Uniformismus

Der Mensch (♀♂) ist subjektiv beim Bewerten seiner selbst, anderer Personen und Sachverhalten gegenüber. Ist es da nicht endlich an der Zeit, ihm technische Hilfsmittel und Algorithmen an die Hand zu geben, um sein Bewerten zu objektivieren?
Als ob es so einfach wäre, zweifelt denn der Mensch mit seinem (völlig natürlichen) Subjektivismus nicht auch algorithmisch gewonnene Resultate an? Doch lauert die echte Gefahr nicht erst in dem Augenblick, wo Algorithmen nur noch allein darüber bestimmen, was der Mensch sei? Liegt denn dieser Moment nicht aber weit in der Vergangenheit? Und wird zurzeit nicht das goldene Kalb vergöttert, möglichst alles daranzusetzen, den Einfluß und die Effizienz von Algorithmen ins Unermeßliche zu steigern? Vermeintlich zum Wohle des Menschen und seiner dann eben nicht mehr subjektiv geprägten Individualität, versteht sich!

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Epistemologischer Wille oder sozialer Konsens durch Nichtdenken

Zustimmen oder Ablehnen, das ist hier die Frage. Ein echtes Entscheidungsdilemma. Wer den Inhalt des Artikels versteht, kann ihn mild lächelnd beiseite legen. Doch wer ihn beherzigen müßte, versteht ihn nicht. Viel Spaß beim Lesen…

Dies und dat

Ist es Ihnen schon einmal aufgefallen?

Gedanken, ich meine echte Gedanken, sozusagen Selber-Gedanken, also eine eigenständige Verwendung der grauen Zellen, sind hochgradig unerwünscht.

Sozial kompatibel ist hingegen das Pseudo-Denken, der niedriggradige Gebrauch der Hirnwindungen um möglichst klug klingend das nachzuschwätzen, was sowieso bereits der soziale Konsens ist.

Warum ist das so? Vielleicht ist ein Grund, dass solange man geschliffen den bereits existierenden sozialen Konsens reformuliert, niemand dazu genötigt ist, sich beim Denken zu überanstrengen.

Auch versteht man ja alles sofort. Man fühlt sich bestätigt, wie wunderbar, der Mensch möchte nichts lieber, als mit der eigenen Dummheit bestätigt zu werden, nicht wahr?

Dopamin wird ausgeschüttet (wie immer, wenn wir etwas tun, das wir gewohnt sind oder automatisiert haben).

Der Frontalhirnlappen kann weiter vor sich hindämmern, das Gehirn ist in einem idealen Zustand: Es lernt nichts Neues und verbraucht kaum Energie.

Alles wie es sein soll, und die eigene soziale Position wird…

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Gefahr!

Gefahr! Gefahr, wohin man schaut. Keine Nachricht ohne den scharf­macherischen Zusatz, daß eine islamistische, rechts­radikale oder sonst­welche Bedrohung nicht auszuschließen sei. Ich beginne langsam schon Terror­gefahr zu wittern, wenn der Knöterich einmal mehr ins Blumenbeet einmarschiert.
Ob möglicherweise die Obrigkeits­kaste Ängste bewußt schürt? Der Angst kann man rational kaum etwas entgegensetzen, zumindest kaum etwas Funktio­nierendes; sie wurzelt viel zu tief im limbischen System. Andererseits läßt sich gerade deshalb die Angst vortrefflich einsetzen, um das zu regierende Volk zu manipulieren und zu gängeln. Vernunft verbietet sich, um dem Volk eine Richtung zu weisen. Der Verstand fragt, hinterfragt, stellt in Frage; brand­gefährlich für die Obrigkeits­kaste. Viel sicherer ist es, die Angst zu schüren und die (nicht wirklich vorhandenen) Probleme als nur durch eigenes Engagement beherrschbar zu verkaufen, und das freilich alternativlos.
Wer dir permanent Angst einjagen will, kann es nicht gut mit dir meinen. Ob das vielleicht auch für Regierungen gilt?

wenn, dann richtig

Vor ein paar Tagen ließ ich meinem Unmut darüber freien Lauf, daß mein Händi mit einer Kamera ausgestattet ist, die ob ihrer miesen Qualität diesen Namen nicht wirklich verdient hat. Nun ist meckern einfach, solange keine Alternative in Aussicht steht. Also wollte ich es heute genau wissen: Kamera vs. Kamera-Imitat:

Ich schätze, in Zukunft werde ich wieder häufiger die Photo­kiste anstelle des Händis mit mir herumtragen. 🙂

verpeilt

Ein gesundes Wahrnehmungsvermögen haben viele, möglicherweise sogar die meisten Menschen. Wobei das Attribut „gesund” hervorheben soll, daß weder die Reflexion der Umwelt noch durch die daraus hervor­gehende Beeinflussung der individuellen Befind­lichkeit Schaden am körperlichen oder geistigen Zustand erwarten lassen dürfte.
Doch es gibt Ausnahmen. Das Wahrnehmungs­vermögen einer gewissen Frau A. N.* erinnert beispiels­weise an einen Autofahrer, der rasant auf einen Abgrund zusteuert und dabei denkt: Was bin ich für ein begnadeter Fahrer! Es ist doch nicht meine Schuld, wenn direkt vor mir urplötzlich ein Abgrund auftaucht…

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*) Jede Ähnlichkeit mit der keifenden Megäre, die als Parteivorsitzende die letzten Monate genutzt hat, um eine ehemalige Volkspartei unbeirrbar in Richtung „weniger als 5 % Akzeptanz” zu steuern, ist Zufall und unbeabsichtigt.

unbelehrbar

War das nicht ein wunder­volles Wochen­ende!? Ja, ich meine tatsächlich die Bayernwahl. Anthro­pologische Feld­studien bis zum Abwinken! Ich habe jetzt noch Muskel­kater vom zwerch­fell­erschütternden Lachen. Diese hohlen Laberrunden! Und alle Jahre wieder trottet der politisch, ach, so aufgeklärte deutsche Michel in die Wahllokale, um diesen grotesken „Polit”-Zirkus einmal mehr anzutreiben…

Weitblick

Der Anspruch an autonom agierende Fahr­zeuge sollte nicht sein, in ausweg­losen Entschei­dungs­situationen, die um moralische Unent­scheid­bar­keiten herum konstruiert sind, eine ethisch wider­spruchs­freie Lösung schließlich doch noch zu finden, sondern sich gar nicht erst in ein Entschei­dungs­dilemma hinein zu manövrieren.