geben und nehmen

Das alte Jahr ist beinahe schon zu Ende. Was das neue Jahr wohl bringen mag? Doch ist denn gerade diese Frage nicht unlogisch, nämlich diametral zur Erfahrung und zu allen Wahr­schein­lich­keiten? Ist sie letzt­lich nicht ein wenig oberflächlich?
Sind denn die Jahre, die etwas brachten, nicht längst abgelöst von denen, die unbarm­herzig etwas nehmen: die Haare, die Zähne, die Gesund­heit, Freunde und Lebens­gefährten und eben auch den Glauben daran, daß Jahre etwas (Ange­nehmes) brächten…

24 Kommentare zu „geben und nehmen

  1. Bitte sei nicht erstaunt und zucke zusammen,
    wenn alsbald, hinter der nächsten Ecke
    die nächste Weisheit auf dich wartet…

    Gut, jedes graues Haar scheint ein vager Vorbote zu sein;
    Auch wenn in gewissen Frühzeiten der Bote, doch das ist
    ein Thema für das Kommende oder eben die Oberfläche.

    Gehab dich wohl,
    Raffa.

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        1. Ist Authentizität derzeit nicht ein Modewort, das durch seinen inflationären Gebrauch beinahe gänzlich an Wert verloren hat? So gesehen genügt mir eine schillernde Aura, die die Seele wärmt, wenngleich sie (die Aura) nicht authentisch genug sein mag, um auch die kalten Glieder zu wärmen. 🙂

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        2. Jau,
          so ist das wohl mit dem Neusprech – Worte und Inhalte werden „gekapert“, umgedreht und umgedeutet – auf das sie ihre Kraft und ihren tiefen Sinn verlieren. Auch so wird die Sprache ärmer – und mit ihr der Mensch.
          Auch hier wieder eine „Sache“ der Meinungshoheit.
          Der Aspekt der „Seelenwärmung“ und der „zu wärmenden Glieder“ und Geister bleibt – und dieses, unseres Bedürfnis bleibt in uns, ganz gleich, wie wir es titulieren…

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        3. Tja, es scheint sich auch an der Sprache zu zeigen, daß der Mensch eine höchst „spezielle” Spezies ist. Da gibt es welche, die schmücken sich mit gelehrt klingenden Worten, um anderen zu imponieren, die diese Worte kaum verstehen, die aber zugleich auch Leute für gelehrt halten, welche zu dumm sind, um sich verständlich zu äußern…

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        4. Wohl war,
          bin ja auch so ein Wortklempner, bin mir meiner Kryptik, ähh meines Geschwurbels bewußt. Mit Latei und Alt-Griechisch kann man zum einen Mundtot machen und irgendwas daher sabbeln, was keiner versteht. Durfte das in meinen gut 5 Jahren in der Pharma zu genüge erleben.
          Mein „geilster“ Prof an der Uni war der, der über den mehrfachen 2. Bildungsweg seinen Weg machte. Die Symbiose(;-) aus Theorie und Praxis hat das Lernen und das Verstehen sehr einfach gemacht…

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    1. … in meinem Kommentar hatte ich ganz gezielt von Selbstbewußtheit geschrieben; mit dieser ist es zu jenem, nämlich dem Seltvertrauen, gar nicht mehr so weit (zumindest ließe sich bei einer solchen Route ein Umweg zum Händler des (mißbrauchten) Vertrauens ganz gut vermeiden).

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        1. Ist man sich dessen bewußt, daß man nicht ausreicht, oder fürchtet man sich nur vor dem Versagen. Und Letzteres so lange, bis man tatsächlich versagt, wo man leicht wie eine Elfe jede noch so beängstigende Höhe leichtfüßig zu nehmen imstande ist.

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