minus = plus

Eine Mauer! Der kleine Donald will seine Mauer! Er ist besessen von der Mauer. Doch halt, er ist ja gar nicht von der Mauer besessen, sondern von der Vor­stel­lung, daß sein Wille geschehe.

Mauer. Auch die höchste (oder wahl­weise längste) Mauer beginnt im Kopf. Wurde denn nicht gerade dafür der Begriff Beton­kopf erfunden?
A propos, Betonkopf: der kleine Donald will, will, will die Mauer. Die poli­tisch anders Wollenden in den Staaten wollen sie nicht (möglicher­weise wollen sie nur ihn nicht; aber solche Gefechte werden nun mal an Stell­vertreter­objekten ausge­fochten). Doch es gibt einen Kompromiß! Da eine Mauer nicht gewollt ist, besteht er mög­licher­weise im Bau einer Anti­mauer: Man nehme eine große Fräse und mache mit ihr aus der amerikanisch-mexikanischen Grenze einen tiefen Graben (sprich eine Antimauer).
Für die Durchfahrts­rechte können – ähnlich zum Panamakanal – Gebühren erhoben werden. D. h. schon nach x‑tausend Jahren dürfte sich der Bau amorti­sieren. Zudem kann sich ein Nach­folge­prä­sident (also von Trump und nicht zwin­gend erst nach dem Ablauf der x‑tausend Jahre) blei­bende Meriten als größten Graben­zuschütter verdienen…

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sprachlos

Wenn drei vermummte Asyl­fordernde einen gut­bürger­lichen Mittel­stands­deutschen mit Kant­hölzern ange­griffen hätten, um ihn zu verletzen oder viel­leicht auch zu töten, wäre sehr wahr­schein­lich ein Sturm der Ent­rü­stung durch die Bunte Republik und die Medien allemal gebraust.

Wenn hingegen (siehe hier) drei Vermummte einen Menschen angreifen, der sich für die AfD(!!!) engagiert, dann ist – scheint’s – keine Stimme zu hören, die das Nieder­knüppeln demokra­tischer Grund­sätze auch nur benennen würde…

geben und nehmen

Das alte Jahr ist beinahe schon zu Ende. Was das neue Jahr wohl bringen mag? Doch ist denn gerade diese Frage nicht unlogisch, nämlich diametral zur Erfahrung und zu allen Wahr­schein­lich­keiten? Ist sie letzt­lich nicht ein wenig oberflächlich?
Sind denn die Jahre, die etwas brachten, nicht längst abgelöst von denen, die unbarm­herzig etwas nehmen: die Haare, die Zähne, die Gesund­heit, Freunde und Lebens­gefährten und eben auch den Glauben daran, daß Jahre etwas (Ange­nehmes) brächten…

Aluminiumhut-Tiara

»Wenn wir auf die Krippe schauen, verstehen wir, dass das, was das Leben nährt, nicht der Besitz, sondern die Liebe ist; nicht Gier, sondern Nächsten­liebe; nicht der Über­fluss, den man zur Schau stellt, sondern die Einfach­heit, die man bewahrt«, so sprach das Teig­gesicht, das derzeit den obersten Brücken­bauer mimt (Quelle: RP‑online).
Wer halbwegs bei Verstand ist, sollte spätestens jetzt konvertieren! Was braucht es denn noch mehr als diesen einen Satz, der voller Verlo­genheit und Schein­heiligkeit ist?

Frohe Weihnacht!

Wieder so eine Geburts­tags­feier, an der teilzu­nehmen ich so gar kein Lust habe. Aber der Staat ist nun ein­mal daran inter­essiert, daß möglichst jeder an den Schenk-Saturnalien zu Ehren des jüdischen Knäbleins teil­nehme, das vor zwei­tausend­undacht­zehn Jahren geboren worden sein soll. Schließlich muß der Umsatz stimmen (nicht nur wegen der Umsatz­steuer, sondern auch wegen der Beschäf­tigungs­therapie für das gemeine Stimmvolk; ich sag nur ‘Opium’…).
Allerdings hätte ich da mal eine Frage zum Geburtsvorgang: Gezeugt durch gött­lichen Willen, aber wie wieder heraus­gepreßt? Nach dem – dem! – Sündenfall wurde schließlich Geburts­schmerz zum Standard erklärt (1. Mose 3.16). Auch für Maria? Hatte sie Geburts­schmerzen, ja oder nein?

man kann (nicht)

Man kann jeden Weih­nachts­markt in der Region mit meter­dicken und über­manns­hohen Mauern umgeben.
Man kann den Einlaß für jeden Weih­nachts­markt­besucher von einem in minde­stens 4 Gene­rationen reinen Stamm­baum abhängig machen.
Man kann jedem Weihnachts­markt­besucher eine obser­vierende Eskorte an die Seite stellen.
Man kann Hubschrauber über dem einge­mauerten Weihnachts­markt patrouillieren lassen.
Man kann Drohnen über jedem Glühwein­trog kreisen lassen.

Aber man kann nicht verhindern, daß sich gewalt­tätige Menschen gegen eine ihren Selbst­bekun­dungen nach fried­fertige Gemein­schaft richten werden.

einfältig

Einfältig ist, nur einen Weg zu kennen. Einfältig ist, die Vermutung gar nicht erst zuzulassen, daß es Alter­nativen geben kann – von der Suche danach ganz zu schweigen. Einfältig ist, die Mittel und Hand­habungen zu forcieren, durch die man in eine miß­liche Situation geraten ist, um dadurch eine Bes­serung des Übels zu erreichen.
Einfalt ist die Palette, auf der die Parteien wie mutwillige Farbtupfer drapiert sind.