Empathie

Knobelaufgabe: Gegeben sei ein Bürger­steig, also ein Gehweg für Fuß­gänger und ver­irrte Rad­fahrer, der bei einer begeh­baren Breite von ungefähr 1¾ m auf der einen Seite von Haus­wänden und auf der anderen Seite von rasant fließendem Fahr­zeug­verkehr begrenzt wird. Welches könnte für zwei Fuß­gänger die optimale Strategie sein, bei einer Begeg­nung auf diesem Gehweg den virus­bedingt empfoh­lenen Mindest­abstand von etwa 1½ m einzuhalten?

Rischtisch!! Breitärschig genau die Wegmitte blockieren; was die Mitmenschen machen, würde meine Selbst­herr­lichkeit nur vom Wesent­lichen, also mir, ablenken. Soli­darität ist schließlich eine Selbst­ver­ständ­lichkeit, wenn die anderen sie mir erweisen…

38 Kommentare zu „Empathie

    1. Heben diese Eskalationsmöglichkeit für die Zeiten auf, in denen eine z.B. von Viren ausgelöste Not den ungeschönten Blick auf den wahren Kern des Menschen an sich gewährt, also ohne die von naiv-romantisch verklärten Anthrologen zur innewohnenden Tugend stiliserte kosmetische Maske aus Empathie, Selbstlosigkeit und Solidarität…

      Derzeit begnüge ich mich mit einem kurzen Huster – nein, ich habe keinen Husten, sondern tue nur so –, halbherzig mit dem Handrücken kaschiert. Und dann blicke ich dem bräsigen Gegenüber herausfordernd in die Augen; das sich dort abzeichnende Entsetzen ist echt großes Kino. Ist schließlich nicht die Angst ein effektvoller Motivator, möglicherweise sogar der einzige überhaupt?

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        1. Mir scheint, mein Geschichtsbuch müsse ein bißchen renoviert werden, zumindest steht in dem Kapitel darüber, wie die Baumaffen das Savannenland für sich entdeckten, nix darüber, daß Königin Cheetah I. unsägliche Angst davor hatte, wegen ihrer Epilepsie aus dem Baumhaus zu fallen, und den Hofstaat für länger gleich mal ins flache Land zitierte… 🐵

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      1. Es scheint regionale Unterschiede bzgl. der Rempelbereitschaft der Jogger zu geben. So geht die Kunde aus dem Paderborner Land, dass auf dortigen Wandertrassen derlei nicht zu melden sei …

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        1. Das klingt ermutigend. 🙂
          Es sind ja auch nicht alle gleich. Aber so eine temporäre Häufung von Egoismus und Rücksichtslosigkeit ärgert eben doch, gerade unter den aktuellen Umständen…

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      1. Welche Baumaßnahmen, welche Auswirkungen, welche „hoheitlichen“ Aufforderungen kommen dir und uns denn gerade entgegen?
        Gab es da nicht mal ein ähnliches Verhalten, ähnliche Auswirkungen in diesem Ländle – gut die hatten noch nicht so einen tollen unsichtbaren Feind und brauchten dann noch so etwas wie ein Ermächtigungsgesetz.

        Ob wir bald Abstimmungs-Ergebnisse bekommen, bei den nächsten Abstimmungen im Bundes/Reichstag wie ehedem bei Polpot?
        Wie ulkig, daß uns das die SPD „letztens“ schon vorgemacht hat, mit ihrem 100%-Schulzi!??!!

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        1. Es dürfte schwer sein, Prognosen – fundierte, seriöse und vielleicht sogar glaubhafte – in Zeiten abzugeben, die sich vom bisherigen Trend beliebig weit entfernt haben (das sogenannte Ausreißerproblem). Wer da in einer Situation, in der sich das bisherige Machtgefüge deutlich verschiebt (man sieht es an den Rissen in den Sockeln so manchen „Ruhmespodestes”), auf welches Pferd steigt, um eine eine Richtung zu preschen, die vordem vollkommen undenkbr gewesen wäre, ist weitgehend zufällig (es fallen auch gerne mal Masken, die bisher unererahnte Charakterzüge freilegen etc.)…

          Der Begriff „Ermächtigungsgesetz” ist politisch verbrannt. Dennoch gehört ein politisches Konstrukt, daß unter klar definierten und kontrollierten Umständen zu Sondermaßnahmen ermächtigt (z.B Quarantäne, Grenzschließung zur Unterbrechung von Infektionsketten, Rationierung bestimmter Lebens- und Konsumgüter etc. pp) zum Bevölkerungsschutz (Krankheiten in epidemischen Ausmaßen, Heuschreckenschwärme oder vergleichare Angriffe, Kriegsfälle, Terrorangriffe, technische Ausfälle in großem Maßstab (AKW- oder Endlager-GAU, Stromausfall, gehackte IT-Struktur etc.), kosmische Ereignisse…). Oder besser: er sollte zum Bevölkerungsschutz gehören. Allerdings läßt das gegenwärtige Herumgestümpere der Politikerdarsteller (♀♂) vermuten, daß speziell die Bunte Republik auf keiner Ebene (politisch, juristisch, infrastrukturell) auf Extremfälle vorbereitet ist…

