kalter Stern

Es stimmt schon, so ein Voll­mond wirkt für das Auge schon recht spekta­kulär, wenn sich die Stein­murmel in Erdnähe befindet. Der Kamera (f/5.6, 1″/200, 135 mm) ist es einiger­maßen egal; sie licht­malt, wie sie es auch in des Mondes Erd­ferne täte.Also genau­genommen kein Grund, den Auslöser zu drücken, wenn …, ja wenn hier nicht der Schuldige zu sehen wäre für die anste­henden Feier­tage: der erste Sonn­tag nach dem ersten Voll­mond (sic!) nach Früh­lings­anfang, kurz Ostern. Ehrli­cher­weise ist diese Stein­murmel weder so richtig eiförmig noch ein Stern, aber seien wir gnädig, gönnen wir ihr temporär ruhig den Namen 🥚‑Stern. 😊

durchlüften

Dem Wetter­redakteur gefiel es, über einen von mir gehörten Radio­sender heute eine Botschaft verkünden zu lassen, die etwa so klang: Das zweite Wochen­ende in Folge mit Sturm über England (Quelle der hier zusätz­lich gezeigten Wind­karte: t-online.de).

Ob es sich dabei wohl um die Strafe einer zürnenden Göttin handelt, die verhängt wurde wegen einer Hybris, die zum Brexit führte? Wäre ja nicht das erste Mal, daß eine meteo­rolo­gische Kollek­tiv­strafe wegen indi­vidu­eller Einzel­verfeh­lungen verhängt wurde – Stich­wort Sintflut.
Aber möglicher­weise ist es einfach nur notwendig, im Lande mal kräftig durch­zu­lüften, um den Muff aus Brüssel und euro­päisch regie­renden Amts­stuben gründlich auszutreiben?

… manche sind gleicher

Nun gut, es ist ein Vorgriff, jetzt schon über den Mißbrauch eines histo­rischen Ereig­nisses mit religiös-folklori­stischem Hinter­grund zu schreiben, das mit poli­tischen Parolen über­frachtet wird. Was soll’s, andere tun’s ja auch (siehe u. a. hier). Ja, es geht um das bundes­präsi­diale Geblubber zu Weihnachten.
Wie heißt es so schön in der oben genannten Quelle: »Salbungs­volle Antwort, sagt Stein­meier, könne er da nicht geben, schon gar nicht allein.« Hä??? Vielleicht sollte man ihn aufklären? Ist denn sein zweiter Name nicht Mr. Sal­bungs­voll? Egal zu welchem Thema, salbungs­voll seiert er vor sich hin. Viel­leicht sollte man ihn bei der Gele­genheit auch darüber aufklären, wie Demokratie definiert ist? Dieser Begriff hat ein böses Schicksal erlitten – er wurde im Lauf der Geschichte zur Worthure herab­gewürdigt, jeder gebraucht den Begriff Demo­kratie passend zu seinen feuchten Vor­stel­lungen. »Derzeit braucht die Demo­kratie vor allem uns“, so Stein­meier im vorab verbrei­teten Manu­skript seiner Weih­nachts­ansprache. »Alle Bürger sind Teil der Demo­kratie«?!? Wirklich alle? Auch die, vor denen die Obrig­keits­kaste kate­gorisch die Ohren verschließt, indem sie politisch stigma­tisiert und als notorisch Böse diffamiert werden?

ICD10 – M54.5

Also gut, heute vor 2019 Jahren ist, dem Einver­nehmen nach, die Person geboren worden, die rund 30 Jahre später unter heftigsten Kreuz­schmerzen das Leben ausge­haucht haben soll, wegen dieser Kreuz­schmerzen ein paar Tage liegen mußte, dann aber am Montag doch wieder aufgestanden ist. 🎄

Stalker

Allzu gern wüßte ich, wieviele Menschen „ihren” Gott lieben, genau­genommen den Aggregat­zustand von ihm, der sich Jesus nennt. Und prompt drängt sich mir die Frage auf, warum die oberste Behörde – die mit dem himmlischen Amtssitz (oder war’s der höllische?) – nicht schon längst das 11. Gebot erlassen hat: Du sollst nicht stalken.

😇

Gedankensplitter

Ostermontag. Der Blick schweift über das kleine Oster­arrange­ment: Ein flaches schalen­förmiges Körb­chen mit etwas (stili­siertem) Moos, darin zwei Eier und eine schlank aufra­gende Hasen­figur. Ganz ehrlich, das hat was Phallisches!

Knapp zweitausend Jahre früher: Marias Sohn könnte ja das Hand­werk seines Ernährers (wenn schon nicht Vaters) fort­führen und als Zimmer­mann (oder wie immer man τέκτων über­setzen mag) seine Bröt­chen verdienen. Aber nein, er wandert herum, verdirbt die CO2-Bilanz durch vieles und langes Reden und heischt Auf­merk­samkeit durch kleine „Kunst­stückchen”. Deren letztes scheint irgendwie in die Hosen gegangen zu sein. Nach der Bekun­dung, vom Glauben abge­fallen zu sein (siehe hier), zog er sich in eine Höhle zurück, um nach drei Tagen doch wieder aufzustehen.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist?! Ich werde ganz gerührt zur Feier des Tages die Oster­montags­früh­stücks­eier als Rührei zu mir nehmen.

Laufbewegung

Was ist es, das uns am Laufen hält? Und damit meine ich nicht die Fitness-Attitüde, die als Zeit­fresser ins Leben integriert werden muß, weil der sonstige Alltag viel zu wenig Heraus­forderung mit sich bringt.
Was läßt uns Schritt um Schritt machen im dunklen Wald? Was motiviert den nächsten Schritt auf einer schier endlosen Straße, die aller Wahr­schein­lichkeit nach nur ins nächste Jammer­tal münden wird?
Von Jean-Paul Sartre stammt die Bemerkung: „L′enfer, c′est les autres”. Macht dieser Gedanke nicht aber die Welt als Begriff über­flüssig, da er sie mit der Hölle gleich­setzt? Was ist es, das uns in der Hölle am Laufen hält?

Moschee-Steuer

»Viele Moscheen werden aus dem Ausland finanziert – und machen sich so abhängig. Die Berliner Moschee-Gründerin Seyran Ates hat eine Idee, wie man das ändern könnte. Sie hat sich für eine Moschee-Steuer für Muslime ausgesprochen. „Alles, was die Gemeinden brauchen, kann in Zukunft von den Mitgliedern selbst aufgebracht werden“, sagte Ates der „Welt“« (Quelle: WAZ).
Von wem soll durch Väterchen Staat die Moschee-Steuer eingetrieben werden? Von der Kirchen­steuer kann man sich bei gege­benen Voraus­setzungen frei machen. Ob das für eine Moschee-Steuer auch vorgesehen ist? Dann würden muslimisch geprägte Reli­gions­ausübende allein für die Finan­zierung der Moscheen aufkommen. Doch wäre somit das „Argument” der Ber­liner Moschee-Gründerin nicht auto­matisch gegen­stands­los? Wenn die musli­mischen Gemeinden für sich allein Geld für ihre Moscheen aufbringen können und wollen, warum muß es dann erst einen Umweg über Staat und Fiskus nehmen, statt direkt eingesetzt zu werden?
Daß die Politikerdarsteller der Bunten Republik (auch) in diesem Punkt nicht logisch-sachlich analy­sieren können bzw. wollen, dürfte nicht wirklich verwun­derlich sein; das Der·Islam·gehört·zu·Deutschland-Mantra verstopft die Ohren wie Steuer-Euros die Augen blenden.