Stalker

Allzu gern wüßte ich, wieviele Menschen „ihren” Gott lieben, genau­genommen den Aggregat­zustand von ihm, der sich Jesus nennt. Und prompt drängt sich mir die Frage auf, warum die oberste Behörde – die mit dem himmlischen Amtssitz (oder war’s der höllische?) – nicht schon längst das 11. Gebot erlassen hat: Du sollst nicht stalken.

😇

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Gedankensplitter

Ostermontag. Der Blick schweift über das kleine Oster­arrange­ment: Ein flaches schalen­förmiges Körb­chen mit etwas (stili­siertem) Moos, darin zwei Eier und eine schlank aufra­gende Hasen­figur. Ganz ehrlich, das hat was Phallisches!

Knapp zweitausend Jahre früher: Marias Sohn könnte ja das Hand­werk seines Ernährers (wenn schon nicht Vaters) fort­führen und als Zimmer­mann (oder wie immer man τέκτων über­setzen mag) seine Bröt­chen verdienen. Aber nein, er wandert herum, verdirbt die CO2-Bilanz durch vieles und langes Reden und heischt Auf­merk­samkeit durch kleine „Kunst­stückchen”. Deren letztes scheint irgendwie in die Hosen gegangen zu sein. Nach der Bekun­dung, vom Glauben abge­fallen zu sein (siehe hier), zog er sich in eine Höhle zurück, um nach drei Tagen doch wieder aufzustehen.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist?! Ich werde ganz gerührt zur Feier des Tages die Oster­montags­früh­stücks­eier als Rührei zu mir nehmen.

Laufbewegung

Was ist es, das uns am Laufen hält? Und damit meine ich nicht die Fitness-Attitüde, die als Zeit­fresser ins Leben integriert werden muß, weil der sonstige Alltag viel zu wenig Heraus­forderung mit sich bringt.
Was läßt uns Schritt um Schritt machen im dunklen Wald? Was motiviert den nächsten Schritt auf einer schier endlosen Straße, die aller Wahr­schein­lichkeit nach nur ins nächste Jammer­tal münden wird?
Von Jean-Paul Sartre stammt die Bemerkung: „L′enfer, c′est les autres”. Macht dieser Gedanke nicht aber die Welt als Begriff über­flüssig, da er sie mit der Hölle gleich­setzt? Was ist es, das uns in der Hölle am Laufen hält?

Moschee-Steuer

»Viele Moscheen werden aus dem Ausland finanziert – und machen sich so abhängig. Die Berliner Moschee-Gründerin Seyran Ates hat eine Idee, wie man das ändern könnte. Sie hat sich für eine Moschee-Steuer für Muslime ausgesprochen. „Alles, was die Gemeinden brauchen, kann in Zukunft von den Mitgliedern selbst aufgebracht werden“, sagte Ates der „Welt“« (Quelle: WAZ).
Von wem soll durch Väterchen Staat die Moschee-Steuer eingetrieben werden? Von der Kirchen­steuer kann man sich bei gege­benen Voraus­setzungen frei machen. Ob das für eine Moschee-Steuer auch vorgesehen ist? Dann würden muslimisch geprägte Reli­gions­ausübende allein für die Finan­zierung der Moscheen aufkommen. Doch wäre somit das „Argument” der Ber­liner Moschee-Gründerin nicht auto­matisch gegen­stands­los? Wenn die musli­mischen Gemeinden für sich allein Geld für ihre Moscheen aufbringen können und wollen, warum muß es dann erst einen Umweg über Staat und Fiskus nehmen, statt direkt eingesetzt zu werden?
Daß die Politikerdarsteller der Bunten Republik (auch) in diesem Punkt nicht logisch-sachlich analy­sieren können bzw. wollen, dürfte nicht wirklich verwun­derlich sein; das Der·Islam·gehört·zu·Deutschland-Mantra verstopft die Ohren wie Steuer-Euros die Augen blenden.

Aluminiumhut-Tiara

»Wenn wir auf die Krippe schauen, verstehen wir, dass das, was das Leben nährt, nicht der Besitz, sondern die Liebe ist; nicht Gier, sondern Nächsten­liebe; nicht der Über­fluss, den man zur Schau stellt, sondern die Einfach­heit, die man bewahrt«, so sprach das Teig­gesicht, das derzeit den obersten Brücken­bauer mimt (Quelle: RP‑online).
Wer halbwegs bei Verstand ist, sollte spätestens jetzt konvertieren! Was braucht es denn noch mehr als diesen einen Satz, der voller Verlo­genheit und Schein­heiligkeit ist?

Frohe Weihnacht!

Wieder so eine Geburts­tags­feier, an der teilzu­nehmen ich so gar kein Lust habe. Aber der Staat ist nun ein­mal daran inter­essiert, daß möglichst jeder an den Schenk-Saturnalien zu Ehren des jüdischen Knäbleins teil­nehme, das vor zwei­tausend­undacht­zehn Jahren geboren worden sein soll. Schließlich muß der Umsatz stimmen (nicht nur wegen der Umsatz­steuer, sondern auch wegen der Beschäf­tigungs­therapie für das gemeine Stimmvolk; ich sag nur ‘Opium’…).
Allerdings hätte ich da mal eine Frage zum Geburtsvorgang: Gezeugt durch gött­lichen Willen, aber wie wieder heraus­gepreßt? Nach dem – dem! – Sündenfall wurde schließlich Geburts­schmerz zum Standard erklärt (1. Mose 3.16). Auch für Maria? Hatte sie Geburts­schmerzen, ja oder nein?