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        2. Hmm, nur eine Frage meinerseits:
          Gehört es wahrlich zum Schutz der Bevölkerung?
          Wenn ich Begriffe kapere, aushöhle oder verbrenne, um dann neu oder im Besonderen zu meinem Vorteil definiere.
          Und es ist ein leichtes Argumentieren, wenn man dann einfach und billig fragen kann: Wie, du bist also nicht für den Schutz … der Menschen, der Umwelt etc. Ein rhetorischer Kniff, welcher …??!!!!
          Erinnern wir uns nur an diese Mechanismen und deren Folgen bei anderen Dingen, welche mit dem subtilen Zwang durchgedrückt wurden …
          und sehen die offensichtlichen Widersprüche, welche eben durch die o.g. Mechanismen „weggedrückt“ werden.
          Ich schenke mir weitere Beispiele diesbezüglich, denn die Geschichte ist voll damit …

          Äh, zu den letzten Worten, nicht was die überragenden Fähigkeiten der Politdarsteller angeht, sondern das es wohl einen Plan gibt (jedoch bezugnehmend auf die Frage meinerseits: Ist es zum Wohl?, wessen …??)
          Wenn du magst, recherchier mal zu einem Dokument, welches am 3.1.2013 vom Bundestag „veröffentlicht“ wurde: Drucksache 17/12051 …
          Habe dazu gerade letztens noch ein Youtube Video gefunden, welches auf meinem kleinen niedlichen Blog zu finden ist: „Überdenkenswertes bis Horizont-öffendes …“
          Hat das Zeug zumindest einen Impuls zu setzen, vielleicht auch mehr.

          Liebe Grüße,
          Raffa.

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        3. Was ist mit den realen Wirkungen?
          Papier ist geduldig und die Rechtslage hier in diesem Wirtschaftsgebiet ist doch äußerst seltsam. Das Urteil des Bundesgerichtshof (?) von vor mittlerweile 5-6 JAhren:
          Alles Wahlen seit ´55 sind ungültig bis hin zum aktuellen Strafenkatalog, wo letztens 4 Jugendliche wegen „Zusammenrottung“ auf einer Parkbank mit je 200.- € „bnelohnt“ wurden ??? Was macht gerade dein kleiner Textil-Händler um die Ecke?
          Es ist ergo die Wirtschaft auch noch außer Kraft gesetzt …

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        4. Ja, aber das alles ist doch nicht die beabsichtigte(!) Wirkung, sondern nur (ich könnte k*tzen!) Nebenwirkung, die halt hingenommen werden muß, damit die mühsam runtergewürgte bittere Medizin ihre Wirkung auch ja entfalten möge. 😬

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        5. Wenn du die Perspektive wechseln magst, dann wir da ein Schuh daraus – und der Shut-Down ist das ursprüngliche Ziel.
          Dieses seltsame, zusammengeklauberte Virus ist nur Mittel zum Zweck …

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        6. Na, die derzeitigen Möglichkeiten sind ja noch exorbitant genial, wenn es im die Beschaffung von Fakten, Ansichten und auch Meinungen geht.
          So ein alter Zausel, wie der Goethe, die Humboldts und Konsorten würden sich die Finger geleckt haben …
          Und mit ein wenig Bauernschläue, gepaart mit der Kombinationsgabe eines schnöden Nick Knattertons … – kann man spätestens an den Früchten erkennen, die PArallelen und Strukturen sehen und auch, „wohin der Hase läuft“.
          Dies wird uns gerade noch richtig leicht gemacht, wo die Einschläge doch verdammt nahe kommen und man in Echtzeit und eins-zu-eins die Beweislage um die Ohren bekommt.

          Anders herum drängt sich die Frage auf, wie denn für dich Beweise aussehen und wer oder was für Glaubwürdigkeit und Authentizität steht?

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        7. Wenn ich ein Blatt Papier, das einen klugen, weisen, wahren oder was auch immer Satz beherbergt, mit einem Kopierer zehntausendmal vervielfältige, entsteht zwar ein hoher Berg an „Wissen”, aber kaum ein neuer Gedanke. Und was in der analogen Welt mit Papier geht, funktioniert auch in der digitalen Welt: Stichwort Filterblase/Echokammer. Und auch wenn alle Medien wie gleichgeschaltet das gleiche tröten, ist längst noch kein Beweis erbracht, daß zum einen das Vermeldete wahrhaft ist und es zum anderen nicht doch noch irgendwo unausgesprochene Wahrheiten gibt. Solch ein Beweis wird nicht durch die schiere Anzahl der Wanderprediger geführt, die ihn verkünden, sondern allenfalls durch die konsistente Verknüpfung von Fakten (idealiter bewiesen, zumindest aber unter minimaler Irrtumswahrscheinlichkeit allgemein anerkannt), wobei die resultierende Aussage sich grundsätzlich permanent auf der Waage der Veri-/Falsifizierung begutachten lassen muß.

