Vae victis

Alles fließt; so auch das aktu­elle Zeit­arbeits­projekt seinem Ende zu. Als vorbild­licher Zeit­arbeits­sklave, der man ist, möchte man dem Büro­schimmel, der in der Bundes­agentur für Nicht­arbeit nistet, recht­zeitig was zum Fressen geben (vulgo: die persön­lichen Daten aktu­ali­sieren).
Gut gedacht! Doch dann schlägt die Hirn­losigkeit, unter der das Webportal der BfA gestaltet wurde, hart und erbar­mungslos zu:Auf diesem genialen Portal ist man also in einem einzigen Moment – ich sehe Schrödingers Katze hämisch grinsen – zugleich arbeits­suchend und nicht arbeits­suchend!?!

Ich entsinne mich, daß ich bei der Bundes­agentur bereits vor Jahren nachgefragt habe, ob nicht vielleicht ein Profi die schlimm­sten Kata­strophen auf ihrem Portal ausbügeln solle (und bot freilich im gleichen Atemzug meine Arbeits­kraft an). Aber diese Agentur scheint selbst für eine simple Antwort zu dämlich zu sein! Wehe denen, die ausge­liefert sind.

58 Kommentare zu „Vae victis

        1. Das ist ja so, als würde man fragen, ob der Pabst katholisch ist.😄

          Ich schätze, die Verwaltungsapparatschiks werden auf ihre unmenschliche Dauerüberlastung verweisen. Und doch frage ich mich, ob die Langsamkeit der bürokratischen Mühlen auf permanente Überlastung (möglicherweise der geistigen Art) zurückgeht oder auf eine im System angelegte Ineffizienz… 🤔

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        2. So einfach dürfte es nicht sein! Zunächst einmal fängt es an uns an. Dann erst werden Eiferer die handfesten Auswirkungen der Destabilisierung ausnutzen können, um Veränderungen möglicherweise in Gang zu setzen (btw: Eiferer gibt es immer, nur haben sie in stabilen Phasen keine Chance, die Potentialschwellen zu überwinden).

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        3. Und der „Leidensdruck“ muss vorhanden sein, um auch die Masse zu bewegen. Bei diesem Punkt seh ich allerdings schwarz 🤔 … Mit welchen „Druck“ sollte man die Deutschen in Bewegung setzen 🤷‍♀️

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        4. Ich stimme zu: Leidensdruck ist ein wesentliches Moment. Das weiß die Obrigkeitskaste aber auch. Also sorgt sie für ein (mehrheitlich) leidensfernes Grundniveau und spendiert ab und an ein Leckerli, um die Meute bei Laune zu halten.
          Revolutionär brisant wird es erst, wenn sie das beim besten Willen nicht mehr kann (und in dieser Endphase des Immer-weniger-Könnens, muß von derMeute kräftig nachgeholfen werden…).

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        5. Am liebsten sind mir die, die vom Staat gestützt werden und da noch meckern, das sie keinen Job haben, das sie sich kein Urlaub erlauben können … Aber den Hintern hoch bekommen? Pff … im Leben nicht.
          Oder die Erhöhung auf Benzin und Co. Alles am meckern, aber dagegen angehen? Doch nicht die Deutschen. Da sind die Franzosen echt leidenschaftlicher 🤔

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        6. Oh, ja, die unterschiedlichen Temperamente…!!! 😊
          Für mich ist das ein kleines (großes!) Wunder: Nationen recht unterschiedlicher Temperamente haben es allesamt bis ins Jetzt geschafft.😉

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        7. Nun, wenn man noch im eigenen Ego gefangen ist, ist man sich seiner selbst aber auch nicht wirklich bewußt. Denn dann wäre mir auch klar, das ich nur Teil des großen Ganzen bin und das ständige beharren auf eigene Bedürfniserfüllung kontraproduktiv ist.

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        8. Letztlich eine Frage der Definition…
          Aber ich stimme zu: es ist recht kurz gedacht, wenn man nicht wahrhaben möchte, daß es jenseits des eigenen Tellerrandes eine Welt gibt, der man sich nur mühsam (und höchst kostenaufwendig) entziehen kann.

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        9. Diesen Einwurf halte ich für vollkommen berechtigt. Wenn man allerdings die große starke Lupe verwendet, läßt sich das eine oder andere Exemplar durchaus finden … an dem Tag, an dem Neujahr auf Pfingsten trifft und der Vollmond auf einem Regenbogen Rutschen spielt.😁

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        10. … nur keine Resignation! Irgendwann kommt der weiße Ritter auf seinem schwarzen Roß, schnipst mit den Finger und … alles ist gut. (meistens wacht man danach aber auch schon aus wohligem Schlummer auf 😁)

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    1. Da danke ich recht herzlich für Mutmach-Zuspruch.😌

      Zugleich frage ich mich allerdings auch, wieviel Zeit und Lebensenergie durch die Arbeitsagentur ebenso sinnlos wie reichlich vergeudet wird, indem die Unterlegenen des Arbeitsmarktes gezwungen werden, mittels einer Software ihr Anliegen zu kommunizieren, die sich durch unterirdische „Qualität” auszeichnet.😟

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        1. Hm, auf der einen Seite gibt es den Auftraggeber, der Vorstellungen hat (haben sollte?) von dem, was eine Software leisten soll, aber keine Ahnung von Algorithmen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die zwar (mehr oder weniger gut) programmieren können, aber keine Ahnung von der „Denke” der späteren Software-Anwender haben. Freilich kann man die α- und β-Tester minimal dosiert einsetzen oder gleich ganz einsparen, aber das rächt sich, weil es letzten Endes doch bezahlt werden muß, nämlich von den Schwächsten in der Idiotiekette, den späteren Software-Anwendern.

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    1. So langsam kommt mir der Verdacht, daß Milliarden von Sauriern inbrünstig gebetet haben, um mit einem Schlag die mißliche Situation in ihrem Staatsapparat zu beenden… Asteroideneinschlag oder Sintflut, was bringt die bessere reinigende Wirkung, oder doch – sicher ist sicher! – gleich beides?

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