelle: BR24). Gefahr, Gefahr! Zu den Waffen! Dabei finden wesent­liche Fakten einfach keine Beachtung: Die Zahl der rechts­extre­men Gewalt­taten ist von 2018 zu 2019 um knapp 15 % gesunken. Nein, es wird hier keine Lanze für Extre­mismus gebrochen! Weder für linken noch für rechten oder sonst­welchen anderen. Deshalb sollen Zahlen sprechen.
Während die Zahl der rechts­extremen Gewalt­taten im Jahr 2019 ggü. 2018 um 15 % gesunken ist, stieg die Zahl der Straf­taten dieser „Klientel” um 9,7 %. Das ist zweifels­ohne ein unschönes Ergebnis, dem tat­säch­lich auch gesell­schaft­liche Aufmerk­samkeit zu widmen ist. Doch ohne Kontext sind derartigen Zahlen voll­kommen belanglos. Und dieser Kontext gewährt bemer­kens­werte Einblicke. Unter dem Stich­wort „politisch moti­vierte Straf­taten” gab es eine Zunahme von 36.062 (2018) auf 41.177 (2019) um 14,2 %. Die rechts­extreme „Klientel” lag mit 9,7 % deutlich darunter (19.409 → 21.290), d. h. die anderen, die nicht-rechten Extre­misten haben ihre Straf­taten um 19,4 %, also entschieden stärker erhöht (16.653 → 19.887).
Aber das ficht unsere geliebten Demagogen ja nicht an. Sie haben sich für ein Feindbild entschieden, das jetzt hinge­bungs­voll kultiviert werden muß, um der eigenen poli­tischen Linie treu zu bleiben.
Und dieses eine Beispiel ist nur die Spitze des Eisbergs! Dabei ist noch nicht einmal aufgeklärt, wer nach welchen Regeln was als rechts, links oder sonstwie extrem deklariert, um halbwegs verwertbare Fall­zahlen aus dem Zylinder zaubern zu können…

5 = 0

Wenn ich für Bewer­bungs­unter­lagen meine – wie heißt das so schön auf Neudeutsch? – Skills zu dekla­rieren habe, gebe ich zum Stich­wort Statistik meistens „Grund­kennt­nisse” an. Das mag durchaus unter­trieben sein, so dachte ich zumindest bisher, scheint aber in Wirk­lich­keit eher eine arge Hoch­stapelei zu sein, wie mich WordPress soeben belehrte:Gezeigt ist ein Ausschnitt aus der WP‑Statistik von heute. Zu sehen sind 5 Auf­rufe aus Deutsch­land und Öster­reich, die insgesamt von keinem Besucher nicht aufge­rufen wurden. Sollte ich jetzt einen Abend­schul­kurs in Statistik oder doch lieber in Logik belegen? 🤔

Erfolg

Was mich brennend inter­essiert, ist, welchen Einfluß die mit großem Tamtam unters Volk gestreute Covid19-Warn‑App ganz konkret, also auf seriöse Weise stati­stisch relevant ermittelt, auf den Verlauf der aktuellen Epidemie hat. Das iNet hält sich im Moment noch bedeckt, was bei den momentan geschätzten Inku­bations­zeiten (noch) nicht verwun­derlich ist. Aller­dings müßte es – bereits jetzt! – eine reprä­senta­tive Kontroll­gruppe geben. Was weiß denn eine der Such­maschinen zu diesem Thema?Die obere Ergebnis­liste resultiert im wesent­lichen aus Propa­ganda­texten, die im Zusam­menhang mit der Vertei­lungs­kam­pagne der Warn‑App stehen, wobei sich die Texte etwa die Waage halten, die zum einen stolz über das erfolg­reiche Roll-out berichten und die zum anderen Zwang aufbauen sollen gegen­über den Verwei­gerern der voll­kommen frei­willig nutz­baren App. 😒
Da knapp 30‑tau­send Artikel nicht so recht komfor­tabel zum eingangs skizzierten Thema zu durch­forsten sind, habe ich in einem zweiten Versuch die Abfrage ein wenig einge­schränkt (unterer Teil der Abb.). Es würde mich schon ein bißchen wundern, wenn das obligate stati­stische Material nach der aktuellen Funk­stille urplötzlich aus ergie­bigen Quellen zu sprudeln begänne.
Honni soit qui mal y pense.

Ohne mich!

Nein, ich werde die Coro­na-App nicht herun­ter­laden! Das im wesent­lichen aus zwei Gründen. Zum einen möchte ich, solange es irgend geht, meine Spur im iNet so flach wie möglich halten¹. Zum anderen möchte ich weder als Täter noch als Opfer in Frage kommen können, wenn aufgrund der App-An­wendung die Hexenjagd (oder wahl­weise eine Flut von Zivil­rechts­klagen) beginnt.
Um es unmißverständlich zu sagen: Die Daten­sicher­heit sehe ich nicht als rele­vantes Ableh­nungs­kri­terium. Die Kon­struk­teure der Coro­na‑App haben sich konkret zu diesem Punkt sicher­lich sehr viel Mühe gegeben. Ging ja auch kaum anders, da eine breite Akzep­tanz erreicht werden mußte. Trotzdem ist es in durchaus nennens­wertem Umfang möglich, ganz konkret, mit Namen und Adresse, Personen zu identi­fizieren, von denen man im Fall des Falles ein paar gekrönte Viren geerbt hat. Stichwort: Input-Output-Analyse an einer Black Box.
Wer corona‑infiziert ist, kann, muß aber nicht, in seiner App diesen Posi­tiv‑Sta­tus hinter­legen. Frei­lich wird (mehr­heit­lich) dieser Status auch hin­ter­legt, ansonsten würde das App‑Kon­zept² konter­kariert. Träfe meine App auf eine fremde (und uniden­tifizier­bare!) App mit einem Posi­tiv‑Status, würde meine App einen ent­sprechenden Warn­hinweis generieren. Da ich die epidemie­dämpfenden Verhal­tens­regeln aller­dings ernst nehme (speziell Mindest­abstand und Vermeidung großer Menschen­haufen), ist es sehr wohl möglich, einen Menschen aus dem Personen­kreis zuzu­ordnen, mit dem ich jüngst Kontakt hatte. Und schon gibt es jemanden, den ich vor den Kadi zerren kann³. Pikanter­weise ist die Irrtums­wahr­schein­lichkeit für die Zuord­nung der Viren­schleuder relativ hoch, denn mein Infekt muß mit dem infi­zierten App-Träger gar nichts zu tun haben (Stich­wort: schein­bare Kausa­lität). Aber das macht die Sache keineswegs besser, wenn man das Pech hatte, auf einen klage­wütigen Mitmen­schen getroffen zu sein.

