Aha!!!

Merken unsere Politi­ker­darsteller über­haupt noch, was sie tagtäglich für einen Stuß von sich geben? Nehmen wir beipiels­weise Corona auf Bahn­reisen: »Vor dem Corona-Gipfel wird offenbar auch über mehr Abstand zwischen Bahn­reisenden beraten. In der jüngsten Beschluss­vorlage heißt es, die Sitz­platz­kapazität soll deutlich erhöht werden. Parallel dazu soll die „Reser­vier­barkeit“ beschränkt werden. […] Für gemeinsam reisende Bahn­kunden wird es dem Papier zufolge aber Bereiche geben, in denen auch neben­einander­liegende Sitz­plätze reserviert werden« (Quelle: BR24). Schon vergessen, in Bus und Bahn ist das Tragen der Gesichts­gardine Pflicht!? Klar doch, der Mindest­abstand ist ja auch praktisch nicht einhaltbar. Hm, na gut, doch welcher tiefere Sinn darf denn nun hinter der Doppelung Gesichts­gardine und Mindest­abstand vermutet werden? Vielleicht entpuppen sich nun doch der Gesichts­vorhang als epidemio­logisch kaum nutzvoll und die daraus wegen des Nicht­tragens abgeleiteten Repres­salien als unrecht? Nein, diesen Gedanken wollen wir ganz dezent gar nicht erst zulassen.
Bleiben wir bei den Corona-Abstands­regeln: »Der Bund will nach Informa­tionen der Deutschen Presse­agentur die bisherigen Vorschläge der Länder ergänzen. So solle die Bevölkerung aufgerufen werden, Weihnachts­einkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicher­zustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadrat­meter Verkaufs­fläche aufhalte. Bisher gelten 10 Quadrat­meter pro Kunde« (Quelle: BR24). Soso, jetzt also statt 10 m² nun sogar 25 m²!? Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachge­dacht, welche Fläche mit dem aus der AHA-Regel stammenden Mindest­abstand von 1,5 m korres­pondiert? Ganz genau, gerade einmal 1,949 m². Im Gegensatz dazu bedeutet eine Aufent­halts­fläche von 10 m² einen Mindest­abstand von 3,398 m, bei 25 m² wären es sogar 5,373 m! Für Enthusiasten, die’s gern selbst nachrechnen möchten, hier ein zuge­höriger „Lageplan”:

25 Kommentare zu „Aha!!!

      1. Nicht die Anni , die Anima, die musst in Gang setzen! Wäre cool, wenn sich die Felder in Abhängigkeit zu den Mitfeldern bewegen würden und das verdutzte Virus völlig verstört herum hüpft – bis es Dreh heraus hat und einfach am Ausgang wartet, bis am Ende ihres Einkaufs in die hohle Gasse kommen … 😉

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        1. Na, jetzt ist alles klar! Ich habe nach Anni gesucht, aber deren Mutter ist ja gemeint: die Anima. Kein Wunder, daß ich sie nicht finden konnte…

          Aber wie kann man denn so gemein zu den „gekrönten” Viren sein? Mit ihren kurzen Beinchen würden sie erst ganz verwirrt (ver·virre·t) und deshalb ganz verirrt sein bei so viel Bewegung im Mittelfeld und den Nachbarfeldern. Und auf die hohle Gasse haben doch die Schweizer ein „Vorkaufsrecht”, oder welcher Gessler kneift mich da? 🤔

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        2. Aha, da muss ich wohl selbst zu Stift und Pinsel greifen, damit das was wird! Kann doch nicht so schwer sein, dass alle Felder entsprechend mitbewegen, wenn eines die Distanz unterschreitet, sehe ich doch auch in der Wirklichkeit: Funktioniert wunderbar! Wenn die Oma und Opa das können, dann kann das für die Anima doch kein Problem sein, da wird der Gessler sicher nichts dagegen haben … 😉

