um Knechtschaft betteln

Muß man nicht dankbar sein?! Dankbar dafür, Massen­hysterie in globalem Ausmaß erleben zu dürfen. Wann sonst hätte man denn schon Gele­genheit zu anthro­polo­gischen Studien solchen Umfangs? Aber ja, es geht um die Forderungs­demos, die unter dem Deck­mäntelchen des – allein das Wort ist schon absurd! – Klima­schutzes die lang­fristige Sicherung des erreichten und, bitteschön!, noch zu erhof­fenden Luxus­niveaus global statt­gefunden haben (siehe u. a. hier).
Einfach köstlich, wenn uns der zwölf­jährige Quentin bei der Kund­gebung belehrt, daß „acht Milliarden Menschen […] nun mal zugrunde [gingen], wenn das Klima sich weiter erwärme” (Zitat aus der in obigem Link ange­gebenen Quelle). Oder hören wir mal (aus gleicher Quelle) die beiden Aktivi­stinnen von Fridays for Future: „Wir befinden uns in einer Wende, die größer ist als 1989. Dieses Mal müssen die Mauern in unseren Köpfen fallen.“ Glauben die beiden wirklich, das globale Bohei würde wegen der Mauern in den Köpfen dieser beiden statt­finden? Und da scheint es wirklich undurch­dringliche Mauern zu geben…

Ob die erschreckend große Zahl der fordernden „Zauber­lehrlinge” auch nur ansatz­weise ahnt, welche Lawine sie (möglicher­weise) losge­treten hat? Fordern ist billig! Schon drei­jährige Kinder lernen, wie das geht. Ist denn – wo es konkret um Umweltschutz geht – nicht aber Fordern ein Dele­gieren der eigenen Sorgfalts­pflichten an andere? In diesem Fall an Kommissionen und Regierung(en)? Und fangen diese nicht die Bälle auf, die ihnen so zahlreich zugespielt werden? Am Anfang mürrisch (= wieder was tun müssen), später mit größtem Eifer, denn es handelt sich um eine unschätz­bare Möglichkeit, die Macht­position der Regierungs­kaste dramatisch zu steigern. Unterm Strich wird es noch zentra­listischer zugehen, noch mehr gleich­geschaltet, noch alter­nativ­loser, noch mehr gegängelt von der Obrigkeit…

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Diktatoren

Die Gedanken sind frei. Hm, naja, ich lasse das mal so stehen. Aber nur, weil das Abwickeln dieses Fadens den hiesigen Rahmen sprengen würde. Zumindest dürften Gedanken zunächst einmal frei von wesent­licher Wirkung sein.
Weiß man eigentlich schon, ob Gedanken von sich aus an die Öffent­lichkeit streben (also in die Freiheit, sic!, entlassen werden wollen) oder vom Gedanken Denkenden in die Freiheit entlassen werden (und dieses manchmal sogar unter Zwang)? In beiden Fällen wären die Gedanken nicht frei. Doch so langsam muß ich mir Gedanken machen, wie ich die gedank­liche Kurve hin zum beabsich­tigten Thema kriege.
Um überhaupt Chancen auf Reali­sierung zu haben, muß ein Gedanke den Weg an die Öffent­lichkeit finden: Heraus aus den dunklen Gedanken­gängen, hinein in eine lichte Zukunft. Das Medium für die Veröffent­lichung ist zweitrangig. Da gab es jemanden, der soll 95 Thesen mitsamt ihrer Schreib­unter­lage an eine Kirchentür genagelt haben. Ein anderer hat lieber gleich ein Buch geschrieben; man empfahl ihm, es „Mein Kampf” zu nennen, weil der ursprünglich beabsichtigte Titel so schwülstig war wie seine nachfol­genden Reden. Ein Dritter schreibt lieber Kurz­nach­richten auf einem elek­tro­nischen Kommuni­kations­portal…

Die hitlersche Schwarte enthält sehr schräge Gedanken. Dennoch fanden sich Anhänger dieses Gedanken­horts. Und da es gerade in das politische (finanz­politische, macht­politische was auch immer) Konzept paßte, wurde der Wirr­kopf nicht etwa aufgeklärt, sozia­lisiert, geerdet oder vielleicht sogar thera­piert, sondern hofiert: Mag er doch los­preschen und alles kurz und klein schlagen – wir stellen uns hinter ihn, da sind wir aus der Schuß­linie und können das Spektakel bestens für unser Wohl genießen.
Die trumpschen Kurz­nach­richten enthalten sehr schräge Gedanken. Dennoch finden sich Anhänger dieses Gedanken­horts. Und da es gerade in das politische (finanz­politische, macht­politische was auch immer) Konzept paßt, wird der Wirr­kopf nicht etwa aufgeklärt, sozia­lisiert, geerdet oder vielleicht sogar thera­piert, sondern hofiert…

