Glückssträhne

Man soll – so weiß jeden­falls der nimmer­müde Volks­mund – den Tag nicht vor dem Abend loben. Und der heutige Tag fing auf eine geradezu wunder­voll ange­nehme Weise an. Alles lief rund, keinerlei Mißklänge, gute Laune, fast schon eupho­rische Wonne­gefühle. Der Wochen­end­einkauf verlief in entspannter und heiterer Atmo­sphäre mit einem Verkaufs­gespräch am Fleisch- und Wurst­stand, das auf humor­voller Weise am ehesten einem von beiden Seiten gemochten und durchaus forcierten Schäkern glich. Selbst der Kassierer, am anderen Ende des Super­marktes, strotzte nur so vor guter Laune, die ich ihm gern mit gleicher Münze zurück­zahlte…
Auf dem Heimweg fragte ich mich dann, ob dieser inwendige Sonnen­schein nicht viel­leicht auch ausstrahlen könnte auf ein „Bittgesuch” an Fortuna; immerhin ist der Lotto-Jackpot aktuell nicht gerade mager. Wie lange hält solch eine eupho­rische Glücks­welle wohl an? Was mögen die Götter mehr: Das Eisen zu schmieden, solange es noch heiß ist, oder doch lieber demütige Zurück­haltung, um das Glück nicht über­zustra­pa­zieren?
Den daraufhin geführten inneren Dialog darf ich hier beim besten Willen nicht publi­zieren. Nein, nicht weil er etwa obszön oder ehr­abschnei­dend, sondern weil er viel zu lang wäre. Und wer würde sich wohl durch derartiges Wort­gewölle hindurch­arbeiten wollen? In der Kurz­fassung lief der innere Dialog auf folgendes hinaus: Ich habe kein Vertrauen in die Verspre­chungen des Schicksals; deshalb bleibt der Lotto­schein unaus­gefüllt und die Tipp­reihen werden verschont, bis irgendwann ihre Zeit für ein Schar­mützel mit einer Glücks­fee gekommen sein wird: 😉

10 Kommentare zu „Glückssträhne

  1. Ach, naja, es wär doch gräßlich langweilig, wenn bereits nach dem ersten Wort schon die „ganze Rede” bis hin zum letzten Buchstaben absehbar wäre, nicht wahr. 😉
    Und nein, ich hätte nicht gewonnen und habe durch den Verzicht auf den Spieleinsatz gewissermaßen 5.30 € gewonnen. 🤑

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    1. Ach, das gebe ich doch nicht aus! Da warte ich lieber, bis die Minuszinsen diesen Superbetrag in Nichts aufgelöst haben werden. Eiskalt! Genau dem entsprechend, wie es die Obrigkeitskaste so wundervoll genial eingerichtet hat. So gesehen wär’s vielleicht doch besser, das Würstl gleich zu kaufen und eiskalt zu verputzen, ehe die Große Ökonomie es verschlingt… 😒

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        1. Kontrapunkt? Das ist sicher so ein Fastenbegriff! Ich esse dann, wenn ich mag – nein, ich mag nicht immer futtern, das ist ein böswilliges Gerücht! – und dann lasse ich es auch wieder eine Weile sein …

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