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        3. Höchst interessant! Ich habe, was das Mitbewegen der „privaten Schutzfläche” angeht, gänzlich andere Erfahrungen gemacht. Die Gründe kenne ich nicht, aber das Ergebnis ist immer dasselbe: völlig ohne jede Rücksicht verletzen irgendwelche Trottel (mehr oder weniger gezielt) meine Schutzzone. 🤔 Die Gründe kenne ich wirklich nicht: Gedankenlosigkeit, Egoismus, geile Machtspielchen…? Vermutlich ist eine nennswerte Anzahl von Leuten dabei, die sich mit einem Glorienschein umfassendster Menschlichkeit umgeben, wenn sie Wohlstandsbegehrer aus Hunderten von Kilometern Entfernung – ach, wie humanistisch wir doch sind! – publicitygeil willkommen heißen. Aber was direkt vor ihrer eigenen Nasenspitze liegt… … …😒

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        4. Nö, ich vertrage michsehr gut mit mir selbst – meistens! Gefühlt bewegst Du Dich zeitweise in einem Umfeld, das nicht sonderlich angenehm zu sein scheint! Da muss ich gerade mal demütig und dankbar sein, dass ich gerade ein angenehme Ecke gefunden habe, was aber nicht heißt, dass das für immer so bleibt ….

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        5. Schön, eine ›angenehme Ecke‹ gefunden zu haben. Das klingt so … angenehm! So angenehm, wie ich es manchmal(!) auch gern hätte. Wie’s scheint, haben es die Götter aber anders geplant? Tja, da bleibt dann nur, die Balance zu finden zwischen Skylla und Charybdis… 😏

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        6. Ich sporne hin, ich sporne her,
          auch sporn ich an, dann wieder quer,
          manchmal bin ich dann zu matt,
          die ganze Spornerei macht mich ganz platt,
          in diesem Fall suche ich nach Alternativen,
          lehn mich an einen Pfahl – einen schiefen,
          warte ab und findig wie ich nun mal bin,
          sporne ich gleich weiter , denn wer gut spornt,
          wird bald belohnt, hat immensen Gewinn !
          Halt, außer – und das we übel, man tritt grad in einen Farbenkübel …

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  1. Der Wahnsinn wird immer größer.
    Ich habe sofort lachen müssen, als man diese 1,5 m propagierte. Das Virus springt genau 1,49999 m weit.

    Auch die Regelung mit 999 Teilnehmern bei Fußballspielen oder Großveranstaltungen ist lächerlich. Es sei denn, das Virus zählt mit und schnappt sich den Tausendsten…

    Früher reichte eine Armlänge Abstand … zumindest in Köln. 😉

    Eins meiner Lieblingsbücher hat A.Tschechow geschrieben: Krankenzimmer Nr. 6

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    1. … und ich weiß noch immer nicht, ob von Körpermittelpunkt zu Körpermittelpunkt oder von Nasenspitze zu Nasenspitze gemessen wird (oder welcher Körperteil nun am weitesten hervorragt). Übrigens scheint das Virus tatsächlich ein verdammt schlaues Kerlchen zu sein: In Berlin beispielsweise geht die Alte Schönhauser in die Neue Schönhauser Straße über; die eine Straße ist durch Maskenzwang geadelt, die nahtlos angrenzende nicht. Wie bedient so ein Virus das Navigationsgerät, um die Grenzlinie einzuhalten, die auf der Kreuzung freilich nicht erkennbar ist (aber die Buletten haben mit Grenzlinien langjährige Erfahrung…)? 🥴

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  2. Einmalige, strikte Maßnahme: Zehn Tage absolute Ausgangssperre mit Hausarrest und dazu dauerhafte Grenzschließungen bzw. zehn Tage strikte Quarantäne für Einreisende und der ganze Spuk wäre vorbei! Taiwan hat seit 200 Tagen keine Neuinfektionen mehr und man kann dort ins Restaurant, in die Großraumdisko und ins Stadion gehen… Es geht also auch anders!

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    1. Ganz genau! Das Thema hattest Du ja bereits vor ein paar Tagen/Wochen angesprochen, und es hat sich in der Zwischenzeit noch immer nicht „verbraucht”. Es gibt also sinnvollere Vorgehensweisen! Oder es gäbe sie, wenn weniger Dogma und/oder politische oder egomane Betonköpfigkeit wirksam wären.

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