blind

Seit knapp 2 Wochen gelten wieder verschärfte Corona-Auflagen. Deren Erfolg ist über­deut­lich an der aktuellen Zahl der Corona-Infi­zierten zu erkennen *sarkasmus aus*:Trotzdem befürwortet – wenn man den Medien Glauben schenken mag – mehr als die Hälfte der Deut­schen die aktuellen Corona-Maß­nahmen (Quelle: BR24). Allerdings sollte durchaus die Frage erlaubt sein, wie frei die mediale Bericht­erstat­tung über­haupt (noch?) ist. Verhee­rendes ist aus Bayern zu hören: »Nach Ansicht von Mini­ster­präsident Söder entwickeln sich die Quer­denker-Demon­stra­tionen zu einem Fall für den Verfas­sungs­schutz. … [Die Quer­denker] verhielten sich zunehmend sekten­artig, mit einer Abschottung von Argu­menten und einer Radika­lisierung in Denk-Blasen, so der Mini­ster­präsi­dent« (Quelle: BR24).
Mein „Verhältnis” zu den Quer­denkern ist deutlich zweige­teilt: Ich begrüße alter­native Gedanken gegen von der Obrigkeit diktierte „Fakten” und um den Gedanken der schwei­genden Lämmer Nahrung zu geben, ich distan­ziere mich von der Wahl der Mittel, die in unver­antwort­licher Weise den Unverstand zum Leit­stern macht.
Zurück zum Westen­taschen­diktatordemo­kraten. Ob er sich wohl Gedanken darüber gemacht hat, daß es deutlich weniger – wie er es nennt – Radikali­sierung geben würde, wenn sich die durch die Obrig­keits­kaste instal­lierten Verant­wort­lichen in ihren eigenen Denkblasen nicht ihrer­seits gegen Argumente und Fakten (siehe oben) abschotten würden?

29 Kommentare zu „blind

  1. Die Fallzahlen sind sehr hoch, trotz der Maßnahmen. Vermutlich aber wären sie ohne noch höher. Wobei man darüber im einzelnen streiten kann. Den Sinn des Verbotes von Großveranstaltungen kann ich nachvollziehen, die Schließung der Gastronomie nicht.

    „Querdenker“? Können in der Hauptsache nicht geradeaus denken. So wollen sie offensichtlich nicht wahrhaben, wer sie politisch instrumentalisieren möchte. Davon abgesehen gefährden sie mit ihrem Verhalten Allgemeinwohl, und da man sie damit zumindest in Sachsen gewähren lässt, sind sie schon ein Fall für eine höher liegende Instanz. Und ja, Söder hat schon mit seiner Einschätzung bezüglich Blasen und Sekten schon nicht ganz unrecht, auch, was die Unzugänglichkeit gegenüber jegliche Wissenschaft und Vernunft angeht. Ob der Verfassungsschutz allerdings hier als Mittel der Wahl etwas taugt, möchte ich bezweifeln. Die schaffen ja bekanntlich auch keine einsichtigeren Menschen. Aufklärung auf allen verfügbaren Kanälen tut Not, permanent und sich stets wiederholend, damit es irgendwann vielleicht auch der letzte kapiert. Es ist „nur“ ein Virus, und nirgendwo gibt es eine Absicht, das Volk zu knebeln, knechten, chippen oder gefügig zu impfen.

    Sonst so? Alles nix wirklich neues, ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt – es war nie wirklich anders, im Seuchenfall. Krude Märchen von bösen Mächten waren stets Thema, und vor allem Sündenböcke. Viel weiter sind wir, scheint es, noch nicht. Ich vertraue mal darauf, dass sich am Ende die Vernunft und die Verhältnismäßigkeit der Mittel durchsetzen werden. Auf beiden Seiten.

    Grüße aus dem Tal der Wupper!

