intime Bilder

Noch nie habe ich ein intimes Bild veröf­fent­licht. Schon gar keines von mir; nun ist es soweit!
Wer das sieht, weiß sofort, wer ich bin und wie es mir geht. Ist die Herzklappen-Insuffizienz auch gut (genug) zu erkennen? Was wäre ich entsetzt, wenn dieses Bild, selbst mit einem Namens­aufdruck verziert, im Netz zu finden wäre…

Seltsamerweise soll eine Medien­nachricht, die diesen Themen­kreis gerade so tangiert, unter der Über­schrift „intime Daten” für Furore sorgen (siehe u. a. hier). Aber – Hand auf’s Herz! – ist es wirklich ein Problem, wenn ein CT- oder MRT- oder sonst ein Befund unautori­siert im Netz gesehen werden kann? Sitzt der Feind nicht an ganz anderer Stelle?! Die Spezies Mensch ist nicht Treiber der Digitali­sierung, sondern getrieben von ihr (besser noch: gejagt). Alles wird digitalisiert und zentralisiert (perspek­tivisch sogar der Mensch selbst). Wird der Daten­schutz in gleichem Maße – oder besser noch vorauseilend – perfekti­oniert und stabi­lisiert? Wieso nur sehe ich Schatten des Zweifels durchs Zimmer huschen, während ich dieses schreibe? 🤔

Werbeanzeigen

tolerant vernichten

Gutmenschen-Propaganda

Ähnliche Plakate wie das dort rechts sah ich vor dem vorigen Wochen­ende (= Land­tags­wahl in Sachsen und Bran­den­burg) in den Untiefen des Inter­nets. Ich wollte nicht glauben, daß es soetwas tatsächlich gäbe; ich hielt es für einen Konjunktiv, für ein (im nachhinein als Satire verkauftes) Spiel mit Bild­bearbeitungs­programmen. Doch nein! Es wurden der breiten Masse derartige Plakate vorgeführt, und werden es noch immer, wie das Photo illustriert.

Vordergründig gehört das aushängende Plakat nicht in die Gruppe mit der Rubrik „Partei­werbung”, zumindest ist keine Zuordnung zu einer Partei zu erkennen. Aber es ist rechts-oben ein URL angegeben. In der Kurz­be­schreibung der zuge­hörigen Webseite liest man dann: »… Wir stehen und arbeiten für Respekt und Toleranz …«

Offenbar ist aber nicht der Respekt vor Parteien und deren Vertretern gemeint, die in einem demokra­tischen(!) Verfahren in den Landtag gewählt worden sind. Offenbar ist auch nicht die Toleranz gemeint, welche die Grund­rechte überhaupt erst garantiert. Im Artikel 3 des Grund­gesetzes könnte man es nachlesen: „Absatz (3) Niemand darf wegen […] seiner reli­giösen oder poli­tischen Anschau­ungen benach­teiligt oder bevorzugt werden” (Quelle: dejure.org). Doch das ficht die Gutmenschen offenbar nicht an. Täuscht mich die Erinnerung oder war von offi­zieller Seite (= dem Grund­gesetz verpflichtet) so absolut gar nichts zu diesem Thema zu hören?

Doch was mich wirklich interessiert, ist, ob Sätze wie „Nehmt denen die Arbeit weg!” und – Zitat aus der deutschen Geschichte – „Kauft nicht bei Juden” einer­seits aus der gleichen politischen Verwirrtheit abgeleitet sind und anderer­seits die ideo­logische Grund­lage bilden für die physische Diskrimi­nierung, Entrechtung bis hin zur Vernichtung von Personen, denen im eigenen kruden Welt­bild kein Platz zugestanden wurde bzw. wird.

Stalker

Allzu gern wüßte ich, wieviele Menschen „ihren” Gott lieben, genau­genommen den Aggregat­zustand von ihm, der sich Jesus nennt. Und prompt drängt sich mir die Frage auf, warum die oberste Behörde – die mit dem himmlischen Amtssitz (oder war’s der höllische?) – nicht schon längst das 11. Gebot erlassen hat: Du sollst nicht stalken.

😇

bigotte Mediengeilheit

Na, sieh mal an: um mit „einem möglichst emissions­freien Transport­mittel” (siehe hier) nach New York zu gelangen, verwendet unsere kleine Greta nicht etwa ein Holz­floß oder ein Papyrus­boot (wie es vor Jahr­zehnten ein gewisser Thor Heyer­dahl prakti­zierte), sondern lieber eine Renn­yacht (der Skipper möchte wohl auch ein wenig von dem Glanz abbekommen, den der thunbergsche Heiligen­schein verbreitet). Wieviel Epoxidharz, Speziallack, Glasfaser­geflecht, Elektronik­gedöns und Aluminium mag wohl einen ökolo­gischen Fußabdruck welchen Ausmaßes hinter­lassen haben?
Aber was tut man nicht alles, um den Medien zu gefallen, wenn man partout keine Lust hat, die paar Meilen übers Wasser zu wandeln?

Eseleien

Wenn der Last­esel unter seiner Bürde zusammen­gebrochen ist, muß man ihn nur tüchtig prügeln, damit er sich erhebt und feen­leicht die nächste Hürde nimmt. So ungefähr läßt sich das klöck­nersche Geseire über den Wald in Kurz­fassung bringen (siehe hier).
Das erste Gebot ist nicht mehr das mit dem Allein­stellungs­anspruch des weißen Rausche­barts, nein, der Kate­chismus hat sich grund­sätz­lich geändert, es hat zu heißen: Das Klima muß gerettet werden! Hätte es dieses Gemisch aus tiefer Einsicht und hoher Weisheit doch schon gegeben, als die Sahara, heute eine der größten Wüsten der Erde, noch ein grün wuchernder Land­strich war. Oder bevor die letzte Eiszeit begann oder die vorletzte oder die vorvorletzte…

Vielleicht ist nicht das Klima zu schützen, sondern der Mensch in einer sich ändernden Welt, an deren Verän­derungen auch das Klima einen gewissen Anteil hat.

gedankenschwer

Nein, ich möchte keinem sonstwie ausfal­lenden Unter­suchungs­ergebnis vorgreifen (siehe hier), aber ich mache mir Gedanken. Das sollte doch erlaubt sein, oder?!
Natürlich sind wir stolz auf unsere zivili­sato­rischen Errun­gen­schaften, die höch­sten mora­lischen Ansprüchen gerecht werden (ich lasse das mal so im Raum stehen). Dazu gehört auch die Ächtung der Todes­strafe. Gut so! Aber ist das auch weise angesichts von Personen, die eine Gefahr für die Gemein­schaft an sich darstellen, indem sie ohne Skrupel (ohne Unrechts­empfinden?) menschliches Leben wegwerfen?