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        8. So geht es ja darum, daß nicht wieder und wieder die von oben in Dauerschleife heruntergereichten Allgemein.plätzchen repetiert und erbrochen werden – sondern biite schön an der „Weiterentwicklung“ von Wissen oder besser von Informationen gearbeitet wird: Soll heißen, wandle Information in Erkenntnis oder in „gewissenhaftes Wissen“, füge Erfahrung oder „Ausprobieren“ hinzu, damit aus Wissen Weisheit wird oder gar tätige Erkenntnis.
          Doch wer hat da noch Zeit, Muße, Basiswissen, Mut, Energie, einen Ar…. inne Buchse samt Rückgrat.
          So gibt es eigentlich eine Menge freudiger und aufbauender „Sachen“ zu tun, doch wie gerne sind wir da bequem, gehen und verharren in unserer (geschenkten? oder oktruierten) Wohlfühlzone? Manchmal denken wir auch, daß wenn wir wie „Walldorf und Stadler“ rummosern und etwas auswerfen, daß wir besonders … intellektuell und clever seien – doch eigentlich ist es schon längst Zeit, daß wir die Loge verlassen und mit aktiviertem Hirnschmalz in die Hände spucken …

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        9. Ich weiß nicht, wieviele Semester Erkenntnistheorie/Philosophie auf sich vereinen. Ich weiß auch nicht, wieviele Nobelpreise oder anerkannte Publikationen die beiden vorweisen können. Aber ich weiß, daß wir ihnen sehr viele verblüffende Ideen verdanken…

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        10. … verblüffend, daß es immer wieder extreme Schübe erfolgreichster Bauaktivität am Wissenschaftsgebäude gab. Also kein Grund zur Hoffnungslosigkeit, auch wenn wir derzeit wohl schon ein ganz hübsches Stück vom letzten Erfolgsschub entfernt sein dürften. 😐

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        11. Die frage ist, wer ist der Auftraggeber? eben dieser Türme.

          Da ich ja in so einer „Kohle-beschaffungs“ und „Sterbe-Verlängerungsanstalt gearbeitet habe, stellte sich mir die Frage im Besonderen bei der Onkologie-Geschichte. Seit den 60er-JAhren wird auf Teufel-komm-raus geforscht, aber Billionen an Forschungsgeldern weltweit verballert. Die welche Lösungen hatten, wurden weggeäzt und verloren ihre Zulassung, weil mit deren „Programm“ keine Kohle zu machen ist.
          Na, und an den Heilungsquoten hat man so geil rumgeschraubt, daß man jetzt schon als geheilt gilt, wenn man vier Jahre nach der Erst-Diagnose noch lebt, waren es zuvor noch 5 Jahre und zuvor noch …
          Ohh, Verzeihung, ich lenke ab – von dem einem oder anderem Erfolgschub (;-)

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        12. Aber nein, wie kann ein Beispiel für eine Vermutung, um die die letzten paar Kommentare (vorsichig) kreisten, eine Ablenkung sein. Das ganze Gegenteil, ich danke für die Hin·lenkung.

          Für die eingangs gestellte Frage stelle ich mal zwei Arbeitshypothesen in den Raum.
          These 1) Dieser alte Mann, ja der mit dem Rauschebart, hat diese Türme in Auftrag gegeben. Irgendwie hat er ja ein Faible für Türme (siehe Babel oder Kirchenarchitektur); olle Sigmund würde bestimmt eine phallische Phase attestieren… Also diese alte Rauschebart hat diesmal nicht einem einen Auftrag gegeben (»Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.« 1. Mos 6; 14), sondern mehreren, da seiner Schäfchen gar viele, gab er den Auftrag: Mache einen Turm von Elfenbein…
          These 2) Der Weg des Geldes…

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        13. Erlaube die folgende Einladung zur Recherche bezüglich deiner Worte zu „These 1“, gekoppelt mit der Frage:
          Wer war der Auftraggeber und die Ausführenden samt Architekt betreff dieses Turmbaus? Es war definitiv nicht der „Rauschebart“. Die Intention derer, die da bauten ist eigentlich klar ersichtlich …

          p.s.: Der Sprung von der Pharma-Masche und den wissenschaftlichen Elfenbeintürmen nach Babel – erfrischend genial, gerade wo die EU-Freaks dieses Bild/Symbol so gerne verwenden, siehe auch EZB

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        14. Darum wohl der Slogan: „mit dem zweiten sieht man besser“ – wo man dann folglich auf dem ersten blind ist … – und so eine „Mono-Blick“ läßt sich auch viel einfacher in Scheuklappen „betten“. So freuen wir uns über die real-existierende Demokratie und deren Vielfalt, gell?

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