bigotte Mediengeilheit

Na, sieh mal an: um mit „einem möglichst emissions­freien Transport­mittel” (siehe hier) nach New York zu gelangen, verwendet unsere kleine Greta nicht etwa ein Holz­floß oder ein Papyrus­boot (wie es vor Jahr­zehnten ein gewisser Thor Heyer­dahl prakti­zierte), sondern lieber eine Renn­yacht (der Skipper möchte wohl auch ein wenig von dem Glanz abbekommen, den der thunbergsche Heiligen­schein verbreitet). Wieviel Epoxidharz, Speziallack, Glasfaser­geflecht, Elektronik­gedöns und Aluminium mag wohl einen ökolo­gischen Fußabdruck welchen Ausmaßes hinter­lassen haben?
Aber was tut man nicht alles, um den Medien zu gefallen, wenn man partout keine Lust hat, die paar Meilen übers Wasser zu wandeln?

Zwerge

Ach, welch wunder­schöne Szenen lassen sich an einem Ein­schulungs­tag sogar schon vor der Schule, also auf dem Weg dorthin, beobachten. Kleine Knöppe tragen Schul­tüten, die größer sind als sie selbst. Genau­genommen lassen sie sie tragen von ihren Eltern oder Groß­eltern, weil Schwer­last­tran­sporte an einem solch bedeutungs­schweren Tag denn doch zuviel des Guten sind.
Manchmal sieht man Schultüten, die – man glaubt es kaum – sogar kleiner sind als die angehenden Neuschüler. Aller­dings sind solche Zwerg­wüchsigen (Schul­tüten, nicht Eleven, versteht sich!) derartig voluminös, daß die Knirpse sich spielend in ihnen verstecken könnten. Vielleicht werden sie dereinst einmal lernen, daß das Volumen einer Schul­tüte sich näherungs­weise ermitteln läßt, wenn deren Höhe h und ihr größter Umfang u bekannt sind, indem man (1/6 u)2·h rechnet. Aber wahr­schein­lich wird diese Volumen­formel die angehenden Schüler nie erreichen, da sie tradi­tionell nur freitags gelehrt wird. Das ist allerdings der Tag, an dem man sich, ach, so gern vor der Schul­pflicht drückt.

Merke: Eine der ersten Lektionen im Schul­alltag, vor dem man sich bald angewidert abwenden wird, ist, daß es eben doch auf die Größe ankommt. Da ist gar nichts von Reduzieren der Ansprüche – je größer, desto wichtiger. Deshalb wird freitags auch die große Pose angestrebt von Leuten, die mit ihrem Konsum­anspruch und mit ihren ethischen Ansprüchen (die im wesent­lichen kaum mehr als besser­wisserische Verachtung für die Eltern­generation ist) auf den Müll­bergen stehen, auf die sie voller Erhabenheit herabblicken…

Kohlendioxid-Hysterie

Ich hätte da ein paar Vorschläge, wie das größte Deutsch­land der Erde seinen fulmi­nanten Anteil (siehe hier) an der welt­weiten CO2-Emission deutlich redu­zieren könnte:

  • Jede Anstrengung (körper­licher, aber auch seeli­scher Art), die zu erhöhter Atem­frequenz und/oder zur Aus­atmung höherer CO2‑Konzen­trationen führen könnte, wird mit der Todes­strafe geahndet.
  • Wer Mensch oder Tier tötet, ist kein Mörder, sondern gehört belohnt für den Beitrag zur Verbes­serung der CO2‑Bilanz.
  • Das Kremieren wird strikt verboten, Zuwider­handlung mit dem Tode bestraft.
  • Prickelwasser (mit den Ausfüh­rungs­varianten mit/ohne Alkohol sowie mit/ohne geschmacks­imitie­renden Estern) sind tabu.
  • Das Verwenden von Feuer zur Produktion höher­wertiger Materi­alien aus Rohstoffen (Eisen im Hoch­ofen, Glas im Mulden­ofen, Holzkohle im Meiler, gebrannte Ziegel und Töpfer­waren etc.) wird inner­halb der Landes­grenzen strikt verboten und darf nur noch außer­halb will­kürlich gezogener Grenzen statt­finden. Der Trans­port der aufbe­reiteten Halb­zeuge ins größte Deutsch­land der Erde darf nicht mit Flug­zeugen erfolgen (Kerosin ist nicht gut für die CO2‑Bilanz), nicht mit Schiffen (Schweröl ist nicht gut für die CO2‑Bilanz), nicht mit Ruder­booten (die Galeeren­sklaven matabo­lisieren schließlich verstärkt; weiter mit dem 1. Punkt der Auflistung).

Kurz: Zurück in die Stein­zeit oder wenig­stens kurz vor den Zeit­punkt, an dem Prome­theus eine zündende Idee hatte…