Führungszeugnis

Wenn ich mir vorstelle, daß man zum Führen eines Kraft­fahr­zeugs ab einer bestimmten Ausstat­tungs­komplexität einen Nachweis erbringen muß, dazu über­haupt in der Lage zu sein, ist es mir voll­kommen unbe­greif­lich, wie Otto Normal­verbrau­cher ohne jeden Quali­fikations­nachweis in die Politik ein­steigen darf, um dort nach Herzens­lust herum­zu­stümpern.

19 Kommentare zu „Führungszeugnis

  1. Vielleicht ist genau das ja gewollt,
    so qualifikationslos zu agieren, damit
    ein weiteres Ziel der Eliten endlich real wird:

    Die Diskreditierung der Demokratie.

    Derzeit gibt es ja reichlich Beispiele und Anschauungsmaterial,
    fast schon so als wäre es bestellt!

    Werden wir auf dieser Ebene dann auch noch der Demokratie, wie der Politik überdrüssig,
    dann kann man uns auch viel einfacher ein anderes System „anbieten“ oder besser gleich überstülpen.

    Alles Liebe,
    Raffa.

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        1. Ja, lichte Gedanken können sehr wohl ein Anfang sein. Aber auch ›mehr als ein Anfang‹?! Wirklich? Wollen wir lieber nicht die gemeinsame Wortwurzel der Wörter „licht” und „leicht” vergessen. Wie will man mit Leichtem den nötigen Druck machen? 🤔

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        2. Hmm, die unerträgliche Leichtigkeit des Seins –
          jedoch nicht mit der Thematik des gleichnamigen Films.

          Das Komplizierte und das was im Detail steckt als Pendant?
          … und warum Druck machen, dann bedienen wir uns der selben Mittel wie eben diese Vögel, ähh Eliten.

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        3. Freilich lassen sich Schwierigkeiten durch positives Denken aller Wahrscheinlichkeit nach wegdenken. Aber mit welchem Effizienzgrad? Wie sagte schon Al Capone so treffend: Man kommt weiter mit freundlichen Worten und einer Pistole als nur mit freundlichen Worten allein…

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        4. … ergo ist die Technik der „verbrannten Erde“ auf den ersten Blick erfolgreicher. Doch wie lange hält das vor? … – vorallem, wenn man an den Kassenbon nach etlichen Monden denkt oder eben das „System“ zu Ende denkt.
          Stichwort „Survive of the fittest“ oder eben auch der „Spielgedanke“ samt Ziel bei unserem alten Kinderspiel namens Monopoly.
          Kleine Metapher (oder bonne mots) am Rande, welche so strukturell doch sehr gut paßt:
          Die Lüge ist schon 40 mal um den Erdenkreis, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat.

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        5. In der Tat ist die ›Technik der „verbrannten Erde“ auf den ersten Blick erfolgreicher‹, aber eben wirklich nur auf den ersten Blick. Andererseits dürfte es höchst unklug sein, eine extreme Handlungsstrategie durch eine diametrale, aber ebenfalls extreme Strategie zu ersetzen. Schlimmer noch: extreme Handlungsstrategien dürften an sich schon in jeder Form von gediegener Dummheit (oder zumindest an Blindheit grenzende Kurzsichtigkeit) zeugen…

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    1. Das sehe ich ebenso. Aber so langsam, ganz langsam reift in mir die Erkenntnis, daß etliche von den ›Menschen mit Herz und Verstand‹ unter den Menschen ohne ❤ oder 🧠 zu leiden haben, die ihre Defizite öffentlich zu therapieren wünschen (in Therapiegruppen wie Kabinett oder Ministerium o.ä.). 😒

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    1. Nein, da dürfte eine Fehlinterpretation vorliegen: Otto Normalverbraucher kann sehr wohl in die Politik einsteigen; allerdings wird er, spätestens sobald er dort angekommen ist, (zwingend!) seine „Unschuld” verlieren… 😉

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      1. Ich denke, Du glaubst einfach zu sehr an das gute im Menschen. Natürlich könnte Otto N. in die Politik einsteigen, tut er aber nicht. Wer das tut, tut es bewusst, ist also vorher schon nicht normal. Frei nach Wiglaf Droste: Niemand wird Politiker oder ist einer, weil er sich über deren Ziele täuscht. Im Gegenteil, Politiker sind Politiker, weil sie welche sein wollen.

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        1. Oh, ich fürchte, ich hatte einen schlechten Tag, wenn ich den Eindruck erweckt haben sollte, an das Gute im Menschen zu glauben. Ganz ehrlich, das tue ich … nicht. Den Keim der Skepsis zu diesem Thema hat mir Marie v. Ebner-Eschenbach ins Herz gepflanzt. Nicht erst seitdem zolle ich ihr (wenn auch nur posthum) höchste Bewunderung ob ihres Scharfsinns…

          Und ja, ich stimme zu, um in seinem Metier erfolgreich zu reüssieren, sollte man seiner Bestimmung folgen. Das dürfte gleichermaßen für Politiker wie für Massenmörder oder Kinderschänder gelten…

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  2. Wie sollte denn deiner Meinung nach ein Quali­fikations­nachweis für potentielle Politiker aussehen? Welche Kriterien würdest du anlegen und wie/von wem würdest du diese überprüfen, bewerten lassen?

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    1. Möglicherweise gibt es gar keine geeigneten Tests. Diesen Zweifel teile ich durchaus mit Dir. Dennoch kann es eine Bewertung geben. Diese ist nicht regelbasiert; kann sie ja auch nicht, solange es (noch) keinen Qualifikationsstandard gibt. Aber sie kann sehr wohl gefühlsbasiert sein.
      Das klingt zwar irgendwie irritierend, ist es aber beileibe nicht. Keine gewöhnliche, keine ganz normale Landtags- oder Bundestagswahl ist für die einzelnen Wähler regelbasiert – das Kreuzchen doch wohl in der absoluten Mehrheit der Fälle aus dem Bauch heraus gesetzt, oder etwa nicht?
      Und die Technik ist mittlerweile etwas weiter als seinerzeit in dem Land, in dem die Demokratie erfunden wurde. Als Ausgangspunkt mag die Idee eines „Probejahrs” gelten, wie es bei Abschluß eines Arbeitsvertrages üblicherweise praktiziert wird, ehe die eigentlichen Vertragsbedingungen scharfgeschaltet werden. Warum wird bei Politikern nach nach den ersten Tagen der aktuellen Legislatur ein Plebiszit durchgeführt? Das wäre doch wohl im Digitalzeitalter ein Klacks. Inkompetenzlinge, Dummschwätzer, Diäten-für-nichts-Abgreifer u. a. m. wären im Handumdrehen entlarvt…
      Das Ganze freilich parteiübergreifend, denn es kommt auf Sachverstand an und darauf, nicht permanent fünf Handbreit über die Köpfe der Bevölkerung hinweg zu regieren. Das Parteibuch ist da aber kein Garant für Qualität. Das Parteikonzept ist längst überflüssig geworden, es dient den Falschen, es gehört dringendst abgeschafft…

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