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    1. Hmm, naja, mit der gleichen „Logik” könnte man doch aber auch „argumentieren”: Wer weiß, wie niedrig die Fallzahlen ohne das Eingreifen unserer Politikerdarsteller wären. Da in beiden Fällen Konjunktive im Spiel sind, lohnt es sich durchaus, auch mal eine Ebene höher anzusetzen:
      Freilich kommt man sehr weit mit einem Weltbild, das per axiomatischer Setzung immer wahr ist. Und wenn sich die Realität nicht an diese Wahrheit hält, muß man eben Begründungen herbeizitieren, warum die Realität versagt hat. Allerdings gibt es jenseits solchen Dogmatismus‘ auch alternative Weltanschauungen. Und um die Bereitschaft, genau diesen Aspekt nicht zu leugnen/ignorieren, geht es in obigem Textschnipsel… 🤔

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      1. Wer weiß, wie niedrig die Fallzahlen ohne das Eingreifen unserer Politikerdarsteller wären.
        Der Satz impliziert, dass im Falle von mehr Begegnung der Menschen untereinander (nichts anderes wäre die logische Folge eines nicht-Eingreifens) die Fallzahlen niedriger seien, unterstellt somit den Politikern Destruktivität und führt jede Kenntnis der Viren-Verbreitung ad absurdum. Wenn so alternative Wahrheit funktioniert, habe ich – dem Dogmen übrigens nicht nur immer schon verdächtig waren, sondern auch heute noch fern sind – sie, denke ich, gut verstanden 😉

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        1. Man muss mit der Zeit gehen, sorry! Blöd nur, dass unsere Flüsse alle in die verkehrte Richtung fließen und das Werfen nur bedingt empfehlenswert ist – könntest von der Dosenpost getroffen werden … Lösung in Arbeit!

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        2. … das klingt nach größerem Aufwand! 🤨 Wobei das mit der Flußrichtung noch das kleinste Problem sein dürfte. Da wird halt schnell mal die Wasserstraßenverkehrsordnung umgemodelt, und schon fließen die Wasser bergan.😁
          Was das Werfen angeht: Von Postwurfsendungen habe ich schon gehört, stelle es mir aber recht gefährlich vor, wenn man plötzlich die Post (oder auch nur eine Postfiliale) in den Hof geworfen bekommt. Was da alles passieren kann! Vielleicht sollte ich, um diese Problemflut zu umgehen, von Flüssiggetränken auf Trockengetränke umstellen (damit würde sich der Dosenwurf erübrigen)… 🤔

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        3. Sehr raffiniert, aber geschmacklich nicht so meine Sache… Das könnte man mit Papierfliegern recht günstig lösen. Mal sehen, wie groß die Ladekapazität bei hoher Luftfeuchtigkeit ist. Ob die Amis mir eine Drohne für eine ordnungsgemäße Zustellung leihen würden? Nö, ohne Bomben und Raketen heben die Dinger vermutlich gar nicht ab …

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    1. Ja, ohne jedes Aber. Und doch ist der Geistesspagat aber möglicherweise dieser: Wer bei den Quendenkern wirklich am Denken ist, weiß, daß beim Abflauen einer Pandemie die Erleichterung über das Vorübergehen des Kelches so schwerwiegend sein wird, daß niemand aus der breiten Masse mehr ein Ohr für begangene Fehler haben wird. Damit setzt sich aber im gemeinschaftlichen Unterbewußtsein der Glaube an die Gottgleichheit und Unfehlbarket von Politikerdarstellern fest, der sachliche Ursache-Wirkung-Diskussionen zukünftig noch schwieriger machen wird. Aktion also jetzt, nicht irgendwann! Daß Trittbrettfahrer den gelockerten Ackerboden für das Ausbringen ihrer Saat mißbrauchen, ist nicht nur in diesem Fall, sondern generell nicht zu vermeiden.

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  2. Schnell nochmal gelesen, wollte nur wissen, ob ich nur im morgendlichen Unterschwang bereit war, einen Cappuccino zu spendieren! Und? Wäre ich großzügig, würde ich mein Kaffeeangebot gleich mal um 100% steigern … Nö, das wäre zu viel Druck für den nächsten Beitrag! 😉

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