zukunftsblind

Ist es nicht die beste Frau Kanzler aller Zeiten?! Wie war das, wofür läßt sie sich medial und vor Industrie­managern feiern: »… Merkel hat sich vor dem Auto-Gipfel am Montag zu einem deutlichen Ausbau der Lade­stationen für Elektro-Autos bekannt« (Quelle: MM).
Also wieder nichts mit einer Korrektur der citius-altius-fortius-Mentalität. Also noch mehr und noch größere Autos, obwohl doch die viel bejammerte Umwelt­belastung mit Kunst­stoffen zu einem erheblichen Teil aus dem Straßen­verkehr herrührt (siehe hier) – auch Elektroautos verschleißen den Straßen­belag und zugleich auch die elek­trisch gedrehten Räder. Also noch mehr Umwelt­belastung durch millionenfach aufzu­stellende (und regel­mäßig zu wartende) Zapfsäulen für Elektro­energie. Also mal wieder komplette Blind­heit vor nütz­lichen Alternativen.
Statt einer Kaufprämie für (Elektro-)Autos sollte es eine Tausch­prämie geben, wenn die PS-Aus­stattung des nunmehr verwendeten Gefährts deutlich sinkt, egal ob fossil oder elektrisch getrieben. Wer sein Auto ganz abschafft (= maximale Reduktion der PS-Aus­stattung), erhält diese Prämie in Form einer Bahn-Card 100.
Im übrigen ist die jetzt favori­sierte 6000 €-Variante sehr aufschlußreich, wenn man bedenkt, daß die Hälfte davon den Profit der Hersteller von eAutos mindert (3000 € pro neuem Blechhaufen; und trotzdem machen die noch ihren Schnitt). Gleich­zeitig werden aber auch 3000 € sozia­lisiert, d. h. das Prestige­projekt egomaner Politiker wird natürlich von den Steuer­zahlern finanziert, auch von denen, die seit Urzeiten keiner Benzin­karosse bedürfen…

13 Kommentare zu „zukunftsblind

    1. Brennstoffzelle? Mmh, ja. Wasserstofftechnologien? Mmh, vielleicht auch. Und wie steht’s um Innovationen, die jetzt noch undenkbar sind, aber zu Entwicklungsschüben führen könnten, die Revolutionen gleichkommen. Aber diesmal nicht im Sinne von noch effizienter, noch rasanter (siehe oberschlächtiges Wasserrad, Dampfmaschine, Elektrotechnik, mediale Vernetzung), sondern im Sinne von Umkehr (= Wortsinn von „Revolution”), also ressourcenschonender und/oder nachhaltiger…

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  1. Na, wenn man jetzt pfiffig und gewissenlos ist, sollte man flott die Grundstücke direkt an den Autobahnen kaufen. Flux hunderte von Strom-Zapfstellen hinbauen und auch ein fettes Restaurant samt genug Hotelbetten hinstellen.
    Dann wird aus (Strom-Tank-)Zeit mal so richtig Geld, gerade im Winter …

    Ich haben fertig, auch ohne Emojis,

    Raffa.

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    1. Das wär doch mal ’ne Geschäftsidee! Oder wie wär’s mit so ’ner Art Autokino: draußen big charging und drinnen big show; da könnte man zumindest die Hotelbetten einsparen und dafür sogar noch Eintritt (oder heißt es unter diesen Umständen Einfahrt?) verlangen… 😁

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  2. Allein die Herstellung der Akkus für Elektrofahrzeuge bringt mehr CO2 in die Umwelt, als das Fahren damit am Ende noch verursacht. Unterm Strich bleibt keine Einsparung von CO2 durch Elektrofahrzeuge. Kein Autofahrer wird freiwillig auf das Statussymbol Auto verzichten. Gut finde ich, dass Holland jetzt Tempo 100 auf Autobahnen vorschreibt mit Ausnahmen zu gewissen Nachtzeiten. LG Sven 😉

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    1. Ein paar hübsche Gedanken, die meilenweit an dem vorbeigehen, was in obigem Artikel angesprochen ist. Aber davon gibt es noch so viele mehr: Rharbarber wird meistens in der Gemüseauslage feilgeboten, ist aber ein Gemüse, und bei Tomaten ist es genau umgekehrt…

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