Datenverlust

Heute wandelte mich in der Frühe ein unbän­diges Verlangen an, in eine uralte CD „reinzu­hören”. Ein Potpourri „medita­tiver Musik”: Air (D‑Dur BWV 1068), Adagio aus dem Konzert für Violine und Streich­orche­ster (E‑Dur BWV 1042), Adagio aus dem Konzert für Violine und Orche­ster Nr. 1 (g‑moll op. 26 Max Bruch), Thaïs-Medi­tation (Jules Massenet), Largo aus Symphonie Nr. 9 (e‑moll op. 95 Antonín Dvořák)…
Doch, o Schreck! Das Abspiel­gerät für CDs verwei­gerte den Dienst. Selber schuld – schon klar! – wer fummelt denn noch mit Alter­tümern rum, die schon bei den Dino­sauriern als gnadenlos verstaubt und veraltet galten? Irgendwie ver­blüf­fend, nicht wahr, einen Fuß­ab­druck eines Dinos können wir heute durchaus noch lesen, eine CD nach ein paar Septennaten nicht mehr. Doch zumin­dest die Schul­digen haben sicht­bare Spuren hinter­lassen; sowas wie kleine Mond­krater zieren die sonst noch recht kratzer­arme CD‑Ober­fläche:Oder handelt es sich eher um kleine Schwarze Löcher, da aus ihnen beim besten Willen keine In­forma­tion (mehr) heraus­zuholen ist? 🤔

26 Kommentare zu „Datenverlust

    1. Ich habe tatsächlich noch ’n paar ganz seltene Platten im Keller(!!). Sünde, ich weiß! Mittlerweile habe ich nicht mal mehr ’nen Plattenspieler. Auch mag ich die wirklich raren Aufnahmen jetzt noch nicht hören (ich schätze, mein digital-konservativ übergebügelter Hörsinn könnte enttäuscht werden; vielleicht setzt eine gütige Seele sie dereinst einmal als ein „Abschleppseil” ein, um mich damit wie an einem Seidenfaden von einem Strudel der – wer kennt schon sein Schicksal?!– Demenz wegzuziehen?). Wer weiß schon, welche Überraschungen unser noch harren.😧🙃

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        1. … ich hoffe doch, daß die Überraschungen (gute oder nicht ganz so angenehme, was so zum Leben gehört) analoge sein werden, bin aber seit einigen Wochen bereits am Grübeln, ob es evolutionär für unsere Spezies nicht vielleicht doch „sinnvoll” wäre, endlich den Übergang zur Komplettdigitalisierung zu vollziehen. 🤔

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  1. Endlich ist der Beweis nachvollziehbar gelungen, dass man aus „Schwarzen Löchern“ nix mehr raus holen kann! Bleibt noch die Frage, ob es weiter Objekte in seinen Schlund saugt – immer schön achtsam bleiben, ansonsten könntest du blaue Wunder erleben … 😉

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        1. Jetzt „müssen“ wir nur noch die Farbe des Ereignishorizontes klären, dann schick ich das Paket dem Lesch, damit der Herr Professor seine Verehrer korrekt informieren kann … 😉

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        2. Tja, die Farbe des Ereignishorizontes? Hm, „rot” steckt drin. Grün nicht, dafür aber „grien”. Und ein bißchen „orenge”. Aber man sagt ja, daß dort die Physik (oder war’s die Farbchemie?) eine andere sei.😃

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