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¹) Für die Installation einer App auf meinem Wisch‑Händi setzt das Betriebs­system einen Gugel‑Chrome Account voraus… 😱
²) siehe u. a. „Wie funktioniert die App?” in Ruhrnach­richten vom 17.06.2020
³) Eine der Lieblingsbeschäftigungen in Dt-Land ist ja – wozu ist man schließlich recht­schutz­versichert? – das Rechthaben.

rückwärts

Das iNet weiß auch nicht alles. Es gibt Frage­stel­lungen bei denen es offen­sicht­lich über­fragt ist und fast aus­schließ­lich hane­büchenen Unsinn präsentiert. Und das sogar bei total simplen Fragen:

Warum läuft mein (Licht)-Stromzähler ohne Last dauerhaft rückwärts?

Und damit ist nicht gemeint, daß sich die Alumi­nium­scheibe gemäß dem Kon­struktions­prinzip (analoger, also elek­trotech­nisch‑mecha­nischer) Energie­mengen­zähler bis zum Sicht­bar­werden der Farb­markie­rung weiter- oder manchmal auch zurück­dreht. Auch die nach Zigtau­senden gezählten Artikel sind nicht hilf­reich, bei denen es z. B. durch Solar­panele um Energie­einspeisung geht. Es geht um ein Häuschen im Garten, das seit rund 10 Monaten verlassen steht und in dem kein (in Worten: kein) Elektro­verbrauch stattfindet (die unter Verschluß gehal­tenen Siche­rungen sind rausge­dreht). Und trotzdem ist der Zähler gelaufen, und zwar rückwärts:Freilich kann das Zählwerk in dieser Zeit einmal fast komplett durchge­laufen sein. Aber die Wahr­schein­lich­keit, daß da jemand rund 1000 Mega­Watt durchge­schleust hat, ist sicherlich nicht gerade sonderlich hoch. Defektes Zählwerk? Nicht auszu­schließen, aber ebenfalls höchst unwahr­scheinlich. Testweise habe ich nämlich einen einzigen Verbraucher einge­schaltet: Die Alu­minium­scheibe drehte sich ordnungs­gemäß, eine volle Umdrehung dauerte etwa 10 Se­kunden und nach mehreren solcher Umdre­hungen rollte auch das Zählwerk ordnungs­gemäß weiter. Übrigens läßt sich aus der Zeit (in Sekunden) für eine Umdrehung aus der „375 U/kWh”-Geräte­kon­stanten (GK = 375) die Leistung der/des betrie­benen Geräte(s) schätzen: P = 3600 / (t1 U · GK). Die Formel liefert die Angabe für die Leistung in kW (hier im Beispiel P = 0.96 kW; ganz okey, denn 1000 W steht auf dem Typen­schild des test­weise einge­schal­teten Gerätes).
Und nun? Mal sehen, was der Strom­anbieter sich so einfallen läßt. Ich habe zwar noch immer keine Ahnung, welche Verwir­belung im Raum-Zeit-Kontinuum zuge­schlagen hat, aber jetzt weiß ich zumindest, wie ein analoger Elektro­energie­zähler aufgebaut ist und funktio­niert bzw. funktio­nieren sollte…😁

Koinzidenz

WordPress zeigt ein recht merk­würdiges Verhalten. Genau nach dem Veröf­fent­lichen eines neu erstellten Artikels verkündet die WP‑Sta­tistik freude­strahlend, daß soeben eine PDF‑Datei aus der internen Mediathek herunter­geladen worden sei. Da ich es – ich schwör! – nicht war, müßte dieser Download von irgendwo aus den Tiefen des iNets ange­stoßen worden sein… 🤔
Doch die Wahr­schein­lich­keiten sprechen eindeutig dagegen. Es geht um die PDF‑Datei „Riemann­Vermutung­Beweis.pdf”, die schon vor längerer Zeit, nämlich am 24. Oktober 2019, in die Mediathek verfrachtet wurde, weil sie für diesen Artikel (→ klick) benötigt wurde. Wie groß ist die Wahr­schein­lich­keit, daß zufällig wenige Sekunden um das Veröffent­lichen eines Artikels herum von Fremden WP‑Usern eine Datei herunter­geladen wird, die weder inhaltlich noch per Verlinkung mit dem aktuellen Artikel zu tun hat? Und das auch noch in Dutzenden Fällen? Oder passieren Dinge im Hinter­grund, die weit über dem geistigen Horizont eines durch­schnitt­lichen WP‑Users liegen?
Das erste Bild zeigt den Zustand kurz vor Veröffent­lichung dieses Text­schnipsels hier:

Zweiundzwanzig Minuten und einen Artikel (nämlich diesen hier) später sieht’s dann so aus: